
Seite 2
Spielerisch orientiert man sich primär am 2D-Vorgänger aus dem letzten Jahrtausend: Jede Figur hat zwei Schläge und zwei Tritte unterschiedlicher Schnelligkeit und Effektivität. Das Ebenen-System früherer Fatal Fury-Episoden kommt hier nur in speziellen Stages zum Einsatz, meist wird ganz klassisch auf einer 2D-Ebene gekämpft. Das ”Tactical Offense Position System” des Vorläufers wurde zum ”Selective Gear Potential – S.P.G. – System”: Vor dem Match entscheidet Ihr, in welchem Drittel Eurer Lebensleiste Ihr Euch über ein paar Stat- und Offensiv-Boni freuen wollt. Zwei Balken unten im Bild bestimmen über den Einsatz der mächtigen Gear-Manöver, das Rev-System ermöglicht erweiterte Angriffe und defensive Manöver, füllt aber ebenfalls eine Leiste: Ist die voll, überhitzt Eure Figur und die Aktionen stehen vorerst nicht zur Verfügung. Man merkt schnell: Diese komplex verzahnten Systeme richten sich an Prügel-Kenner: Während Einsteiger schnell die Grundlagen verinnerlichen und auch vereinfachte Kontrollen angeboten werden, sind gerade die Rev-Aktionen nicht ohne. Bis Ihr die sinnvoll in Euren Kampfstil integriert habt, ist durchaus Übung nötig. Da ist es gut, dass City of the Wolves eben dafür viele komfortable Aktionen bietet.
Auch sonst ist das Spiel gut ausgestattet. Der traditionelle Arcade-Modus ist ebenso mit von der Partie wie lokale Duelle und Online-Matches, die dank Rollback-Netcode ordentlich flutschen. Solisten freuen sich über die ”Episodes of South Town”: In diesem Modus erkundet Ihr die (stilisierte) Stadt, kämpft gegen allerlei Gegner und levelt dabei Eure Figur Stück für Stück auf – hier spielt Ihr auch Farben, Kostüme und anderes frei. In Sachen Akustik fährt SNK genretypisch ordentlich auf: Neben einem neuen Soundtrack ist die komplette Musik-Historie von Fatal Fury und Art of Fighting enthalten, die einzelnen Tracks dürft Ihr den Stages ganz nach Belieben zuweisen.









Wenn‘s mal im Angebot ist…
Ich hätte mehr gehofft.
83 Prozent ist doch ganz ordentlich. Ich denke, das geht in Ordnung. Daß es nicht so genial rüberkommt, wie das Neo Geo-Original, war mir von vornerein klar. Ist bei Street Fighter ja auch nicht anders. Ein Street Fighter Alpha 3 finde ich bis heute auch immer noch genialer, als von der regulären Reihe, die Teile IV, V oder VI. Was aber nicht heißt, daß ich diese schlecht finde. Ganz im Gegenteil.
Mir gefällt der Grafikstil nicht besonders und die bescheuerten neuen Charaktere geben dem Spiel für mich den Rest.