Sand Land – im Test (PS5)

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Bis es allerdings so weit ist, dass Ihr über einen abwechslungsreichen Fuhrpark verfügt, gehen einige Stunden ins Land. Entsprechend bewegt Ihr Euch gerade zum Auftakt wenig effizient durch das immer gleiche Braun der ­Wüste und hangelt Euch von einem überdeutlichen Zielmarker zum nächsten. Sowohl im Rahmen der Hauptgeschichte als auch im Zuge der Vielzahl an Nebenaufgaben solltet Ihr dabei nicht mit großen spielerischen Überraschungen rechnen. Sand Land schreibt es sich gewiss nicht auf die Fahne, etablierte – aber eben auch ermüdende – Genre-Gepflogenheiten umzukrempeln. Während die Interaktionen mit den Hilfesuchenden häufig charmant-humorvoll inszeniert sind, laufen sie spielerisch meist aufs Selbe hinaus. Ihr steuert eine Markierung auf der Karte an, sammelt Krimskrams und zieht Feinden eins über – oftmals mit Feuerkraft, im Zweifel aber auch mit Euren kleinen, pinken Fäusten.

Keine Sorge: Was vielleicht öde anmutet, bereitet lange durchaus Spaß. Das liegt vor allem daran, weil sich Sand Land schlicht sehr gut anfühlt. Belzebub steuert sich direkt, die Navigation und der flotte Wechsel zwischen den Vehikeln ist auch schnell verinnerlicht. Außerdem erleichtern Euch allerhand komfortable ­Designentscheidungen das Leben, wie beispielsweise das Einsammeln von Gegenständen, ohne aus dem Fahrzeug steigen zu müssen. Motivierend gestaltet sich außerdem die Individualisierung Eurer Gefährte. Die erfolgt so, wie Ihr es vielleicht aus ”Armored Core” kennt, wenn auch in abgespeckter Form. Ihr passt Primär- und Sekundärwaffen sowie weitere Teile Eurer Maschinen an und färbt sie kleinteilig nach Euren Wünschen ein. Übrigens steigt auch Euer dämonischer Held genretypisch im Level auf. Das gibt Euch die Möglichkeit, gewonnene Punkte in zweckdienliche Fähigkeiten zu investieren, die Euch im Kampf und bei der Erkundung unter die Arme greifen.

So weit, so gut. Spätestens in der zweiten Spielhälfte treten dann aber Ermüdungserscheinungen auf und das trotz eines interessanten Twists, der die ursprüngliche Geschichte der Manga-Vorlage fortführt und die Welt stimmig erweitert. Habt Ihr Euch einmal am frischen Grün der neuen Kulisse sattgesehen und Eure Garage mit allen Fahrzeugtypen gefüllt, kann die Motivation abkühlen. Bis dahin habt Ihr aber eben auch schon gute 15 bis 20 Stunden mit dem Spiel verbracht.

Was sich bereits im Rahmen unserer Vorschau andeutete, bestätigt sich mit der finalen Ver­sion: Sand Land übersetzt die tollen Designs der Vorlage gekonnt ins Videospielmedium. Sowohl die charmante Riege an Figuren als auch die kreative Bandbreite an Vehikeln kommen hervorragend zur Geltung. Das gilt ebenso für Teile der Welt, wenngleich die Abwechslung hier gerne mal auf der Strecke bleibt. Ein Umstand, der sich übrigens auf die musikalische Untermalung übertragen lässt – erinnerungswürdige Stücke sind rar gesät. Dafür erfreulich: Von wenigen Ausnahmen abgesehen läuft der Titel mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde.

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hnh4u
I, MANIAC
hnh4u

Und ich dachte anfangs, der Manga ist doch umfangreicher als man uns damals glauben machen wollte.
Hab den Titel jetzt noch nicht, wird aber geholt, eben weil es nicht zum X-ten Male Dragon Ball ist. Und das Genre ist ja eh meins.