Devil May Cry 4 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Wer sich für das ’Einsteiger’-Niveau entscheidet, dürfte kaum Probleme haben. Auf der härteren Stufe werden rote Orbs schnell knapp und Gegner richten deutlich mehr Schaden an. Fällt Euch allerdings bei der Hälfte des Spiels auf, dass der leichtere Schwierigkeitsgrad besser geeignet wäre, heißt es DMC-­typisch: noch mal von vorne!

Devil May Cry 4 ist einfach altmodisch: Das fängt bei den klas­­sischen Speicherpunkten an, geht bei den eng gesteckten Levelgrenzen weiter und endet bei den knackigen Kämpfen mit gigantischen Obermotzen noch lange nicht. Doch auch in einem anderen Punkt könnt Ihr Euch auf Capcom verlassen: Bei der Präsentation gilt ’Klotzen, statt kleckern’. Zahllose opulente Zwischensequenzen und eine klasse englische Sprachausgabe veredeln das epische Abenteuer, das Euch nicht nur mit ­sehenswerten Landstrichen und Innenlevels verwöhnt. Auch die Stilsicherheit der gesamten Inszenierung verblüfft ein ums andere Mal: Etlichen matschigen Texturen und flimmernden Schatten zum Trotz stimmt das Gesamtkunstwerk, das unter Leitung von Hiroyuki Kobayashi aus Coolness, Kitsch, Kreativität, klassischen Serienelementen und tollen, neuen Features geformt wurde.

Zu verdanken habt Ihr diese Spielspaßwiedergeburt vor allem Nero: Dessen Dämonenhand, der ’Devil Bringer’, verleiht den Kämpfen mehr Dynamik und macht ellenlange Combos zum ­Vergnügen. Veteran Dante strengt sich ganz schön an, um mitzuhalten­… und übertreibt es ein bisschen: In den gut 25% des Spiels, in dem er die Hauptfigur mimt, habt Ihr kaum Zeit, die zahllosen Möglichkeiten, die seine Kampfstile und Waffen bieten, auszuschöpfen. Aber wozu gibt’s den Schwierigkeitsgrad ’Son of Sparda’? Die coolste Sau der Videospielwelt bleibt er allemal!

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Max Snake
3. Januar 2025 17:36

Nero’s Devil Bringer hat Laune gebracht. Devil May Cry 4 war mein erstes Playstation 3 auf eine Dual Shock 3 Controller zu nutzen.

Revan
3. Januar 2025 11:25

Obwohl ich Bayonetta liebe, kann ich mit Devil May Cry nur begrenzt was anfangen.

Die deutsche Synchro ist (in den von mir gespielten Teilen) zum fürchten und die Locations wirken – gemessen an der Hexe – einfach trist und zu wenig überdreht. Auch beim Kampfsystem muss man viel mehr Fingerakrobatik betreiben, um viel weniger abgefahrene Sachen auf den Bildschirm zu zaubern. Und allgemein wirkt dieses “punkige” einfach nicht so erhaben wie die himmlischen Engels-Chöre bei Cereza.

Dennoch bin ich der Reihe natürlich dankbar für ihre Existenz, denn ohne sie hätte es Bayonetta wohl nie gegeben.