Speedster – im Klassik-Test (PS)

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Fernfahren statt Fernsehen: Trotz einstellbarem Zoom-Level (mit Hilfe der L/R-Taster) bleibt Ihr optisch nur Zaungast bei den acht WM-Läufen von Speedster. Die drängelnden und quietschenden Flitzer seht Ihr dramatisch erhöht wie aus einem Heli­kopter unter Euch vorbeirauschen, ab und und zu versperren auch Brücken und Gebäu­de das Geschehen.

Ihr geht entweder in der ”High Perfor­mance”-Klasse mit schnellen Sportwagen oder im ”Heavy Metal”-Haufen mit bulligen Pick-Ups an den Start. Die Regeln sind gnadenlos: Überquert Ihr nach spannendem Finish nicht als erster die Ziellinie, müßt Ihr auf demselben Kurs nochmal ‘ran. Da die acht auf der Startgeraden heulenden Boliden in etwa dieselben Leistungs­daten besitzen, könnt Ihr allerdings nicht einfach mal kurz aufs Gas steigen und die Meute überholen: Nur durch sorgfältiges Ausfah­ren der Ideallinie macht Ihr Meter um Meter zum Vorder­mann gut. Befinden sich zwei Fahrzeuge auf gleicher Höhe, artet der Überholvorgang meist in kom­pro­miß­loses Gedrängel aus, bis ­einer der beiden Hitzköpfe in der Böschung hängt. Findet Ihr die Steue­rung zu träge, aktiviert Ihr im Options­menü die ”Fast”-Steuerung, die das Einlenken beschleunigt: Unvermittelte 180°-Kurven verlangen nämlich zügige Schlitter-Manöver, um nicht zeitraubend aus dem Stand beschleunigen zu müssen. Teilt sich die Fahrbahn, wissen ­Veter­anen, welche Gabel einige Zehntel schneller zu fahren ist, Abkürzungen findet Ihr im Zeitfahr-Modus heraus: Ohne diese Kniffe schafft Ihr nicht einmal den Weg zum nächsten Checkpoint, geschweige denn zur Champagner-Dusche. Die malerischen Polygon-Kurse führen Euch zu herbstlichen Naturlandschaften, schneebedeckten Uferböschungen, mitten in den heißen ”CwG”-Motodrom und an der Meeresküste vorbei. Schnappt Ihr Euch einen Kumpel, dürft Ihr Euch auf vertikal geteiltem Bildschirm duellieren: Ist der Hausherr zu schnell, nutzt der zurückliegende Raser den einstellbaren ”Boost”-Turbolader.

Technisch glänzen die Speedster-Strecken mit flüssigem Scrolling, die Mittellinien-Texturen allerdings leiden unter Zick-Zack-Verzerrung. Rekorde wandern auf die Memory-Karte, analoge Pads (”NeGcon”) und Lenkräder werden unterstützt.

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