Devil May Cry 4 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Was haben der wohl einflussreichste Dichter des Mittel­alters und der letzte römische ­Kaiser der julisch-claudischen Dynastie ­gemein? Kleiner Tipp gefällig? Gut, der Erste von beiden hat in der göttlichen Komödie seine Reise durch die Hölle beschrieben, während sich der andere für einen Künstler hielt, den meisten jedoch (zu Unrecht) als ­notorischer Brandstifter in Erinnerung blieb. Klingelt’s jetzt? Genau, beide sind die Namens­paten für das dynamische Heldenduo in Devil May Cry 4: Dante und Nero. Ersteren kennt Ihr ja sicher schon: Dreimal hat er bereits den Teufel zum Weinen gebracht und lässig zwei Gastauftritte in Viewtiful Joe 2 und Shin Megami Tensei: Lucifer’s Call absolviert. Nero hingegen ist ein unbeschriebenes Blatt in der Videospielwelt – sicher wird die Hauptrolle in Devil May Cry 4 nicht der letzte Auftritt des Mannes mit der Dämonenfaust gewesen sein – soweit lehnen wir uns schon mal aus dem Fenster.

Neros Teufelshand bereichert das Kampfsystem des vierten Serienteils um viele spielspaßfördernde Facetten, die Pranke des Novizen kann aber noch viel mehr: Schneller als mit jedem Aufzug geht es jetzt in luftige Höhen. Mit einer Schultertaste visiert Ihr blau glühende Anker­punkte an, dann zischt Nero auf Knopfdruck wie von einem Seil gezogen in die Höhe. Wollt Ihr hingegen auf den (von Kratos schon recht ausgelatschten) Pfaden des persischen Prinzen wandeln, hat Neros Faust die Antwort parat: An bestimmten Stellen bringt Ihr mit einem kernigen Hieb das Zeitgefüge aus der Balance. Saust dann geschwind an gefährlichen Laserbarrieren vorbei, solange diese sich im Schneckentempo bewegen. Doch Nero kann noch mehr: Mit erspielten Erfahrungspunkten kauft Ihr neue Schwerttechniken, Knarren-Upgrades oder Gimmicks wie erhöhte Laufgeschwindigkeit. Wer sich später umentscheidet, darf diese auch wieder verkaufen.

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Max Snake
3. Januar 2025 17:36

Nero’s Devil Bringer hat Laune gebracht. Devil May Cry 4 war mein erstes Playstation 3 auf eine Dual Shock 3 Controller zu nutzen.

Revan
3. Januar 2025 11:25

Obwohl ich Bayonetta liebe, kann ich mit Devil May Cry nur begrenzt was anfangen.

Die deutsche Synchro ist (in den von mir gespielten Teilen) zum fürchten und die Locations wirken – gemessen an der Hexe – einfach trist und zu wenig überdreht. Auch beim Kampfsystem muss man viel mehr Fingerakrobatik betreiben, um viel weniger abgefahrene Sachen auf den Bildschirm zu zaubern. Und allgemein wirkt dieses “punkige” einfach nicht so erhaben wie die himmlischen Engels-Chöre bei Cereza.

Dennoch bin ich der Reihe natürlich dankbar für ihre Existenz, denn ohne sie hätte es Bayonetta wohl nie gegeben.