Shenmue III – im Test (PS4)

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Wem das zu mühselig ist, der kann sich auch am Glücksspiel versuchen – und zwar in verschiedenen Disziplinen: Bei den aus den Vorgängern bekannten ­Lucky-Hit-Ständen (eine Art ­Pachinko), beim Schildkröten- oder Frosch­rennen oder bei einer simplen Version von Roulette. Mit etwas Ausdauer und diversen Speicher- und Ladevorgängen vervielfacht Ihr Euer Vermögen schnell. Im Gegensatz zu den Vorgängern bekommt Ihr diesmal jedoch kein Geld ausgezahlt, sondern Tokens, die Ihr gegen Preise eintauscht, die Ihr dann wiederum verkaufen könnt. Ganz schön umständlich, das kommt dem echten Pachinko-System in Japan aber nahe. Auch anderen klassisch-japanischen Spielereien (auch wenn das Game in China spielt) könnt Ihr wieder frönen: Kauft Capsule-Toys oder geht in die Arcade und zockt an recht rustikalen Spiel­automaten (ohne Sega-Lizenz).

Überschüssiges Geld investiert Ihr in coole Kleidung (neu!) oder zusätzliche Kampfmanöver. Eure Prügelfähigkeiten könnt Ihr verbessern: Trainiert entweder Ryos Ausdauer durch simple Minispiele oder levelt Eure Fähigkeiten in Kämpfen und beim Sparring auf. Das Kampfsystem ist vergleichbar mit dem der Vorgänger, spielt sich ordentlich und hat nach wie vor Virtua Fighter-Anleihen, ist aber behäbiger als das Beat’em-Up-Vorbild. Neben vielen einfach auszuführenden Combos, die Ihr auch per Shortcut auslösen könnt, ist vor allem das Blocken ein Muss. Doch typisch für Shenmue nimmt das Kämpfen nur einen kleinen Teil der Spielerfahrung ein.

Die Geschichte selbst gewinnt etwas schwerfällig an Fahrt, doch auch das ist nicht untypisch für die Reihe: Neben der obligatorischen Schnitzeljagd wird der Spielfluss zusätzlich durch bestimmte Ereignisse verlangsamt, wie einen zu starken Gegner, für den Ihr erst Eure Kampfskills aufleveln müsst, oder einen alten Zausel, der einen sündhaft teuren Fusel möchte, für den Euch aber das Geld fehlt. Und bevor er Euch schließlich unterrichtet, müsst Ihr noch beweisen, wie toll Ihr Hühner fangen könnt. Im weiteren Verlauf des Spiels findet Ihr heraus, dass Ihr in Bailu nichts mehr herausfinden könnt. Dann geht es in die grö­ßere und belebtere Stadt ­Niaowu, das ­zweite große Setting von ­Shenmue III – mit vielen neuen Läden, noch mehr Möglichkeiten zum Zeitvertreib und einer Menge Leute zum Befragen…

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Likewyse
20. Juni 2020 23:09

Hab s mir jetzt erst für pc im epic store geholt und finde es super. Das Flair der alten Teile lebt in besserer Technik weiter. Nachdem ich gerade andere Retrospiele wie Alan Wake ( hatte ich damals verpasst, bin aber durch control neugierig geworden) durchgezockt habe, ist dieses kleine Kunstwerk genau das richtige. Shenmue 3 ist anders als die meisten anderen Spiele, was einen wunderbaren Kontrapunkt zu den heutigen Standards des Genres setzt.

MadMacs
18. Dezember 2019 13:27

Ich werde wohl an Weihnachten mit Teil 3 anfangen. Habe es schon im Schrank stehen, aber ich mach erst mal lieber Days Gone fertig. Freue mich auf Shenmue III

Opa_Hoppenstedt
18. Dezember 2019 10:51

Ich hatte meinen Spaß mit Shenmue III, auch wenn die zweite Hälfte für meinen Geschmack etwas zu langtmig und das Ende umso gehetzter war.

Lincoln_Hawk
17. Dezember 2019 23:26

Aha danke für die Info

Nipponichi
17. Dezember 2019 21:43

Bisher gefällt mir Teil III sehr gut. Nicht so gut wie der erste Teil, aber immerhin schon ziemlich zu Anfang besser als der Zweite. Das Einzige was ich irgendwie nervig finde, daß man mittlerweile regelmäßig etwas essen muß. So etwas Nerviges hätten sie wirklich draußen lassen können.

17. Dezember 2019 20:00

Ca. 15-20h…je nach Spielweise.

Lincoln_Hawk
17. Dezember 2019 19:22

Ich muss die Vorgänger irgendwann mal spielen!
Hab sie für ps4 im Regal
Wie lange dauert in etwa ein Teil?

17. Dezember 2019 17:09

Essen müssen nervt mich, ansonsten bisher gelungene Fortsetzung.

Remo
17. Dezember 2019 16:02

Leider hat mich die Story doch ziemlich enttäuscht, da Sie sich im Vergleich zu den ersten beiden Teilen kaum weiterentwickelt und wirklich bis zur absoluten Schmerzgrenze künstlich in die Länge gezogen wurde. Da habe ich nach 18 Jahren wirklich mehr erwartet.