Kirby Air Riders – im Test (Switch 2)

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Da passt es auch, dass nicht wenige der Strecken spektakulär anzusehende Achterbahn-Passagen auftischen, bei denen Übersichtlichkeit nicht unbedingt angesagt ist. Das war früher schon so und die Steuerung bleibt (nahezu) gleich: Gas gegeben wird automatisch, für fast alles andere wird nur ein Knopf genutzt, Wirbel­attacken löst Ihr durch Rütteln am Analogstick aus (oder optional via Bewegungserkennung), während ­Boost- und Driftaktionen aufgeladen werden, was kurze Bremspausen bedingt. Kurzum: Die Hand­habung mag simpel erscheinen, ist aber gewöhnungsbedürftig.

Jenseits der Rasereien wartet der ”City Trial”, laut Sakurai der eigentliche Hauptmodus des Spiels. Hier wuselt Ihr fünf Minuten lang mit bis zu 15 CPU- oder Online-Rivalen durch eine frei erkundbare Stadt, sammelt leistungsverbessernde Extras ein, beharkt Euch gegenseitig und tretet danach zu einem von diversen kurzen Minispielen an, bevor es ohne Pause zum nächsten Durchgang geht. Dass viele schrullige Ideen und Details eingebaut wurden, steht außer Frage. Aber je nach Sichtweise lässt sich das Geschehen als heilloses Kuddelmuddel oder schier grenzenlose Wundertüte einordnen. Klarere Strukturen hat der ”Road Trip”, bei dem Ihr mit dem Helden Eurer Wahl kapitelweise verzweigende Pfade entlangfahrt und alle paar Meter zwischen drei Herausforderungen wählt, die in Häppchenform die verschiedenen Aufgabentypen der anderen Spielvarianten wiederverwerten. So bessert Ihr nach und nach Eure Werte auf, schaltet Videoschnipsel frei, mit denen die Hintergrundgeschichte des Air Riders-Mythos erzählt wird, und bewältigt am Ende ein imposantes Bosskampf-Finale.

Damit erst gar nicht der Eindruck aufkommen kann, dass ­irgendwie zu wenig geboten wird, bekommt Ihr ständig nebenher kleinere und größere Belohnungen aufgetischt, wenn Ihr entweder zufällig oder gewollt Hunderte Miniaufgaben erledigt. Neben rein kosmetischen Gimmicks sind auch einige Strecken, Fahrer und Gleiter nur so für alle Modi zu kriegen. Welche Bedingungen was freischalten, lernt Ihr aber erst nach und nach. Darum kann es im ungünstigen Fall eine ganze Weile dauern, bis Ihr zum Beispiel Euren Wunschfahrer aufgespürt habt. Auch sonst finden sich an allen Ecken und Enden liebevolle und teils überraschend aufwendig gemachte Details und Aktivitäten, mit denen man Zeit verbringen kann.

An einem zentralen Punkt ändern diese Beschäftigungen aber alle nichts: ”Kirby Air Riders” ist ein kurioses Sammelsurium, das man entweder richtig oder kaum mag. Da fällt ein eindeutiges ­Urteil schwer.

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Max Snake
3. März 2026 9:46

Weil Kirby Air Riders eigenwillige Racer ist und einige Modi nicht so zündet?

Nipponichi
3. März 2026 9:15

Ich habe von dem Spiel gar nichts großartig angeschaut und einfach mal gekauft. Den Vorgänger auf dem Gamecube hatte ich mal bei unserem örtlichen Mediamarkt angezockt. Fand ich damals ganz cool soweit, aber gekauft hatte ich es nicht.

Der neue Teil hier, muß ich aber sagen, zündet irgendwie nicht so wirklich bei mir. Ich weiß nicht, ich finde das Spiel jetzt auch nicht sooo gut. Ich sage nicht, daß es schlecht ist, aber der große Krache wie ein Mario Kart ist es halt einfach nicht. Das liegt aber nicht daran, daß es Kirby ist, sondern einfach wie es rüberkommt.

Whitebeard91
2. März 2026 14:22

Wenn man berücksichtigt, dass Sakurai eigentlich ein Garant für Qualität ist und wie viel Material im Voraus zum Spiel gezeigt wurde, um etwas Tamtam zu machen, dann sind die 70% doch recht ernüchternd.
Ich habe aber auch nicht erwartet, dass das Spiel ein Oberkracher wird

Max Snake
2. März 2026 14:08

Air Rider kenne ich schon auf den Gamecube vor 22 Jahre aus diverse Print Magazin und eher keine Interesse fand. Ähnlich gilt auch für den Nachfolger auf den Switch 2.