
Meinung
Michael Herde meint: Ein audiovisueller Kracher der Extraklasse! Lost Planet ist zweifelsohne ein Spektakel, an dem es in technischer Hinsicht kaum etwas zu meckern gibt, obwohl die Texturen einen Tick schlechter aussehen als in Epics Locust-Ballerei. Spielerisch hingegen werden mir ein paar Design-Entscheidungen vorgesetzt, die ich nicht ohne Weiteres nachvollziehen kann. Ich verzeihe Capcom, dass die Taschenlampe überflüssig ist und der Ankerhaken nicht ausgereizt wird. Problematischer wird es aber, wenn Ihr von einem Raketenwerfer unter Beschuss genommen werdet: Der komplette Bildschirm ist sekundenlang voller Rauch und Ihr seht weder Eure Spielfigur, noch den Gegner. Bis sich der Bildschirm dann endlich geklärt hat, werdet Ihr erneut getroffen. Das ist unfair! Auch bei den Endgegnern wäre mehr drin gewesen – taktisches Vorgehen ist nur selten nötig. Leider wird auch die Geschichte um die Besiedelung eines unwirtlichen Planeten etwas holprig erzählt, teils äußerst dämliche Dialoge sorgen für unfreiwillige Komik. Lost Planet lebt aber von den effektlastigen Schießereien, und die sind während der kompletten Spieldauer sehr unterhaltsam!
Matthias Schmid meint: Für mich ist Lost Planet ein klarer 90%-Titel! Denn sowohl in spielerischer als auch optischer Hinsicht ist die Polar-Action kaum zu toppen. Zockt Ihr Capcoms Effektgewitter auf einer ausreichend großen HD-Glotze, kommen jedem Action-Fan die Tränen: Solch atemberaubende Explosionen, Feuer- und Raucheffekte habt Ihr noch in keinem Videospiel gesehen. Wenn Ihr im ‘Vital Suit’ mit zwei Raketenwerfern bewaffnet des Nachts eine komplette feindliche Mech-Staffel vom Bildschirm pustet, wetteifern Feuersbrünste, plastische Rauchsäulen und herrliche Lichteffekte um Eure Aufmerksamkeit – dass darunter die Übersicht leidet, trägt für mich nur zur Intensität der Schlacht bei. Besonders bemerkenswert ist der nahtlose Übergang zwischen der Steuerung des menschlichen Helden und der toll modellierten Kampfroboter: Zum einen braucht Ihr nicht umzudenken, zum andern fiel die Kontrolle der Stahlmonster erfreulich intuitiv aus. Gut, den menschlichen Gegnern hätte eine Portion zusätzliche KI nicht geschadet. Schließlich runden aber bombastische Bossfights und ein klasse Waffen-Wechsel-System den recht kurzen Must-Have-Titel ab.
Janina Wintermayr meint: Ich kann mich Matthias’ 90%-Euphorie nicht anschließen. Sieben Stunden (so lange brauchen geübte Zocker für den Story-Modus) hat mich Lost Planet gut unterhalten. Allerdings war die Motivation zu Beginn deutlich höher: Wo sich anfangs Fußmärsche und Mech-Einsätze in schicker Schneelandschaft abwechseln, geht’s nacher fast nur noch mit den Kampfpanzern durch braunes Vulkangebiet. Die Steuerung ist an sich gut gelungen, doch hätte ich einige Verbesserungsvorschläge: Weg mit der überflüssigen Taschenlampe und der 90-Grad-Drehung und stattdessen ein Ausweichsprung, den ich mit einem Knopf ausführen kann. Auch finde ich es nicht optimal, dass mir beim letzten Bosskampf ein neues Kontrollschema vorgesetzt wird – und das ohne Eingewöhnungszeit.









Habe 1&3 durch gespielt gehabt so schlecht fand ich teil 3 nicht
Fand das seinerzeit technisch sau beeindruckend und die Engine von Capcom war schon ziemlich potent. War gegen Ende auch recht knackig.
Bei Teil 2 fehlte dann ein wenig der Wow-Effekt, aber der Multiplayer war spitze.
Helldivers 2 erinnert mich ein wenig an Lost Planet. Ka wieso…
Hab alle 3 Teile hier und will auch irgendwann auf den Eisplaneten ich weiß das teil 1 der beste ist aber mal schauen
Das bessere 3D Metal Slug.
Feines Spiel. Die Rauch-Effekte waren damals so was von genial gemacht.
Toll geschriebener Test zu einem grandiosen Spiel! Tolle Zeit damals! Hab das letztes Jahr versucht zu beenden und bin bei einem Boss nicht weitergekommen. Muss ich jetzt wohl nochmal ran…