Red Faction – im Klassik-Test (PS2)

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Aufgelockert wird die Action durch wenige Abschnitte, in denen Ihr nur mit einer schallgedämpften Pistole ausgestattet seid und z.B. in einem Bürotrakt eine Geisel nehmen sollt, ohne dass Euch die Wachen entdecken. Für kurze Sequenzen dürft Ihr auch auf Fahrzeuge zurückgreifen: So durchquert Ihr Unterwassertunnels mit einem U-Boot, düst mit einem kleinen Jäger durch neblige Höhlensysteme oder klemmt Euch hinter das MG eines Jeeps, während ein wohlgesonnener NPC-Rebell das Gaspedal betätigt. Hie und da trefft Ihr auf Zwischengegner wie einen giftspeienden Riesenwurm oder einen Energieball-schleudernden Wissenschaftler, deren Vernichtung etwas Taktik verlangt.

Im Vergleich zum optisch wenig berauschenden Genre-Kollegen Unreal Tournament glänzt Volitions Shooter mit detaillierten Texturen und vielfältigem Leveldesign. Abwechslungsreich tapezierte Fels- und Bodenoberflächen lassen düstere Bergwerksatmosphäre aufkommen, zu der das schummrige Licht aus den unzähligen Lampen und Strahlern (die Ihr alle durch gezielten Schuss ausknipsen könnt) seinen Teil beiträgt. Nicht minder positiv überraschend ist die Geo-Mod-Technik: Sei es, ob eine Rakete an Eurem Kopf vorbeisaust und einen mächtigen Krater hinter Euch aus der Wand reißt oder Ihr (weil Ihr z.B. eine Türe übersehen habt) Euch mittels Explosivmaterial den direkten Weg durch einen Komplex bahnt – die Möglichkeit, einen erheblichen Teil der Strukturen einfach wegzusprengen, sorgt für einen ganz neuen Ansatz im Genre.

Unterstützt wird das freudige Geballer von deutschen Sprachsamples und einem temporeichen Soundtrack. Habt Ihr einen Gegner verwundet, so läuft er geduckt hinter eine Ecke, irgend­etwas von ‘unbewaffnet’ schreiend, nur um Euch bei der nächsten Möglichkeit wieder anzugreifen. Etwas ehrlicher meint es da das Forschungs- und Verwaltungspersonal – die verschreckten An­gestellten laufen davon oder kauern sich wimmernd zusammen. Wer mitleidslos die Waffe einsetzt, den erwartet allerdings keine Strafe, eher dürft Ihr Euch an zurückbleibenden Medi-Paks gütlich tun.

Neben der langen Solo-Geschichte wurde auch ein kurzweiliger Deathmatch-Modus eingebaut: In zehn Arenen tretet Ihr gegen bis zu sechs clevere Bots an. Ladet Ihr einen menschlichen Mitspieler zum Splitscreen-Duell, treiben noch vier KI-Killer Ihr Unwesen.

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JACK POINT
26. September 2020 0:20

Hab vor Ewigkeiten die PC-Version durchgespielt, bei der PS2-Umsetzung auf PS4 bin ich schon bei zwei Zügen hängen geblieben, keine Ahnung wo ich da wohl wirklich eine Mauer einschießen hätte müssen.

Der Half-Life Killer der es sein hätte sollen wars bei Leibe nicht, aber grad auf der PS2 hat man sich damals sicher nicht beschweren müssen und die Gegner rennen nicht gar so wie die „Red Faction 2-Hühner“ rum…

Max Snake
25. September 2020 16:19

War damals ein gutes Ego – Shooter von Volition, wenn die Geo – Mode Engine mehr relevante hätte.