
| Spiel: | Sniper Elite V2 |
| Publisher: | 505 Games |
| Developer: | |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360 |
| USK: | |
| Erschienen in: |
In Sniper Elite V2, einer HD-Neuauflage vom PS2-Titel Sniper Elite aus dem Jahr 2005, schlüpft Ihr anno 1945 erneut in die Rolle des OSS-Elitesoldaten Karl Fairburne. Der hat den Auftrag, im zerstörten Berlin Wissenschaftler zu eliminieren, die an der Entwicklung der V2-Raketen beteiligt sind das wars dann auch schon mit der Story.
Im Gegensatz zu den meisten Shootern liegt hier das Augenmerk nicht darauf, mit übermächtiger Waffengewalt durch Städte zu poltern und Scharen von Gegnern wegzuballern: Es geht darum, möglichst ungesehen durch Straßenschluchten und Gebäude zu schleichen und Eure Feinde mit gezielten Schüssen aus dem Weg zu räumen.
Schießen bedeutet in diesem Spiel aber nicht, einfach draufzuhalten und abzudrücken: Je nach Schwierigkeitsgrad müssen mehr oder weniger taktische Elemente wie Schwerkraft, Windrichtung oder Herzfrequenz miteinbezogen werden.
Eine Besonderheit von Sniper Elite V2 ist die X-Ray Cam. Feuert Ihr einen präzisen Schuss ab etwa in den Kopf wechselt die Kamera in eine Slow-Motion-Ansicht der Kugel und verfolgt sie, bis sie den Feind durchbohrt hat. Detailverliebt wird dann gezeigt, wie Blut spritzt, Knochen splittern und Organe zerfetzt werden. Zwar ein interessantes Feature, aber leider auch schnell ausgelutscht vor allem, weil es sehr häufig eingesetzt wird. Eher früher als später stören diese Sequenzen, da sie nicht nur den Spielfluss, sondern auch die eigene Konzentration für ein paar Sekunden unterbrechen.
Wirklich ärgerlich ist die Gegner-KI: Anstatt sich in Sicherheit zu bringen und aus einem Versteck heraus auf Euch zu feuern, rennen Feinde meist wie wild über offene Plätze, verlassen ohne ersichtlichen Grund ihre Deckung und bleiben direkt vor Euch stehen, obwohl Ihr ihnen gerade eine Waffe ins Gesicht haltet. Nicht selten wird das Schlachtfeld dadurch sehr unübersichtlich und die strategischen Elemente rutschen mehr und mehr in den Hintergrund, bis es sogar klüger ist, Rambo zu spielen statt lange nachzudenken.
Der Story-Modus ist eher bescheiden und scheint nur dem Zweck zu dienen, einen Sniper in ein Weltkriegsszenario zu setzen. Zwischen den Missionen werden lediglich Texte vorgelesen und auch sonst gibt es nur wenige kurze Zwischensequenzen. Hinzu kommt die fehlende Abwechslung im Spielablauf: Außer Herumlaufen und auf Soldaten schießen passiert nicht wirklich viel. Am längsten Spaß macht Sniper Elite V2 deshalb eher im Multiplayer: Ihr könnt gemeinsam mit einem weiteren Spieler entweder die Kampagne durchlaufen oder Ihr kämpft in verschiedenen Modi gegen feindliche Soldaten. In Kill-Serie etwa geht es darum, möglichst viele Wellen von Gegnern auszuschalten, ohne dass einer der Spieler stirbt. Alles in allem bietet Sniper Elite V2 zwar eine realistische Ballistik und damit eine interessante Spielmechanik, aber die restlichen Spielelemente wissen nicht zu beeindrucken.
Christine Donath meint: Ich liebe es, ein Scharfschütze zu sein: Es macht einfach Spaß, ahnungslosen Gegnern aufzulauern und sie mit gezielten Kopfschüssen auszuschalten. Darum war ich auch gespannt, was Sniper Elite V2 zu bieten hat. Tatsächlich finde ich die Mechanik hinter dem Snipern sehr gut gelöst: Die taktischen Elemente sind anfangs noch etwas mühsam zu erlernen, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, will man sie nicht mehr missen. Leider konnte das Spiel trotzem nicht fesseln. Die Story wirkt aufgesetzt und dröge, die Gegner sind größtenteils dumm wie Brot und sonderlich viel Abwechslung gibt es auch nicht. Online mit einem Kollegen Feinde zu erledigen, macht auf jeden Fall mehr Spaß als die Solo-Variante, mehr als Zeit totschlagen kann man damit allerdings auch nicht. Somit stellt Sniper Elite V2 für mich eher einen letztlich brauchbaren Scharfschützen-Simulator als packenden Weltkriegs-Taktikshooter dar.
- realistische, durchdachte Ballistik
- 4 Multiplayer-Modi
- wenig Abwechslung
- schlechte Gegner-KI
Nette Sniper-Simulation für zwischendurch, aber fehlende Abwechslung und schlechte KI bremsen den Spielspaß.
| Singleplayer | ![]() | 70 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |




















Nur für die Akten: Ich schließe mich dem Sauerländer vor mir an, wer mit der Thematik und der Spielidee was anfangen kann, sollte dem Spiel unbedingt eine Chance geben. Die Wertung greift im Vergleich mit ähnlichen Spielen bzw. Kriegsshootern eindeutig zu niedrig, ich halte 80-85 % für angemessen.
Also hier muss definitiv unterschieden werden. Im Koop Modus kann man nahezu unbehelligt durchrushen, da der Partner einen immer wieder ins Leben zurück holen kann (im SP wäre hier Sense und es wird der letzte Checkpoint schon geladen). Nach spätestens 4 Stunden im Koop ist man normalerweise durch. Alleine braucht man ca. 6 Stunden für den normalen Schwierigkeitsgrad beim ersten Durchlauf. Auf “”Schwer”” würde ich 10 Stunden tippen, wenn man das Spiel nicht kennt, ansonsten 7 Stunden. Richtiges Sniper-Feeling kommt also definitiv nur in der Singleplayer Kampagne auf. Den Überwachungsmodus finde ich klasse, leider bietet dieser aber nur drei Karten. Bombardierung ist ebenfalls mit nur 3 Karten sehr spärlich besetzt, die fehlenden Checkpoints machen ihn dafür recht knackig.Verglichen mit manch anderen Mainstream Shootern empfinde ich 70% als zu wenig (89 für ME3 oder 90 für MW3 ist einfach viel zu hoch), jedoch bleibt es lediglich ein guter Shooter der für ein Wochenende gut unterhält, allerdings viel zu wenig Umfang bietet.
@ dmhvaderBleibt bei den 5 STd die Frage auf welchem Schwierigkeitsgrad, sprich: realistische Flugbahn etc….Im hohen Schwierigkeitsgrad ist nix mit durchrushen. Allein für die Mission in der Demo habe ich über ne Stunde, glaube ich , gebraucht. 😉
Fand die Demo nicht schlecht, habe dann aber gelesen, dass es in 5 Stunden durch ist und mir lieber Witcher 2 bestellt!
@ schnitzel7870% ist doch immer noch überdurchschnittlich : )70% bedeutet für mich immer nur “”Nicht für Jedermann – Aber wenn man drauf steht, kann man Spaß mit haben””Werds mir irgendwann mal für nen 20er oder so kaufen. Nur wegen der Killcam 😀
70% ist aber nicht so toll, oder?^^Dann lieber noch ein CoD. xD
Ich sagte nicht, dass es schlecht ist, sondern nur, dass die Killcam schnell LANGWEILIG wurde, mehr nicht.
Also ich fand die Demo ganz cool. Und für 40 € hab ichs mir dann doch gekauft, aber uncut. Aber stimmt schon, allein die Technik ist unter COD Niveau. 😉
Kann mir schon denken, was du damit sagen willst, aber ich werd’s mir gar nicht kaufen. Ich hab von diesen Weltkriegsspielen einfach die Nase voll.
@ AsazielDann solltest du die deutsche Version kaufen. ;D
Die Demo war Anfangs wirklich interessant, aber vor allem die Killcam war schnell langweilig geworden. Wär gut, wenn man die abschalten könnte.
entspricht dem eindruck, den ich nach der demo hatte. schade drum, im ansatz war das wirklich noch interessant.