
Seite 1
| Spiel: | Quantum Theory |
| Publisher: | THQ |
| Developer: | Koei-Tecmo |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 11 / 2010 |
Quantentheorie bzw. Quantenmechanik: per Definition der Teil in der Physik, welche Vorgänge im atomaren und subatomaren Bereich beschreibt. Mit dem Shooter von THQ hat dieses trockene Gedankengebäude rein gar nichts zu tun, ist aber wesentlich interessanter und gehaltvoller als das Spiel.
In der Finsternis der nicht allzu fernen Zukunft wurde die Menschheit fast ausgerottet. Merkwürdige Türme und fliegende Würmer überziehen das Land und es grassiert eine Seuche namens Diablose, welche das Terrain verändert und Menschen zu Monstern macht. Syd, der dunkle Held des Spiels, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Türme zu stürzen. Das Aussehen des wortkargen Muskelprotzes und seiner Widersacher erinnert wie der Spielablauf frappierend an die indizierten Gears of War-Titel. Ihr lauft von einem großen Raum zum nächsten, sucht Deckung hinter Pfeilern und Barrieren und ballert auf allerlei grau-braune Monstersoldaten und Krabbelviecher. Eure Widersacher halten Beschuss recht lange stand, zerplatzen aber letztendlich in grün-gelbem Schleim. Kopfschüsse führen zu einer Splatter-Explosion in Nahaufnahme. Sonderlich klug sind die Gesellen nicht, im Nahkampf aber oft tödlich, da sich Syd mit der Geschwindigkeit einer Schnecke zum Gegner umdreht und er auf kurze Distanz nur nach vorne austeilt. Lichtblicke sind das Waffenarsenal und die Gefährtin Filena. Die Cyberamazone werft Ihr per Knopfdruck auf Gegner oder führt mit ihr zusammen Combos aus. Ansonsten kämpft die Dame eigenständig, einen Koop-Modus gibt es nicht. Ab und an ändert sich in den Gefechten auch die Raumgestaltung, Deckung verschwindet und Treppen entstehen. Insgesamt sind Design, Story und Spielprinzip aber zu beliebig, um zu begeistern.











Vor allem die unnötige One-Hit-Kill-Begleiterin-Wegwerftechnik, einen ganz schwachen, enttäuschenden Bossfight mitten in der Kampagne und einen interessant inszenierten Levelabschnitt auf schlangenartigem Wesen. Die überwiegenden Auseinandersetzungen mit den “Nosferatu” und das Stümen dieser organischen Arche sind halt wirklich (nur) Meatgrinder, wie gesagt, auch mit Luft nach oben.
@Steffen Heller
Ein Meisterwerk an Durchschnittlichkeit, für mich selbst insgesamt in Ordnung, Special Interest, keine Empfehlung.
Die Art von Spiel, bei denen ich zwar weiß, dass ich es durchgespielt habe, aber mich echt an keine einzige Szene oder Sequenz erinnern kann.
Von der Presse als schwaches, japanisches Fantasy-Gears eingeordnet hatte ich doch zuviel Spass mit der unterdurchschnittlichen Technik und erwartbaren Videogameklischees, gibt ein paar gute Spots um den Character abzustellen und “Ambient-Atmosphäre” zu pushen, will den Burst der seltenen Splatter-Headshots in fantastisch-kristallinem Sound loben und die Auseinandersetzungen mit der anderen Spezies sind generell auch gut dreckig, wie immer mit Luft nach oben.
Eine 50er/60er-Wertung geht absolut in Ordnung. Subjektives Vergnügen passt, besitze die UK/PAL-Version für die 360, die UK/US/JAP-PS3-Discs und den Soundtrack (Disc). Ich würde QT niemandem weiterempfehlen.
Gears of Wars aus Japan für Arme.