Metroid: Samus Returns – im Test (3DS)

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Hierbei hilft die zweite Neuerung, die sich aus der aktuellen Hardware speist: Dank Analogschieber und linker Schultertaste schießt Ihr frei in alle Richtungen – eine Laserzielhilfe unterstützt Euch dabei. Wollt Ihr statt Eures Beams Raketen abfeuern, wird es kontrolltechnisch aufwendiger: Es müssen zusätzlich die rechte Schultertaste und der Y-Button gedrückt werden; später wird es noch diffiziler, wenn Ihr via Grapple Beam wie Spider-Man von einem markierten Stein zum nächsten schwingen sollt. Hektisches Agieren und diverse Doppelbelegungen führen dabei schon mal zu Frust, insgesamt (und vor allem nach ein paar Stunden Eingewöhnung) geht die komplexe Steuerung aber gut von der Hand. Apropos Hand: Auf der detaillierten und ebenfalls neuen Automap dürft Ihr per Stylus selbst verschiedenfarbige Marker setzen, die Euch das Auffinden bestimmter Punkte (zum Beispiel noch nicht erreichbare Geheimräume) erleichtert.

Ergänzt wird das Zurechtfinden in den verwinkelten, mit Aufzügen und Teleportern ­(beide neu!) versehenen Höhlen vom Scan-Impuls: Der gehört wie drei weitere Fähigkeiten zu den frischen ­Aeion-Kräften. Habt Ihr ausreichend Aeion-Energie (die Ihr Euch von Feinden oder speziellen Ladestationen holt) verfügbar, macht ein solcher Scan die ­Levelstruktur und wichtiges Interieur wie ­Speicherstationen und nicht erhaltene Items auf der Karte sichtbar.

Wo wir schon über wichtige Orte sprechen: Gut versteckt und oftmals nur über weite Umwege ­erreichbar liegen die Chozo-Statuen. Die halten für Samus Upgrades bereit, die den weiteren Weg in die Eingeweide des Planeten SR388 ebnen. Aus dem Morph Ball wird so beispielsweise der Spring Ball, aus dem Standard-Power-Beam der Wave Beam und aus dem normalen Raumanzug der Varia Suit, der vor Hitze schützt. Darüber hinaus erweitert Ihr mit Power-ups ­Lebens- und Aeion-Energie sowie die Raketen-Tragekapazität. Schließlich helfen Euch noch vier Metroid-bezogene amiibos, unter anderem mit einem extra ­Energietank und dem Markieren von Metroid-Aufenthaltsorten.

Metroid: Samus Returns ist trotz aller ”Hilfen” ein Old-School-Abenteuer, wie es im Buche steht. Hängt Ihr an einer Stelle, weil Euch ein bestimmtes Upgrade oder der letzte ­Metroid eines Abschnittes fehlt, heißt es Ende Gelände. Ihr bekommt nicht auf Knopfdruck die Lösung eingeblendet oder sie gar wie in einigen anderen Nintendo-Titeln vorgespielt. Das kann an einigen kniffligen Stellen frustrieren, ist aber ähnlich wie bei den ”Souls”-Spielen extrem befriedigend. Apropos extrem befriedigend: Grafisch und akustisch haben wir nichts zu meckern!

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