San Francisco Rush: Extreme Racing – im Klassik-Test (N64)

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Die Automatenprofis bei Atari waren die ersten, die das günstige Preis/Leis­tungs­verhältnis moderner 3D-­Beschleuniger erkannten. Ihr Rennspiel San Francisco Rush schrieben sie dem im PC-Bereich verbreiteten Voodoo-Chip aufs Silicon. Praktisch, denn neben der im Vergleich zu Model 3 (Sega) und System 22 (Namco) billigen Arcade-Hard­ware, profitiert Atari auch von der technischen Verwandtschaft zu Heim­geräten. Die Umsetzungen kommen ­zügig: Nach der Nintendo-64-Version ­tauchen die 3D-Straßenzüge von San Francisco bald auf dem PC und der Playstation auf. In diesem Monat steht die N64-Fassung des brachialen Action-Rennspiels aber noch einsam im Laden­regal: Dank Mip-Mapping und perspektivisch korrekten Texturen war die 64-Bit-Konsole für eine zügige Umsetzung optimal geeignet.

San Francisco Rush ist ein Rennspiel, das noch tiefer in die dritte Dimension und eine virtuelle Wirklichkeit eintaucht als Sega Rally oder Ridge Racer. San Francisco wurde aus Poly­go­nen und ­fotorealistischen Texturen kartographiert, dann zogen die Desig­ner sechs verschiedene Strecken durch das 3D-Modell. Neben den Haupt­ver­kehrs­adern ließ Atari viele Gassen und Ab­zweigungen offen, so daß Ihr Euch den kürzesten Weg zum Ziel Strecke für Strecke erfahren müßt. Die Straßen sind oft superbreit, manchmal biegt die äußerste Spur nach links ab – folgt ihr, und Ihr seht Eure Gegner erst nach einer Meile ­wieder. San Francisco Rush ist neben Konamis GT Racing das einzige Rennspiel, das Ortskenntnis erfordert und belohnt: Ihr holpert über einsame Waldwege und versteckte Tunnels – nur so könnt Ihr die ehrgeizigen, rücksichtslos rempelnden und drängelnden Konkur­ren­ten abwimmeln.

Vom frisierten Kleinbus bis zum Sport­wagen stehen acht Fahrzeuge zur Ver­fügung, die gleichzeitig vier Schwierig­keitsgrade repräsentieren.

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