
Meinung
Matthias Schmid meint: Ein solch grandioses Comeback hätte ich Sam Fisher nach dem Hickhack um die Neuausrichtung der Marke nicht zugetraut. Die Steuerung flutscht, die Grafik ist durch die Bank gelungen, die Präsentation edel, der Umfang ordentlich. Eine gut zehnstündige Solo-Story, viel Mehrspieler-Material und ein stattliches Waffen- und Gadgetarsenal – hier passt alles. Von wenigen Nervstellen abgesehen, hatte ich großen Spaß, die mannigfaltigen Vorgehensweisen in den clever designten Levels auszuprobieren – hangel ich an der Decke, vermine ich das Gebiet, komme ich durch den Abwasserschacht oder ballere ich die anrückenden Legionen aus der Deckung über den Haufen. Besonders angetan hat es mir das dezent sadistische Katz-und-Maus-Spiel mit den oft dümmlichen Gegnern – wenn sie meiner ’Letzten bekannten Position‘ hinterherjagen, ich aber schon längst an einer anderen Stelle auf sie warte, fühle ich mich wie ein Superspion.
Ulrich Steppberger meint: Mit Sam Fishers früheren Aufträgen konnte ich mich nie richtig anfreunden. Conviction ist aber genau das Richtige, um in die Spionagewelt einzutauchen: Die actionlastigere Ausrichtung funktioniert tadellos, ohne dass darüber die Schleichkomponente vernachlässigt wurde – wer vorsichtig agiert, ist weiterhin klar im Vorteil. Mit der Steuerung kommen auch Agenten-Frischlinge schnell klar und die ansprechend lange Solo-Story überrascht mit einigen Wendungen. Nur die Orientierung fällt manchmal etwas schwer, weil die Hinweispfeile stets die Luftlinie anzeigen, aber verwinkelte Abschnitte passiert werden müssen. Grafisch gefällt der schicke Licht- und Schatteneinsatz, der auch spielerisch sinnvoll genutzt wird. Und obwohl die deutsche Synchro ordentlich ausfällt: Michael Ironsides Originalton für Sam ist unschlagbar.










