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| Spiel: | Metal Gear Acid 2 |
| Publisher: | Konami |
| Developer: | Konami |
| Genre: | Strategie |
| Getestet für: | PSP |
| Erhältlich für: | PSP |
| USK: | |
| Erschienen in: | 7 / 2006 |
Schon ein halbes Jahr nach seinem ersten Kartenspiel-Abenteuer (MAN!AC 10/05) muss Solid Snake erneut an die Front: Ein Wissenschaftler hat sich in einem Industriekomplex verschanzt und droht mit dem Einsatz nuklearer Waffen, falls die USA nicht innerhalb weniger Stunden seine Terrorkumpels freilassen. Das kann sich die mächtigste Nation auf Erden natürlich nicht bieten lassen – also rückt Snake mit seiner neuen Freundin Venus aus, um dem Treiben Einhalt zu gebieten. Dabei steuert Ihr das Duo rundenweise durch Höfe, Hallen und Treppenhäuser: Die neuen Levels sind verwinkelter als ihre Vorgänger und bieten dem Konami-Spion jede Menge Deckung, dank der er seine Feinde oftmals auch umschleichen kann.
Das ist auch nötig, denn Schleicheinsätze und Schutzaufgaben fungieren jetzt nicht nur als Bonusmission, sondern sind Teil der Handlung. Verbessert hat Konami aber vor allem das Manöversystem, bei dem sich fatale Fehltritte leichter vermeiden lassen: Im Gegensatz zum Vorgänger braucht Snake keinen eigenen Spielzug, um sich auf den Boden zu legen, an Wände zu lehnen oder sich umzudrehen. Außerdem beherrscht er jetzt den ‘Close Quarter Combat’ (CQC), mit dem er seine Widersacher betäubt oder gar endgültig niederstreckt. Im Detail entdecken Kenner weitere praktische Verbesserungen: So nehmt Ihr die Söldner jetzt mit einem Zielkreis manuell aufs Korn und lenkt so das Feuer wahlweise auf einen oder mehrere Gegner. Mit diesen neuen Eigenschaften könnt Ihr besser auf Überraschungen reagieren und Euch auch ohne Waffenkarte wirkungsvoll zur Wehr setzen. Alle weiteren Aktionen klappen wie im Vorgänger mit Spezialkarten: Jedes Exemplar lässt sich wahlweise zum Vorrücken nutzen oder ausspielen. Dann greift Ihr mit Sturmgewehr, Stinger und Granaten an, legt Fallen und nutzt diverse Spezialtalente wie Doppelangriff, Verwirrer und Supersprint. Die insgesamt 500 Karten findet Ihr in den Levels und im eingebauten Laden: Ihr mischt eigene Decks, aus denen Ihr dann im Einsatz zieht.
Auch grafisch überrascht der Konami-Spion mit innovativen Verbesserungen: Die neue Cel-Shading-Optik verpasst dem Abenteuer ein sympathisches Comic-Flair. Wer außerdem die beiliegende Kartonbrille zusammenfaltet und aufs PSP-Gehäuse steckt, darf Spielgrafik und Handlungsszenen mit neuartigen 3D-Effekten genießen – das etwas klapprige Gestell eignet sich aber vor allem für den häuslichen Gebrauch, in Bahn und Bus geht es leicht zu Bruch.








