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Wie man es von Namco gewohnt ist, verwöhnen Euch die Japaner auch in Tekken: Dark Resurrection mit einer Vielzahl an Spielvarianten: Neben schnellen Versus-Kämpfen gegen die CPU (auf Wunsch auch im Team mit bis zu acht Fightern) hetzen Euch Arcade- und Story-Modus Runde für Runde einen neuen Kontrahenten auf den Hals, bis Ihr schließlich dem feurigen Obermotz Jinpachi gegenübersteht. Das Duell mit dem Erzschurken gestaltet sich jedoch weniger schwierig als auf PS2 – vor allem im Infight hat der Höllenfürst seine Schwächen.
Komplexer ist die ‘Tekken Dojo’-Variante: Ihr tretet in verschiedenen Kampfschulen zu Matches an, bestreitet Qualifikationskämpfe, nehmt an Turnieren teil und sackt schließlich dicke Geldprämien ein. Die loszuwerden ist schneller passiert, als Euch lieb ist: Relativ versteckt im Menü unter ‘Profil’ und dann ‘Anpassen’ stattet Ihr sämtliche Charaktere mit (bisweilen sündhaft teuren) Accessoires aus: Hüte, Rüstungen, Stiefel, Masken, Ketten und jede Menge lustige bis dämliche Gadgets laden zum Shoppen ein. Wer pleite ist, scheffelt flugs im ‘Goldrausch’- oder ‘Zeitangriff’-Modus neue Kohle.
Im Vergleich zum PS2-Hit Tekken 5 fehlen der launige ‘Devil Within’-Part sowie die emulierten Spielhallenhits Tekken 1-3, dafür spendiert Euch Namco einen umfangreichen Wireless-Modus: Via Ad-Hoc-Verbindung verkloppt Ihr einen Kumpel ganz in Eurer Umgebung – dafür ist sogar nur eine UMD nötig. Akzeptable Ladezeiten und ein angenehm flüssiges Spielerlebnis zeigen, wie Game Sharing zu funktionieren hat. Echte Online-Kämpfe sind in Tekken: Dark Resurrection leider nicht möglich. Dafür dürft Ihr einen Geist mit Eurem Kampfstil ‘füttern’ und ihn anschließend der Welt zum Download zur Verfügung stellen.
Wer immer noch nicht genug hat, paukt schließlich die komplette Move-Palette seines Lieblings im Training ein, genießt im ‘Kino’ sämtliche Abspänne und Musikstücke oder schiebt eine ruhige Kugel auf der Bowlingbahn. Nach dreimaligem Durchspielen habt Ihr nämlich das witzige und durchaus gelungene ‘Tekken Bowl’ freigeschaltet und bestreitet sogar zu zweit kleinere Turniere. In unserer Testfassung wunderten wir uns des Öfteren über abgeschnittene Bildschirmtexte – wir hoffen und gehen davon aus, dass Sony dieses kleine Manko in der Verkaufsversion behoben hat.








