God of War Ragnarök – im Test (PS4 / PS5)

19
13768
Zurück
Nächste

Seite 3

Neben allerhand Echsenwesen, untoten Feuer- und Eiskriegern, Dunkel- und Lichtalben sowie hünenhaften Rittern stellen sich Euch nun auch Odins eigene Einherjar-Soldaten in den Weg, deren Bifröst-Attacken große Teile von Kratos’ Lebensleiste kosten. Zum Schutz schnallt sich Kratos wieder eine Vielzahl von auflevelbaren Rüstungsteilen mit unterschiedlichen Vorteilen um, später gesellen sich auch noch Boni aus einem Zauberamulett dazu. Ausrüstung und Fähigkeiten managt Ihr im immer noch zu verschachtelten Menü, außerdem lasst Ihr Euer Rüstzeug wieder bei den Zwergenschmieden Brok und Sindri aufmotzen.
Genau wie das Heldenduo gewinnen das Hammer schwingende Brüderpaar und alle anderen NPCs merklich an Tiefe. Waren Brok und Sindri 2018 nur lus­tige Sidekicks, erfährt man jetzt mehr über ihre Vergangenheit und erlebt tragische Momente mit ihnen. Das gilt auch für die Antagonisten, die früh im Spiel auftauchen: Sowohl die hasserfüllte Ex-Verbündete Freya, deren Sohn Baldur Kratos und Atreus auf dem Gewissen haben, als auch der so gar nicht an Chris Hemsworth erinnernde Thor (dessen Söhne das gleiche Schicksal wie Baldur ereilte) und der trügerisch freundliche, an einen Mafia-Paten angelehnte Odin offenbaren im Laufe der Geschichte überraschend viele Facetten. Klickt auf jeden Fall optionale Dialogmöglichkeiten an und schlendert immer mal zu Euren Kumpanen rüber, auch wenn kein Knopfsymbol über ihnen aufleuchtet, wenn Ihr Euch in Sindris Haus zur Beratung trefft.

Natürlich wird in Ragnarök nicht nur gehauen und geschwatzt. Immer wieder stehen kleine Rätsel­einlagen auf dem Speiseplan, um einen Weg freizumachen oder eine Truhe zu öffnen. Mal müsst Ihr simpel während eines Zeit­fensters Glocken mit Eurer Axt treffen, mal aber auch Atreus anweisen, geschickt eine Reihe Siegelpfeile zu platzieren, die dann Elemente wie Feuer oder Frost von A nach B übertragen. Meist ist ein gutes Auge gefragt, um des Rätsels Lösung zu entdecken, manchmal fehlt Euch einfach noch die passende Aus­rüstung. Auf dem Schlauch Stehenden helfen Atreus oder Mimir eher früher als später mit Hinweisen.

Die heilige Vierfaltigkeit aus Erkundung, Storymomenten, Kämpfen und Knobeleien balanciert God of War Ragnarök nahezu perfekt aus, wie es auch Uncharted 4 und The Last of Us tun. Die Sony-DNA ist hier unverkennbar. Der Flow stimmt einfach und bevor ein Gefühl von Planlosigkeit oder Langeweile aufkommen kann, tut sich schon wieder etwas auf der Reise der beiden Helden.

Zurück
Nächste
19 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Rudi Ratlos
22. Februar 2023 15:20

Naja, GoW ist ein Action-Adventure, ER ein Open-World-RPG – auch wenn es Überschneidungen gibt, imo absolut nicht vergleichbar.

Nipponichi
22. Februar 2023 14:03

Ich fand beide God of War-Teile hervorragend gemacht. Geschichtlich und auch von der Charakterentwicklung, hat sich sehr viel getan.

So sehr wie ich die beiden Teile genossen habe, dennoch mochte ich die alten Teile, gerade Teil III, immer noch mehr. Hat mir einfach mehr Spaß gemacht. Klar, waren die anders und im Grunde sind die Neuen besser gemacht, dennoch war mir das alte God of War lieber.

PlayingOldKid
22. Februar 2023 11:34

@joja & Supermario6819 freut mich sehr! Wobei ich betonen muss, ich finde GOW Ragnarök durchaus gut, doch finde den Hype und die Wertungen dazu als viel zu hoch.
Der nicht mögliche Vergleich hinsichtlich Spielmechanik zu ER hat nicht mit “eigenem Kram zu tun”, sondern ist einfach nicht möglich! Punkt! Und hinsichtlich Story hast Du Recht, ER muss man sich selber zusammenreimen, tut man dies nicht, passt alles auf einen Bierdeckel. Und nebenbei erwähnt, ich halte ER auch nicht für das perfekte Spiel! Nur eben in vielen Punkten besser als GoW Ragnarök. Atmosphärisch ist mir bei manchen neuen Szenario einfach nur die Kinnlade heruntergefallen, so z.Bsp. beim ersten Betreten der optionalen “Unterwelt!” Bei Ragnarök fühlte sich vieles nach einem sehr guten Addon an. Und hinsichtlich Berserker Kämpfe; da stehe ich nicht alleine mit. Viele empfanden die Kämpfe gegen Svipdagr und denBerserkerkönig als unfair. Ich habe alle auf normal lediglich mit der Axt gelegt. Und vielleicht einmal selber an die eigene Nase fassen, wenn es um das akzeptieren von Kritik zu einem Lieblingsspiel geht. By the way, ich weiß, das Atreue Atreus heißt, doch für mich bleibt es nach wie vor ein unsympathisches Balg! 😉

joia
22. Februar 2023 7:05

erging mir ganz ähnlich.
hinterher dachte ich einmal mehr – dont believe the hype.
das spiel ist nett. mehr nicht.
… was gutes marketing ausmacht!! 😉

Maverick
22. Februar 2023 7:03

Also für mich hatte es genauso wow Erlebnisse wie der Vorgänger, alleine der riesige Wolf fenrir z.b. war mega genial.

Das Balg heißt atreus bzw loki und ist genauso toll ins Spiel intergriert wie Elly in tlou, einzig die Abschnitte in denen man ihn spielt waren recht ermüdend.

Der Schwierigkeitsgrad ist mehr als fair mit der richtigen Ausrüstung sprich Amulett und Runen Sockeln, besonders die Kämpfe gegen die berserker, dem berserker König und der walküren Königin waren herrlich intensiv.
Zur Not stellt man den grad halt runter, Thema erledigt.

Und der ER Vergleich ist durchaus möglich auch wenn es einem nicht in den eigenen Kram passt, oder ein anderer sein Lieblingsspiel beleidigt, sollte man damit imo klarkommen können.
Atmosphärisch, spielerisch sowie musikalisch ist gowR eben doch auf gleichem bzw. ähnlichem Level.

Alleine schon wegen dem öden Baukasten Editor Charakter der vom Profil/Geschichte auf eine Briefmarke passt hätte ich schon keine Lust auf ER, da fehlt mir die immersion mit dem Charakter mitfühlen zu können. Da hab ich ein gowR mit Kratos, Atreus, mimir und Freya zig mal lieber.

Supermario6819
21. Februar 2023 20:47

PlayingOldKid

Gefällt mir was du geschrieben hast und gibt meine Meinung zu dem Spiel fast zu hundert Prozent wieder.

PlayingOldKid
21. Februar 2023 17:47

Ich fand Ragnarök gut, hatte meinen Spaß, mehr nicht. Das Wow und Spielerlebnis des 2018er GoW erreicht es zu keiner Zeit. Zudem ging mir das Balg relativ oft auf den Sack, jaja ich weiß aus dramturgischen Gründen musste es wohl so sein. Dazu finde ich den Schwierigkeitsgrad der optionalen absolut als zu hoch und in 2 Kämpfen auch als unausgewogen und unfair. Auch wiederholen sich fortwährend die Mini Bossfights und ich fühlte mich an das “Abgrasen” anderer Open World Spiele erinnert. Ich erhoffe mir von Ägypten auch aufgrund des neuen Settings wieder vermehrt Wow Effekte. Dieses Spiel auch nur ansatzweise mit Elden Ring zu vergleichen empfinde ich als abenteuerlich. 1.) zwei komplett unterschiedliche Genres und 2.) atmosphärisch, spielerisch und musikalisch kann GoW nicht ansatzweise ER das Wasser reichen.

Max Snake
21. Februar 2023 11:30

Warum solltet Kratos wieder wütend sein? Das passt null zur Charakter – Entwicklung.

dunklertempler
21. Februar 2023 10:04

Wird wohl eher die Story vom Sohnemann weitergesponnen.

Lincoln_Hawk
21. Februar 2023 9:28

Bin total gespannt wie der neue Teil wird
Vielleicht bringen die Entwickler ja den alten Kratos zurück im ägyptischen setting ohne Kinder..

Le_Fuldo_X
20. Februar 2023 22:10

mostly with @Max Snake

Und… Oli hatte recht.
Ausweichrolle mit Doppelklick ist keine feinere Kampfmechanik.
(eure ‘Lieblingsspielwiese’ steht)

Lincoln_Hawk
20. Februar 2023 19:00

Der 2018er hat mich nie wirklich abgeholt war aber auch nicht schlecht.
Persönlich war Teil 3 für mich oder besser ist das gow Spiel schlecht hin

dunklertempler
20. Februar 2023 17:52

Story und Dialoge fand ich top.
Die Welt leider nur so zur Hälfte.
Die Figuren sind alle super geschrieben und auch der Umfang ist genau richtig.
Mehr richtige Bosskämpfe wären auch toll gewesen.
Das Ende ist auch wieder so mäh.

KVmilbe
20. Februar 2023 17:32

Grandioses Game, der verletzliche Kratos gefällt mir gut nach allem was der Gute durchgemacht hat. Aber ich hätte auch gerne wieder einen klassischen Teil, oder ein Dantes Inferno Remake. Irgendwas episches in dem Stil eben.

20. Februar 2023 17:26

Ganz ehrlich… Ich vermisse die “alten” GoW Teile! 🫣
Werde mit dem Reboot einfach nicht warm. Mir fehlt der immer miesgelaunte und pimpernde Kratos alter Schule!
Versteht mich nicht falsch, das hat nichts mit der Qualität der Reboot GoW – Spiele zu tun… die sind schon famos…. aaaaaaber…. jo, ist nicht mehr mein Kriegsgott 😢

Maverick
20. Februar 2023 17:24

Mich hat ER von Anfang nicht gejuckt da hatten drei andere open world titel bei mir Priorität gehabt im letzten Jahr. Und der Tobias Kommentar hat’s bei mir eigentlich voll auf den Punkt gebracht. Aber egal.

GowR hat mich auch von Anfang an wieder begeistert, alleine Thor war der lattenknaller schlechthin, oder auch der geniale epische Kampf gegen die Ober Walküre und die Grafik auf der ps5 war der Wahnsinn.

Rudi Ratlos
20. Februar 2023 16:01

Fand den dauernden Vergleich zwischen ER und GoW im Test etwas müßig – imo Äpfel und Birnen 🤷‍♂️
Aber naja, die Woche kann ich endlich auch mal reinspielen, bin auf jeden Fall gespannt.

20. Februar 2023 14:13

Mein Spiel des Jahres!
Elden Ring habe ich wie Tobias gelangweilt abgebrochen….warum sollte und wollte ich nochmal weiter spielen? was war meine Motivation? Keine Ahnung.
Für mich war es jedenfalls nichts. Wird es wahrscheinlich auch nie sein.

God of War R. hingegen habe ich so durchgehauen. 😉
Die Kämpfe spielen sich wuchtig, die Inszenierung ist top, die Größe genau richtig,
die Charaktere sehr gut geschrieben, die Story gut und alles zusammen sehr stimmig.
Man merkt die Arbeit in diesem Projekt und wirkt von vorne bis hinten sehr fertig.
Das ist so selten heute der Fall bei den meisten Spielen.

Max Snake
20. Februar 2023 13:37

Was für eine tiefe Story zwischen Vater und Sohn. Kämpfe machte wieder Spaß und leider merkt man die Standard Gegner vor. Auch auf beeindrucken Kulisse wie von 2018 kam es wenige vor. Trotzdem ist God of War: Ragnarök eine der Highlights 2022.