Rage – im Test (360)

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Für Shooter-Fans ist es ein besonderes Ereignis, wenn die texanische Kultschmiede id Software ein neues Spiel veröffentlicht. Mehr noch, weil das ruhmreiche Studio mit Rage Neuland betritt. Der bereits 2007 angekündigte Ego-Shooter bedient sich einiger Renn- und Rollenspielelemente und nutzt als erster Titel die firmeneigene Grafik-Engine id-Tech 5. Dieser Technologie kommt nicht zuletzt durch die Übernahme des bis dato unabhängigen Entwicklerhauses ins ZeniMax-Bethesda-Kollektiv ein besonderer Stellenwert zu: Nächstes Jahr folgt zunächst Doom 4, künftig dürften dann auch The Elder Scrolls– und Fallout-Rollenspiele von dem ambitionierten Grafikmotor angetrieben werden. Doch erst einmal muss Rage zeigen, ob die angepriesene, einzigartige Riesentextur-Technologie und die rechenhungrigen 60 Bilder pro Sekunde für spürbare Unterschiede zu Klontexturen meist halb so flotter Genrekollegen sorgen. So modern die Technologie, so altmodisch gestaltet sich Rage nämlich in spielerischer Hinsicht: Hin und wieder schmeckt dieser Shooter der alten Schule dabei leider wie ein alter Hut.

Weder Doom noch Quake benötigten eine ausgefeilte Geschichte und dieser Tradition folgt auch Rage. Der Asteroid Apophis kollidiert 2029 mit der Erde, einige erlesene Menschen überdauern die Katastrophe im Kälteschlaf, um anschließend eine neue Zivilisation zu gründen. Einer der Auserwählten erwacht erst nach gut 100 Jahren aus dem Kälteschlaf, alle anderen in der unterirdischen Arche sind längst tot – mit diesem Intro erledigt sich für Rage weitestgehend auch das Bemühen, eine motivierende Geschichte zu erzählen. Was folgt, sind vertraut wirkende Versatzstücke, die oftmals nur skizzenhaft angedeutet werden. In den folgenden 15 bis 20 Spielstunden erledigt Ihr als namenloser und stummer Protagonist Aufträge einiger Siedlungsbewohner – mal bringt Ihr etwas für den Sheriff an einen anderen Ort, mal holt Ihr für den Bürgermeister etwas ab, schließlich landet Ihr bei der Widerstandsbewegung gegen eine als böse eingestufte Regierung. Begebt Euch auf kurzen Fahrabschnitten per Buggy zu Stadtruinen, Bunkern und Kanalsystemen und tötet alle dort Anwesenden. Anschließend kehrt Ihr zurück und kassiert die Belohnung.

Rage verschwendet nicht viel Energie darauf, die liebevoll und ansehnlich modellierten Akteure und Landschaften mit Hintergrundinformationen oder Bedeutung zu unterfüttern. Kämpfe mit den fünf Banditenclans bleiben trotz äußerlicher Unterschiede so austauschbar und gesichtslos wie die behelmten Cyber-Soldaten der namenlosen Regierung, die (obligatorische) Experimente mit Mutanten durchführt. Letztlich sind alle nur Kanonenfutter, aber welch ein zähes! Gehen Mutanten oft schon nach einem Kolbenhieb zu Boden, stecken Banditen und Regierungskämpfer locker mehrere Salven aus der Schrotflinte weg.

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DirtyHarry
21. Dezember 2011 12:17

Habe mir Rage die Woche bestellt und gestern das erste mal angezockt. Habe die erste Banditenhöhle ausgehoben. Bis jetzt finde ich das Spiel recht gut und das Setting + Grafik find ich auch nicht schlecht. Habe es für nen zwanziger bei Amazon bekommen. :o)….da will ich auch gar nicht meckern!

Richie1982
30. November 2011 10:11

Ok. Ich habe gestern mal die Demo angezockt und war nicht sehr begeistert. Es ist kein schlechtes Game, aber viel mehr als 0815 nicht. Die Grafik, sofern man sich nicht gerade schnell bewegt (!!!) ist durchaus ansprechend. Und die Kritik am Trefferfeedback kann ich voll und ganz unterschreiben, da es teilweise echt nicht nachvollziehbar ist. Und seltsamerweise wird mir bei längerem Zocken schlecht. 🙁 Keine Ahnung woher das kommt, sowas passiert mir eigentlich so gut wie nie.

gohan2083
29. November 2011 18:16

gutes spiel! man merkt halt das es unfertig ist.vielleicht kommt mal ein dlc wo die spielwelt erweitert.

Max Snake
29. November 2011 16:57

Schade um das Spiel.

Collective
29. November 2011 11:27

Nebst dem hilflosen Versuch Rollenspielelemente ernsthaft zu etablieren, punktet das Game beim ‘Kerngeschäft’ von id: Die Dynamik und der Fluss der Action sind schlicht grandios. Für mich die absolute Ballerreferenz. Nach ‘ner Runde Rage auf Battlefield3 zu wechseln fühlt sich an, wie das Umsteigen vom ICE auf ‘ne Strassenbahn.

29. November 2011 1:09

in einem punkt muß ich michael recht geben: das ende ist beschissen!ansonsten wüßte ich nicht, was rage so viel schlechter gemacht haben soll, als ALLE anderen shooter dieses jahres, dass es im 70er bereich abgestraft wird. technisch beeindruckend, spielerisch absolut over the top, für einen heutigen ego-shooter eine gar epische länge, offroad racing, seichte rollenspielelemente, unterhaltsame minispiele und ein spaßiger multiplayer der einfach mal anders ist, als man erwartet.

Spacemoonkey
28. November 2011 21:25

@ captain carotempfehle dir es zur sicherheit auch selber einmal zu spielen. die schießereien machen mehr spass als man anfangs denkt. besonders auf den höheren schwierigkeitsgraden sehr intensiv. der rest des spiels ist wirklich nicht so aufregend aber d

captain carot
28. November 2011 21:08

Ich hab´s mir angesehen und war eher gelangweilt, während der Eigentümer des Spiels total begeistert war.Die Welt bleibt doch eher flach, RPG-Elemente bieten andere Shooter mehr und die Shootouts mit den Gegnern fand ich auch alles andere als überragend. Da sind mir die intelligenteren Schurken und Monster so einiger anderer Titel um einiges lieber. Obendrein haut mich das Szenario einfach nicht um. Fallout ist bösariger und schwarzhumoriger, Metro um Längen beklemmender…

Franz Zwerschina
28. November 2011 20:27

Ich spiels grade und bin begeistert. Die Waffen fühlen sich mächtig an, die Welt ist atemberaubend schön designt und die Schusswechel sind sehr geil in Szene gesetzt.Jawolll

Spacemoonkey
28. November 2011 17:27

ich glaube er findet die kampfsysteme dieser spiele nicht unbedingt wegen der geschwindigkeit besser. die kämpfe in den genannten rollenspielen wirken einfach wie dummes und undynamisches buttonmashing neben ng und dmc.dass es auch anders geht zeigen die rollenspiele demon’s souls und dark souls. auch nicht schnell aber verdammt gut

DonCurrywurst
28. November 2011 15:44

[quote=Matthias Schmid]Wenn bei Dragon Age oder Two Worlds II ein Kampf beginnt, bin ich schon nach Sekunden versucht, die Konsole auszuschalten – ich habe so viel Devil May Cry und Ninja Gaiden gespielt, dass ich die miesen Echtzeit-Kampfsysteme der meisten Rollenspiele kaum tolerieren kann.[/quote]So ein Unfug auch, dass man z.B. in Dragon Age nicht 10 Meter hoch springen kann und seinen ca. 30kg schweren 2h Hammer nicht im 0,5 Sekundentakt auf die Gegner einhämmern kann. Verstehe dich da sehr gut.Ich kann leider auch kein Mario Kart mehr zocken, da das Gefühl des Geschwindigkeitsrausches in Sonic deutlich besser rüberkommt.

Maik-el Neid
28. November 2011 14:36

Etwas ernüchternd der Test.Hab vor nen parr Tagen die Demo gespielt,und hatte ziemlichen Spaß.Das die Gefechte Spaß machen,kann ich bestädigen.Dank eures Tests,weis ich endlich,ob nun die ganzen 22 GB installiert werden können,oder auch nur die einzelnen DVDs.Eigentlich wollte ich das Spiel kaufen,aber das ausleihen,über ein Wochenende wird wohl reichen.Das die Framerate auf 60 FPS läuft,sollte ruhig starker betont werden,da dies sich wirklich gut anfühlt.