
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Immer feste drauf und nur nicht nachdenken: Besondere Anforderungen an Eure strategischen Fähigkeiten stellt Ninety-Nine Nights wahrlich nicht. Aber das macht kaum etwas aus, wenn Ihr Dynasty Warriors-typische Massenkämpfe ohne den dort zelebrierten Taktikballast erleben wollt. Den Metzelaspekt setzt N3 gelungen um: Wenn Hundertschaften an Monstern auf Euch zustürmen und Ihr die mächtigen Spezialattacken auspackt, geht es auf dem Fantasy-Schlachtfeld kräftig rund. Ins Rauchen kommt die Xbox 360 trotzdem nicht übermäßig, denn dafür fallen die Umgebungen eher spärlich aus, auch wenn die Optik insgesammt stimmig wirkt. Die verschiedenen Charaktere, von denen sich einige in der Anwendung deutlich unterscheiden, sorgen für die nötige Motivation – wieso müssen sie aber teils erst so mühsam erspielbar sein? Auch ein paar fiese Bosse und die mangelnden Speichermöglichkeiten während einer Mission sind unnötige Nervfaktoren. Besser als die Koei-Konkurrenz gefällt mir N3 trotzdem, wer aber mehr als ein auf Dauer monotones Knopfhämmer-Gemetzel erwartet, muss anderswo suchen.
Matthias Schmid meint: Ich mag Nippon-Fantasy, ich mag Massenschlachten, ich mag Schwertkämpfe – “Ninety-Nine Nights mag ich trotzdem nicht! Denn Phantagrams Xbox-360-Getümmel ist einfach viel zu unübersichtlich ausgefallen. Dass Ihr in der Hitze des Gefechts wisst, wo Ihr gerade seid, habt Ihr nur den schicken Spezialeffekten Eurer Waffen zu verdanken – auf Clipping oder Kollissionsabfrage wird hier eh nicht geachtet. Die gelegentlichen Slowdowns könnte ich der imposanten Gegnerzahl und fetten Spezialattacken wegen verzeihen, das äußerst simple Kampfsystem langweilt jedoch schon nach den ersten 30 Spielminuten. Hinzu kommt die geringe Anzahl an Schlachtfeldern sowie die dünne Story – da helfen auch die an sich coolen Charaktere nicht viel.









Nur die Demo gespielt. Teil II war der Tiefpunkt.
Wurde mit dem Spiel auch nicht wirklich warm, da sind die diversen DW-Teile und Ableger wesentlich unterhaltsamer.