Mortal Kombat Armageddon – im Klassik-Test (PS2)

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Nicht nur Xbox-Zocker plagt angesichts der PS2-exklusiven Europa-Veröffentlichung eine gewisse Endzeitstimmung. Auch die Götter zeigen sich ob der jüngsten Entwicklung Ihrer Mortal Kombat-Turniere besorgt: Zu viele Kämpfer bedrohen die Stabilität aller Reiche. Also ersinnen die ‘Elder Gods’ einen wohlfeilen Plan, wie dem imminenten ­Armageddon beizukommen sei.

Mit der größten Kämpferauswahl aller Zeiten ist es an Euch, in der letzten PS2-Episode der berühmt-berüchtigten Blutfehde für Ordnung zwischen den Welten zu sorgen. Satte 62 Recken stehen in Mortal Kombat Armageddon zur Auswahl. Damit sind nahezu alle Charaktere des MK-Universums vertreten, außer Motaro dürft Ihr diesmal sogar sämtliche Endbosse selbst steuern.

Die Veränderungen zum Deception-Vorgänger gestalten sich ambivalent: Beim traditionellen Duell wurde ein Kampfstil gestrichen, ebenso weisen Eure Raufbolde keine unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade mehr auf. Dadurch steuern sie sich einsteigerfreundlicher, aber auch ähnlicher. Während der Keilereien greift Ihr mittels Schultertaste jederzeit auf ­Säbel, Hammer oder Keule zurück, um Euren Opponenten einzuheizen. Gewichen sind indes die ellenlangen Kombos der Vorgänger, stattdessen führt Ihr nun vernichtende Angriffskombinationen in der Luft aus.

Neben dem klassischen Beat’em Up hat Entwickler Midway wieder haufenweise Extras auf den Silberling gepackt: Der rundum verbesserte ‘Eroberungs’-Modus orientiert sich deutlich am MK-Ableger Shaolin Monks: Die unterhaltsam erzählte Geschichte verbindet hektische Massenschlägereien mit einem Hauch Geschicklichkeit und Grübelei. Euer Held Taven greift auf allerlei Spezialangriffe zurück und beherrscht diverse ‘Fatalities’. Spielt außerdem unzählige Boni frei und stockt Euer Konto auf, um in der ‘Krypta’ Filmschnipsel, Kostüme oder Charakterstudien freizuschalten. Auf der Suche nach Abwechslung fahrt Ihr in ‘Motor Kombat’ um die Wette: Schubst Euch zu zweit oder online mit bis zu acht Spielern gegenseitig von der Fahrbahn oder beharkt Euch mit typischen Spezialattacken.

Individualität wird im neuen Mortal Kombat-Ableger groß geschrieben: Mit genügend Kleingeld in der Tasche schickt Ihr im Charakter-Editor Muskelberge und brustlastige Furien zu Friseur und Schneider oder zum Körpertuning. Wählt einen individuellen Kampfstil, garniert ihn mit passendem Prügel und Spezialmanövern und schmeckt das Ergebnis mit Namen, Siegerpose und illustrem Lebenslauf ab.

Weiteres Novum: Sobald das beliebte ‘Finish him/her’ ertönt, löst Ihr bis zu zehn derbe Kombos hintereinander aus, um Euren Widersacher Stück für Stück fachgerecht zu zerteilen. Alternativ greift Ihr auf das übliche ‘Fatality’-Repertoire zurück. mh

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