Lovers in a Dangerous Spacetime – im Test (XOne)

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Obwohl der vermeintlich romantische Titel und das dazugehörige neon-pastellige Farbschema von Lovers in a Dangerous Spacetime den Eindruck eines gefälligen Weltraumausflugs für jedermann vermitteln mögen, könnte die Wahrheit nicht weiter entfernt sein. Um im Kampf gegen die Anti-Liebe zu bestehen und in vier Galaxien gefangene Kameraden zu befreien, braucht Ihr jede Menge Geschick und vor allem Koordinationsvermögen. Denn das kuriose Kugelraumschiff, mit dem Ihr die Umgebungen erkundet, ist mit Stationen für Antrieb und Schildmechanik, vier Geschützen und noch mehr bestückt – allerdings könnt Ihr immer nur eine Funktion auf einmal bedienen. Weil der Einsatz alleine gar nicht machbar ist, haben Solisten ein KI-Haustier an Bord, das sich per Joypad-Kommandos dirigieren lässt und alle Stationen außer der des Piloten einnehmen kann – die Rolle bleibt Euch überlassen, was angesichts der indirekten Lenkung (Ihr zündet eine Düse, die an der Außenhülle des Schiffs entlang rotieren kann) nachvollziehbar ist. Das halbautomatische Teamwork funktioniert durchaus gut, ist aber immens stressig. Lovers lässt keinen Zweifel daran, dass man sich einen menschlichen Mitstreiter organisieren sollte – was leider nur offline möglich ist. Dann aber entfaltet der Weltraum-Ausflug seine ganze Stärke, zumal es an Herausforderungen und Abwechslung nicht mangelt: Laserbarrieren, immer wieder neue Gegner, Solarwinde und viele andere natürliche Hindernisse sorgen ebenso wie verschiedene freispielbare Raumschiffe dafür, dass Lovers nicht langweilig wird.

Ulrich Steppberger meint: Lasst Euch vom herzigen Design nicht täuschen: Der Lovers-Weltraumtrip ist eine fordernde Angelegenheit, die reichlich Geschick und vor allem Koordinationsvermögen verlangt – das gilt selbst dann, wenn Ihr Euch mit einem eingespielten Partner zusammentut. Dann entfaltet sich aber der ganze Reiz der abwechslungsreichen Reise im Kugelraumschiff, die immer wieder mit neuen Elementen frische und überraschende Situationen entstehen lässt. Der ungewöhnliche Grafikstil und die passende Sounduntermalung runden das positive Bild gelungen ab. Auch für Solisten ist dank kluger KI-Unterstützung reichlich Spaßpotenzial vorhanden, allerdings müsst Ihr dafür gute Nerven haben: Das ohnehin nicht leichte Spiel wird durch das dann erforderliche Multitasking knackig bis fast zur Schmerzgrenze.

Intelligente Weltraum-Koop-Action: im Team klasse, alleine arg knackig.

Singleplayer8
Multiplayer
Grafik
Sound
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