Headlander – im Test (PS4)

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Es wird geköpft im Akkord. Aber alles halb so schlimm: Als (einziger?) Überlebender der menschlichen Rasse wohnt Euer Kopf in einem Raumfahrerhelm, der mit Düsen durch die Lüfte schwebt, eine Raumstation erforscht und mit einem Sauger die Schädel von Robotern rupft. Dockt Ihr am Torso an, dürft Ihr die Umgebung zu Fuß erkunden, Teleporter benutzen, Türen öffnen (sofern Euer aktueller Körper die entsprechende Zugangsberechtigung besitzt), schlagen und auch ballern. Bestimmte Areale erreicht Ihr aber nur in Kopf-, Hunde- oder Staubsauger-Roboter-Form. Gesammelte Upgrade-Punkte investiert Ihr u.a. in mehr Schub, größerer Saugerreichweite oder schnellerer Regeneration der Lebensenergie.

Das klingt nach einem originellen Ansatz für ein Metroidvania-Spiel, scheitert aber am fehlenden Einfallsreichtum. Meist lauft Ihr nur von einem Ende zum anderen (selten hatte ein Spiel mehr Backtracking), überlebt oftmals chaotische Feuergefechte (mitunter geplagt von massiven Slowdowns) und sucht den passenden Körper, der eine bestimmte Tür öffnet. Grafisch ist das Spiel nett gemacht, musikalisch halbwegs originell.

Oliver Schultes meint: Dass mir kurz vor dem Ende ein Gamebreaker (”Ohne entsprechendes Extra kommst du hier nicht durch!”) das Spielerlebnis versaut, hatte ich lange nicht mehr. Davor habe ich mich bereits über ewige Laufwege, chaotische Schießereien, sensible Kontrollen und repetitive Aufgaben geärgert. Körper suchen und dann von Punkt A nach Punkt B geleiten oder als Nebenmission mal einen Hund zum Blech-Frauchen zurückbringen – das langweilt schnell und lässt die coole Kopfandock-Idee verkommen. Wen das nicht stört und ein Metroidvania mit liebevoll-witziger Optik samt ordentlicher Sci-Fi-Atmosphäre sucht, riskiert den Kopf… ähem… einen Blick.

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Singleplayer50
Multiplayer
Grafik
Sound
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