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| Spiel: | The Lost Child |
| Publisher: | Kadokawa Games |
| Developer: | Kadokawa Games |
| Genre: | Rollenspiel |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4, PSV |
| USK: | |
| Erschienen in: | 10 / 2017 |
Dungeon-Rollenspiele, in denen Ihr durch die Augen der Helden blickt, sind spätestens seit DS- und PSP-Zeiten etwas für Liebhaber: Das Spielsystem ist meist restriktiv, die Grafik oft minimalistisch. Auch spielerisch fallen nur wenige dieser Spiele wirklich erstklassig aus. Recht selten reizt ein Titel wie etwa Etrian Odyssey die Möglichkeiten des Genres aus. Das tut auch The Lost Child nicht, dafür bietet das gerade für eine Westveröffentlichung im kommenden Jahr angekündigte RPG andere interessante Dinge. Takeyasu Sawaki, der kreative Kopf hinter The Lost Child, hat an vielen namhaften Spielen als Monster-Designer mitgearbeitet, doch bekannt wurde er durch El Shaddai: Ascension of the Metatron. Das punktete nicht mit technischen Höhenflügen, dafür aber mit Arthouse-Grafik. Die Handlung war verwirrend, die Kämpfe waren kompliziert – dennoch machte El Shaddai Laune, für viele Fans sind Enoch und Lucifel ein ikonisches Duo. The Lost Child baut nun darauf auf und führt die Geschichte von El Shaddai weiter.
Hayato ist ein frischgebackener Journalist für eine recht dubiose Zeitschrift, die übernatürlichen Phänomenen nachjagt. Als eine Recherche ihn zu einer U-Bahn-Station führt und er auf die Gleise gestoßen wird, kommt die Hilfe im letzten Moment. Eine junge Frau zieht ihn wieder hoch und lässt ihn mit einem seltsamen Koffer mit einer magischen Pistole zurück. Einige abrupte und seltsame Situationen später landet Hayato mit einer anderen jungen Dame, die behauptet ein Engel zu sein, in einem Dungeon, hier ”Layer” genannt. Dort muss er nun plötzlich Dämonen bekämpfen und einfangen. Na denn, wenn es sonst nichts ist…
In der Ego-Perspektive schreitet Ihr durch Dungeons und kämpft gegen sogenannte ”Astrale”. Die fangt und trainiert ihr, um erfolgreich voranzukommen. Klingt bekannt? The Lost Child nimmt viele Elemente aus Shin Megami Tensei (und bedingt Pokémon) und nutzt sie in einer recht simplen Form. Die 3D-Hintergründe sind zweckdienlich, die Sprites unterscheiden sich oft im Stil, sind aber interessant anzusehen. Die Dungeons bestehen aus mehreren Etagen und nicht selten müsst Ihr auf den Ladescreen starren, was gerade bei Falltüren nicht amüsant ist. Die regulären rundenbasierten Kämpfe sind recht einfach zu bestreiten, dafür haben es die Bosskämpfe in sich. Interessant hierbei: Es ist jederzeit sichtbar, wer ein potenzielles Angriffsziel in der nächsten Runde sein wird; dementsprechend sollten die nächsten Aktionen geplant werden. Elementarabhängigkeiten und bedachtes Voranschreiten zusammen mit einer guten Verteidigung sind hier wichtig, um nicht immer wieder beim Game-Over-Screen zu landen.






















