Deus Ex: Invisible War – im Klassik-Test (Xbox)

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Das Schießeisen Eures Vertrauens kann übrigens (genau wie sein geklonter Besitzer) mit kleinen Chips modifiziert werden: Von höherer Ballerfrequenz über ­zusätzlichen Elektro-Schaden bis zu ­limitiertem Munitionsverbrauch reicht das Bastel-Sortiment. Mechaniker freuen sich weiterhin über das so genannte ‘Multitool’ – eine Art SciFi-Dietrich, der verschlossene Türen ­sowie Kisten knackt. Damit ist das Hightech-Arsenal von Invisible War längst noch nicht erschöpft: Hetzt Spinnen-Bomben auf Schurken, stoppt Mech-Soldaten mit einer EMP-Granate und legt fiese Splitter-Minen.

Wie es sich für ein ambitioniertes Konsolen-Abenteuer gehört, schickt Euch Deus Ex: Invisible War an Schauplätze rund um den Erdball: Im Anschluss an Seattle geht’s nach Kairo, ins germanische Trier und weiter zur Antarktis. Über das letzte Szenario hüllen wir uns jedoch in Schweigen. Nur soviel: Fans des Vorgängers können sich auf eine faustdicke Überraschung gefasst machen!

Weniger sensationell, aber mindes­tens genauso erwähnenswert: Ion Storms Genre-Mixtur verwendet die von Max Payne 2 bekannten Havoc Physik-Routinen. Somit sprechen sämtliche Polygon-Objekte nahezu realistisch auf äußere Einflüsse an. Wer zum Beispiel rüpelhaft rumstolpert, wirft dabei schnell mal Stühle oder Fässer um – hoffentlich hat’s kein wartender Bösewicht gehört! Clevere Zocker machen sich die au­thentische Spielwelt zunutze, indem sie aus Holzkisten eine Treppe bauen oder den Unterstand eines Halunken in Brand stecken – so kann ein interaktives Digi-Universum aussehen.

Teutonische Xbox-Besitzer mussten auf diesen Genuss über drei Monate warten, obgleich Invisible War schon seit Dezember über US-Ladentheken wandert. Der Grund für die Quälerei: Eidos liefert den Titel in einer komplett lokalisierten Fassung aus – 30.000 Textzeilen wurden ins Deutsche übertragen! Das Ergebnis kann sich dank (bis auf wenige Ausnahmen) professioneller Sprecher tatsächlich hören lassen – Respekt!

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23. Juli 2022 10:08


Für damalige Verhältnisse war das Spiel, trotz seiner technischen Schwächen, im Konsolenbereich ziemlich beeindruckend, was dann meiner Meinung nach auch so eine Wertung rechtfertigt.
Schau dir zB mal die Xbox-Version von Morrowind, im Vergleich zur PC-Version, an.
Da liegen auch Welten dazwischen, trotzdem war die Xbox-Version damals (zumindest für mich) revolutionär gewesen.
Für GameCube oder PS 2 gab’s da in diesen Bereich nix vergleichbares.

xarjaz
23. Juli 2022 9:11

Ich habe diesen Teil nicht gespielt, schon gar nicht auf der XBox. Ich frage mich aber schon: wie konnte ein Spiel mit “durchgehend stotternder Bildrate” 85/100 bekommen? Ich kann mir kaum was Schlimmeres vorstellen als ein Spiel, das die ganze Zeit ruckelt. Für mich ein absolutes KO-Kriterium.

tetsuo01
22. Juli 2022 12:05

Ich hab es seinerzeit auch vor dem ersten teil gespielt. Und es ist zu unrecht schlecht weggekommen. Und jetzt sprechen wir noch alle ein gebet das sich die Embracer Group bald dafür entscheidet deus ex fortzusetzen.

Tokyo_shinjuu
22. Juli 2022 6:19

Hab damals 2 Anläufe gestartet, aber bei keinem konnte mich das Spiel überzeugen weiterzuspielen. Weiß aber nicht mehr woran es lag.
Läuft das Spiel eigentlich per AK auf ner Series X? Vielleicht versuch ich es noch mal.

ghostdog83
21. Juli 2022 18:01

fand das Spiel und die Möglichkeiten die man hier hatte ziemlich genial

Die Physikspielereien sind mit gut im Gedächtnis hängen geblieben – einen Berg aus Gegnern anwachsen zu lassen zum Beispiel. ?

Max Snake
21. Juli 2022 16:52

Irgendwie finde ich keine Zeit dafür in Angriff zu nehmen.

21. Juli 2022 16:21

Ich kannte zum damaligen Zeitpunkt den Vorgänger noch gar nicht und fand das Spiel und die Möglichkeiten die man hier hatte ziemlich genial. Später hatte ich dann noch den Vorgänger auf der PS 2 gespielt, fand den aber gerade von der Technik her ziemlich mau.