Half-Life – im Klassik-Test (PS2)

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Doch nicht nur das absurde Gruselkabinett kommt Euch bei der Flucht durch den verwinkelten Komplex in die Quere – Spezialeinheiten der Armee, von denen Ihr und die NPC eigentlich angenommen hatten, dass sie dem Irrsinn ein Ende bereiten, machen Jagd auf Überlebende. Sprengfallen, Selbstschuss­anlagen, schwer bewaffnete Hubschrauber, MG-Nester und verschanzte Elitesoldaten sollen verhindern, dass die Öffentlichkeit etwas von dem bedrohlichen Zwischenfall mitbekommt. Doch sie haben weder mit Eurer Zähigkeit noch Cleverness gerechnet…

Zum Glück lässt das verfügbare Arsenal keine Wünsche offen: Beginnt Ihr zu­nächst nur mit einem Brecheisen (das Euch allerdings stets gute Dienste bei der Zertrümmerung von Kisten, Gittern oder Glasscheiben leistet), so habt Ihr schon nach kurzer Zeit eine dicke Palette an Feuerwaffen gehortet. Die meis­ten bieten zwei Feuermodi, die Ihr über R1 bzw. R2 auslöst. So verwendet Ihr je nach Situation das Sturmgewehr als ratternde Bleispritze bzw. durchschlagenden Granatwerfer, mit der High-Tech-Armbrust lassen sich dank zuschaltbarem Scharfschützenzoom die Bolzen exakt und tödlich ins Ziel bringen. Auch zu taktisch verwendbarem Gerät wechselt Ihr über das Digikreuz: Mit Handgranaten lassen sich stark befestigte Geschütze außer Gefecht setzen, Sprengfallen erledigen eine ganze Welle anstürmender Gegner. Sogar Alien-Inventar wie ekelhafte Explosivkäfer bekommt Ihr an die Hand. Hilfreich gestaltet sich die Autozielfunktion: Ist das Fadenkreuz nahe einem Gegner, so schaltet Ihr es durch Knopfdruck auf diesen und deckt ihn mit einer Salve ein.

Neben Munition und Waffen finden sich in verlassenen Büros, düsteren Ecken oder zertrümmerten Kisten auch Medi-Paks und Energiezellen für Euren Schutzanzug. Hie und da trefft Ihr zudem auf Ladestationen, die Euch Lebenskraft injizieren oder Eure Rüstung auffrischen. Richtiggehende Rätsel erwarten Euch zwar nicht, gerade beim Ausschalten mächtiger Alien-Zwischenbosse ist neben Geschick aber auch Grips gefragt. So vernichtet Ihr ein dreiköpfiges Biest in einer Brennkammer erst durch Finden bzw. Anschalten eines Generators sowie Zuführung von Treib- und Sauerstoff, ein anderes Monstrum wird in einer Stromfalle gegrillt.

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MadMacs
3. November 2020 14:17

Die Dreamcast Version gab es irgendwann mal ziemlich fertig im Internet.

Heisenberg
2. November 2020 16:12

Ja gibt ein Remake, aber nur für PC. Und wird aktuell immer noch verbessert.

Sanftmut
2. November 2020 16:07

Ich gehörte auch zu den Dreamcast Anhängern die auf den letzten Drücker leer ausgingen. Ein paar Jahre später hab ich’s dann auf der PS2 nachgeholt und trotz leicht angestaubter Technik und Robotern statt Marines war’s großartig!
Ein aufwändig gestaltetes Remake würd’ ich gerne spielen.
Gibt’s da nicht dieses Black Mesa Remake? Oder war das “nur” so ‘n Fan Remake für PC?

Heisenberg
2. November 2020 15:41

War schon cool. Hatte es auch, aber nie beendet. Lag wohl wieder an den wabbeligen Sticks des Dual shock.
Der 2te war noch besser.
Wie wär es den mal mit einer Collection, mit allen Spielen für die Nextgen.