Mortal Kombat: Shaolin Monks – im Klassik-Test (PS2 / Xbox)

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Serienfans freuen sich über ein Wiedersehen mit den hungrigen ­Bewohnern des lebenden Waldes, prügeln sich vor der liebgewonnen Portalkulisse oder durchqueren die lebensfeindlichen Gefilde des Säuresees. Natürlich darf ein Besuch im ewigen Feuer der Netherrealm ebensowenig fehlen wie ein Showdown in Shao Kahns Arena oder Kitanas ­Himmelsresidenz. Je nach Umgebung habt Ihr unterschiedliches Feindes­pack an der Backe: Barakas klingenbewehrte Tarkatan-Krieger greifen bevorzugt im Rudel an, modrige Sumpfleichen attackieren mit ihrem Mageninhalt und gesichtslose ­Magier lösen sich vor Euren ­Augen in Luft auf.

Nicht so die hartnäckigen Boss-Schergen – im direkten Duell spielen Mileena, Scorpion, ­Reptile oder Goro ihre individuellen Fähigkeiten aus, ziehen sich auch mal taktisch zurück und trotzen Euch in ­minutenlangen Auseinandersetzungen. Habt Ihr ihnen doch die ­Energieleiste leergefegt, braucht’s eine geschickte Tasteneingabe, um die Schergen in Ihre blutigen Einzelteile zu zerlegen – auch ‘Fatality’­genannt. Während im Ausland diese Darstellung der Gegnerbeseitigung geradezu zelebriert wird, bekommen deutsche Spieler nach erfolgreicher ­Kommando-Eingabe einen schwar­zen Bildschirm zu sehen, garniert mit dem Geräusch der ausgeblendeten Szene. Ansonsten flimmert das Abenteuer der Prügelbrüder bis auf wenige Ausnahmen (z.B. bei allzu rabiatem Klingen-Einsatz) unzensiert über die Mattscheibe.

Integriert das Gros der Entwickler den Mehrspieler-Part meist als nette Dreingabe, bewältigt Ihr bei Shaolin Monks auf Wunsch den kompletten Story-Strang im Team. Neben doppelter Kampfkraft erschließt Ihr Euch neue Abschnitte, die Solo-Spielern verwehrt bleiben – zusätzliche Kämpfer und Arenen für den Super Smash Bros.-inspirierten ‘Versus’-Modus locken. Hier versohlt Ihr der CPU den Hintern, kämpf mit den Level-eigenen Widrigkeiten oder messt Euch mit menschlichen Gegnern.

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Rudi Ratlos
22. Mai 2023 10:00

Seinerzeit mit nem Kumpel auf der Xbox durchgezogen. Das war schon launig – keine Ahnung, warum der Ansatz dann nicht für potentielle Fortsetzungen weiter genutzt wurde.

Amigajoker
19. Mai 2023 19:13

War seinerzeit ein klasse Couch-Coop-Titel, zumindest die Uncut. Aber viel weiß ich sonst allerdings nicht mehr

Nipponichi
18. Mai 2023 15:20

Das Spiel war technisch nicht unbedingt das Säuberste, aber hatte mir zumindest enorm viel Spaß gemacht. Ich habe für die PS2 zuhause sogar noch die US-Version, die auch die Arcade-Version von Mortal Kombat II beinhaltet.

Mal so eine Sammlung mit allen bisherigen Mortal Kombat-Teilen bis zur PS3-Ära wäre mal cool, inklusive der Nebenspiele wie Mythologies oder eben Shaolin Monks.