Ring of Red – im Klassik-Test (PS2)

1
3257
Zurück
Nächste

Seite 3

Dann lässt der Fahrzeugführer die Waffen sprechen, das Geschoss fliegt übers Schlachtfeld und schlägt mit etwas Glück im Gegner ein. Je nach Größe von Mech und dazugehörigem Geschütz variiert der Schaden zwischen leichtem Kratzer und schwerem Treffer. Was allerdings nicht heißt, dass ein leichter Walker kein ernstzunehmender Gegner ist. Im Gegenteil: Statt purer Größe ist die richtige Technik gefragt. Jeder Walker hat seine eigene Kampfdistanz, auf der er zu Höchstleis­tungen fähig ist und selbst scheinbar überlegene Gegner deklassiert. Auf kurze Distanz schlägt z.B. ein leichtes Modell einen schweren Vierbeiner, dessen Kanone vor allem auf große Entfernungen ausgelegt ist.

Das Spiel mit der Reichweite ist besonders wichtig für den Erfolg in der Schlacht. Grundsätzlich versucht Ihr, den Gegner in einer für Euch günstigen Lage zu erwischen und dann dort zu halten. Das ist allerdings nicht so einfach, da sich die Mechs während dem Echtzeit-Kampf auch bewegen können. Hier kommen wieder die Bodentruppen ins Spiel, die das mit Minen und Stahlseilen vereiteln. Sollte Euch auch mal eine fiese Attacke treffen, beordert Ihr die Jungs nach hinten und sie reparieren Fahrgestell und Kanone. Dabei seid Ihr allerdings immer unter Zeitdruck, denn die Echtzeit-Auseinandersetzungen dauern maximal 99 Sekunden. Nach dieser Zeit gehen die Streithähne auseinander, im Zweifelsfall muss eben später nochmal nachgesetzt werden – bevor der Feind sich zurückzieht und den Mech repariert.

Jede Aktion im Kampf wird mit Erfahrungspunkten belohnt, wie im Rollenspiel werden Eure Piloten so mit der Zeit immer besser. Neue Spezialfähigkeiten und eine erhöhte Trefferquote sind die Folge. Nach der Schlacht wird die Geschichte in textlastigen Zwischenspännen weitergeführt, authentische Filmaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg (garniert mit computergenerierten Mechs) illustrieren die Geschehnisse während Eures Feldzugs. Im Hauptquartier lauscht Ihr dann den Anweisungen des Kommandostabs, verwaltet neu rekrutierte Kämpfer und prüft den Status Eurer Walker.

Bei der Übersetzung wurde etwas schlampig gearbeitet: Während die Dialoge komplett in deutsch über den Bildschirm ziehen, blieben sämtliche Menüs und viele Namen englisch. Mit Grundkenntnissen in der Fremdsprache solltet Ihr allerdings problemlos durch die verschachtelten Menüs navigieren können. Gespeichert wird ebenfalls im Hauptquartier, während der Schlacht könnt Ihr übrigens auch einen temporären Spielstand anlegen. Dabei wird das Spiel ­allerdings gleichzeitig beendet, nach dem Laden des Schlacht-Saves wird dieser gelöscht.

Zurück
Nächste
1 Kommentar
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
JonnyRocket77
17. September 2020 16:24

Ich habe das Spiel geliebt. War echt toll damals.