Lego Harry Potter: Die Jahre 5-7 – im Test (360)

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Die Veröffentlichungsfrequenz der Lego-Spiele ist zum Bauklötze staunen: Lego Harry Potter: Die Jahre 5-7 ist 2011 bereits das dritte seiner Art – nach Lego Star Wars III und Lego Pirates of the Caribbean, 2012 folgt übrigens Lego Batman 2: DC Super Heroes.

Doch damit einhergehende Ermüdungserscheinungen des im Wesentlichen stets identischen Spielprinzips sollten Potter-Fans nicht abschrecken, denn sie erwartet eine liebevolle Adaption der letzten vier Kinofilme, garniert mit vereinzelten Anleihen aus den Romanen. Wie beim Vorgänger überwiegen Simpelrätsel und Sammelei vor Kämpfen, wie sie bei den Klötzchen-Kollegen zur See oder im All die Regel sind. Gefechte mit Dementoren und Todessern sind rar, Kampfzauber packt Ihr meist nur in speziellen Situationen aus, etwa im Duellierclub des Phönix-Ordens oder in Schlüsselszenen.

Die meiste Zeit zerdeppert Ihr Bauklotzinventar vor bekannten Kulissen voller mehr oder minder offensichtlicher Geheimnisse. So sammelt Ihr unzählige Legosteine, die als Währung dienen, schaltet dabei neue Charaktere frei, spürt besondere Steine, Zauberhüte und vieles mehr auf, wofür Ihr die einzelnen Abschnitte mehrmals besuchen müsst. Zum Weiterkommen nutzt Ihr charakterspezifische Vorzüge der wechselnden Mitglieder Eurer Begleitergruppe. Dudley Dursley beispielsweise ist stark und öffnet Tore, Hermine hat ein schlaues Buch dabei und löst simple Beobachtungsrätsel, Luna spürt per Zauberbrille spezielle Objekte auf und Harry macht sich per Umhang unsichtbar. Zusätzlich erlernen unsere Helden bis zu sieben Zauber, darunter auch neue wie die unverzeihlichen Flüche.

Auf Heimkonsolen sind die storyrelevanten Spielabschnitte wie im Vorgänger verbunden durch ein weitläufiges Hogwarts voller Zusatzaufgaben, der Geist ’Fast Kopfloser Nick’ weist den Weg zum nächsten Einsatz. Die Kehrseite dieser konsistenten Welt: Es ist nicht immer offensichtlich, ob ein Level bereits begonnen hat, obendrein müsst Ihr die Story in vorgegebener Reihenfolge spielen, nicht zuletzt, weil die Zauberfertigkeiten aufeinander aufbauen. Andere Lego-Spiele erlauben hingegen, einzelne Filme in beliebiger Reihenfolge nachzuspielen.

Dafür stimmt hier die Technik: Ruckler bleiben aus und Tearing bleibt bei deaktivierter Bewegungsunschärfe ein seltener Gast. Abgesehen von der Bildauflösung ist es zudem egal, ob Ihr zur Wii-Version oder einer HD-Variante greift, denn die Kontrollen sind gelungen und Übersichtsprobleme selten.

+ starke Lizenzen
+ viel zu entdecken
+ setzt auf bewährte Stärken
+ toller Zweispieler-Modus

– kaum neue Ideen
– Geschichte ohne Kenntnis der Vorlage nicht nachvollziehbar

Michael Herde meint: Teil 1 begeisterte mich durch mehr Rätsel und weniger Action als andere Lego-Spiele. Das Rezept diesmal ist identisch, frische Ideen sind dabei aber Mangelware. Die schicken, vielseitigen Schauplätze bestehen für meinen Geschmack zu wenig aus Legosteinen und die weitläufige Hogwarts-Oberwelt habe ich schon im Vorgänger erkundet. Trotz enormer Ermüdungserscheinungen mag ich das Konzept der Lego-Spiele aber immer noch – vom befriedigenden Klang gesammelter Steinchen über die vielen verschachtelten Aufgaben und Geheimnisse. Die Handheldfassungen spielen sich ebenfalls gut, vereinzelt erweist sich die Einblendung kontextsensitiver Kommandos aber als störrisch. Die DS-Version bleibt durch pixelige Videos und häufige Ruckler im Spiel auch in technischer Hinsicht hinter ihren Geschwistern zurück.

Nichts Neues an der Lego-Front: Wer Teil 1 liebte, schätzt auch die Steinchen-Adaption der vier letzten Potter-Filme.

Singleplayer78
Multiplayer
Grafik
Sound
Meerjungfraumann
I, MANIAC
Meerjungfraumann

schade, ich dachte humor wäre eines der hautmerkmale von lego spielen. anscheined nimmt sich das spiel aber ernst.