Prey – im Klassik-Test (360)

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Unterdessen geht Ihr im ‘Spirit Walk‘ mit Pfeil und ­Bogen auf die Pirsch. Zwar können die Gegner Eurer Geisterform nichts anhaben – indem Ihr Pfeile verschießt, verliert Ihr aber spirituelle Energie. Ist diese aufgebraucht, kehrt Ihr zu Eurem Körper zurück. Nachschub an Geisterkraft hinterlassen ­erledigte Gegner in Form kleiner, leuchtender Wolken. Last but not least ­gibt’s mit dem ‘Death Walk‘ ­getauften Feature die beste Frustprävention seit ”Soul Reaver”: Statt auf dem Game-Over-Bildschirm landet Ihr beim Ableben in einer spirituellen Zwischenwelt. Hier sammelt Ihr durch den Abschuss von roten und blauen Flugwesen Lebens- und Geis­terenergie, bis es Euch nach ein paar Sekunden wieder in Euren Körper zurückzieht – und zwar genau zu der Stelle, an der Ihr gestorben seid.

Wandgang, ‘Spirit Walk’ und ‘Death Walk’ zum Trotz – reduziert man Prey auf den Ballerpart, fällt das Spielgeschehen ähnlich uninspiriert aus wie bei Quake 4. Alleine die organischen Waffen besitzen höheren Unterhaltungswert: So hat das Maschinengewehr große Ähnlichkeit mit einem Face-Hugger aus den Alien-Filmen und als Granaten verwendet Ihr die Beine eines außerirdischen Käfers. Mehr Aufmerksamkeit haben die Entwickler Atmosphäre und Präsentation zuteil werden lassen: Human Head inszenieren ihre SciFi-Ode mit effektvoller Grafik, stimmigem Sound sowie abwechslungsreichen Szenarien als kurzweiligen Weltalltrip.

Prey profitiert von Gruselszenen à la Doom 3 ebenso wie von den hitzigen Schuss­wechseln eines Quake 4. Letztere gibt es im Multiplayer-Modus reichlich: Wer im Teamkampf oder Deathmatch stirbt, geht zwar nicht auf Dauer in die ewigen Jagdgründe ein, auf den ­‘Death Walk’ zur Energiemaximierung müsst Ihr aber verzichten. Noch mehr als in der Kampagne sind die Karten des Multiplayer-­Modus mit Wandgängen ausstaffiert, was den Überlebenskampf herausfordernder macht. Zudem solltet Ihr auf kreuzende Geister achten – spirituelle Pfeile schmerzen wie Kugeln.

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dmhvader
14. Dezember 2023 11:26

Hab’s damals auch begeistert durchgezockt auf der 360. Gibt heute nicht mehr viel Originelles in der Richtung, daher empfehle ich es auch der jüngeren Zocker-Gen, die es bestimmt noch nicht kennen sollte.

Captain
12. Dezember 2023 11:54

Das Spiel hat einen krassen Einstieg, in der ersten Spielstunde passiert richtig viel.
Die Tatsache des Nicht-Sterben-Können ist eine nette Gameplay Mechanik, wobei sich mir nicht erschließt warum das Spiel dann einen Hard-Mode bietet.

Sanftmut
11. Dezember 2023 19:42

Hab ich damals leider verpasst. Inzwischen hab ich es mir für ein paar Kröten zugelegt und spiele es jetzt in VR auf der Quest 3. Beim überkopf und an den Wänden entlang laufen meldet sich zwar schon mal der Magen, aber ansonsten machts echt Spaß🙃

joia
11. Dezember 2023 8:18

ich habe das spiel vor ein paar monaten für ein paar euro im store gekauft und der effekt im ersten moment war derselbe wie beim ersten durchspielen – ich mag es einfach – vor allem die perspektivwechsel. ist gut gealtert und das setting ist nach wie vor klasse – vor allem der heart-song trägt das spiel so sehr mit. barracuda!

Walldorf
10. Dezember 2023 22:07

Hab ich mir irgendwann mal günstig gekauft, aber nicht sonderlich lange gespielt. Trotzdem interessanter als die ganzen Boomer-Shooter, kann Microsoft ruhig mal remastern.

Lincoln_Hawk
10. Dezember 2023 17:54

Leider keine Möglichkeit es zu spielen ich habe schon soviel dazu gelesen und gesehen
Ein langwieriges Projekt
Was Human Head dann zuende gebracht hat
Für sehr viele ein absoluter Hidden Gem
Finde es auch mega interessant

Nipponichi
10. Dezember 2023 15:45

Das Spiel hat mir damals wirklich viel Spaß bereitet. Wäre auch mal wieder geil das zu zocken. Steht ja noch im Regal und zumindest habe ich noch meine 360 Slim.

Dirk von Riva
10. Dezember 2023 15:15

Das tolle ist auch, das die 360 Disc auf der Series X läuft.