Revenge of the Savage Planet – im Test (PS5)

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Spielmechanisch schlägt Re­venge of the Savage Planet in die gleiche Kerbe wie sein Vorgänger, peppt die motivierende Metroid­vania-Struktur diesmal allerdings in vielerlei Hinsicht auf. Statt einem Planet stehen nun gleich fünf frei erkundbare Himmelskörper auf der Agenda. Los geht es auf dem Dschungelplaneten Stellaris Prime, wo man Euch nicht nur mit giftigen Gasen und meterhohen Pilzgewächsen konfrontiert, sondern auch mit starken Windströmungen, aggressiven Blob-Wesen und Raupen fressenden Riesenbäumen. Im Spielverlauf entdeckt Ihr außerdem den weitläufigen, von Canyons und Höhlensystemen durchzogenen Wüstenplaneten Xephyr, die sehr vertikal angelegte Eis-Vulkan-Welt namens Zenit-Riss sowie den Savannen-Planeten Quasadron IX. Dazu gesellt sich ein fünfter Planet, dessen Eigenschaften wir hier jedoch nicht spoilern möchten.

Genretypisch ist erfolgreiches Vorankommen in der Regel mit dem Freischalten neuer Gadgets verbunden, die hier noch kreativer ausfallen als in Teil 1. Neben Sprungdüsen, Energiepeitsche, Enterhaken und Projektilwaffe hantiert Ihr zum Beispiel erstmals mit einer Multifunktions-Spritze, die – je nach Upgradestufe – Wasser, Lava, Glibber- oder Ferro-Schleim verschießt. Letzterer hat die Fähigkeit, elektrische Energie zu leiten und ist unabdinglich, um mehrere Rätsel zu lösen und einen spaßigen Bosskampf gegen einen Riesenwurm zu meistern. Dazu gesellen sich verschiedene Granattypen, die Feinde anlocken, gegeneinander aufhetzen, riesige Explosionen verursachen und dergleichen mehr.

Apropos Gegner: Auch die sind dem Team wieder richtig gut gelungen und reichen von glupsch­äugigen Waldbewohnern und sechsarmigen Insektenwesen über brüllende Kamikaze-Yetis bis hin zu stacheligen Kullerkugeln, spuckenden Riesenpflanzen und quirligen Riesenfaltern, die an­dere Wesen in ihrem Umkreis heilen. Kämpfe sind vor allem dann spannend, wenn Ihr die widersacherspezifischen Schwachpunkte anvisieren müsst, in schwindelerregender Höhe zwischen verschiedenen Plattformen navigiert und die meist vorhersehbar agierende KI aus unterschiedlichsten Richtungen gleichzeitig angreift.
Die Erkundung wiederum profitiert in Teil 2 von einer endlich integrierten Levelkarte, einem jederzeit nutzbaren Scan-Impuls, der wichtige Ziele und Ressourcen in der näheren Umgebung direkt anzeigt, sowie freischaltbaren Teleportern, die lange Laufwege sinnvoll abkürzen. Nachgebessert haben die Macher darüber hinaus in Sachen Individualisierung: Wer fleißig Alta Bucks in überall verstreuten Kisten sammelt, darf nun die Basisinnenräume nach Lust und Laune einrichten und jede Menge witzige Outfits freischalten, darunter ein pummeliges ”Dave the Diver”-Kostüm, das Euch schlagartig 80 Pfund schwerer macht. Zwei Daumen hoch zudem für den optimierten Koop-Modus. Der funktioniert nun nicht nur online, sondern auch plattformübergreifend und offline im Vertikal-Splitscreen.

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Bort1978
7. Juli 2025 15:28

Vor kurzen erst durchgezockt und wie bei Teil 1 viel Spaß dabei gehabt. Schade, dass es wieder keine deutsche Sprachausgabe gibt. Bei den ständigen Dialogen fiel es mir manchmal während des Spielens etwas schwer die Untertitel zu verfolgen, wenn man z. B. gerade am Kämpfen war.

Kleiner Tipp für Platin-Sammler: Für eine Trophäe muss man sämtliche Missionen abschließen. Ein Missionsziel ist alles auf den Planeten zu scannen. Das artet schnell in Sucherei auf den Planeten aus. Allerdings schaltet die Trophäe auch frei, wenn man noch nicht alles gescannt hat und man beide Enden abschließt.

PlayingOldKid
7. Juli 2025 15:24

In der Tat ein sehr kurzweiliges sympathisches Game mit viel Abwechslung, Humor und Entdeckungen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und der Umfang war perfekt, nicht zu lang und nicht zu kurz.