Tomb Raider: Legend – im Klassik-Test (PS2 / Xbox)

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Gelegentlich lockern ein paar Einlagen Eure Fußmärsche auf: Zweimal schwingt sich Lara auf ein Motorrad und brettert durch holprige Umgebungen – feindliche Biker eröffnen das Feuer auf Euch, dabei solltet Ihr Frontal-Kollisionen mit Bäumen und Wänden vermeiden. Außerdem ­bewährt Ihr Euch manchmal in ‘Quick Time Events‘, wie man sie aus z.B. Resident Evil 4 kennt: In automatisch ablaufenden Sequenzen müsst Ihr eingeblendete Knöpfe reaktionsschnell drücken, um das Überleben Eurer Heldin zu sichern.
Das neue Abenteuer führt Euch rund um den Erdball, insgesamt erkundet Ihr sieben Landstriche vom Dschungel in Bolivien bis hin zum verschneiten Nepal-Gebirgsmassiv – außerdem tummelt Ihr Euch nach Belieben im heimischen Anwesen. Immer wieder warten am Ende eines Abschnitts menschliche oder mystische Obermotze, denen Ihr mit einer Spur Taktik und jeder Menge Blei beikommt.

Was Ihr dagegen nicht findet, ist ein definitives Ende: Crystal Dynamics setzt wie bei diversen Legacy of Kain-Spielen auf einen Schluss, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet und wie das Staffel-Ende einer guten TV-Serie funktioniert – Neugier auf die Fortsetzung wird auf jeden Fall geweckt. Bis Ihr das Finale seht, vergeht nicht übermäßig viel Zeit: Einigermaßen begabte Forscher schlagen sich mit Lara in acht bis zehn Stunden durch – das ist zwar wenig, aber dafür könnt Ihr Euch danach als Schatzjäger betätigen. In jedem Sze­nario (inklusive dem Croft’schen ­Anwesen) sind zahlreiche Artefakte versteckt, die viele Boni freischalten: Neben ­Produktionsskizzen und Charakter­porträts locken sexy Outfits für Ms. Croft, die Ihr der Dame dann jederzeit überstreifen könnt.

Spielerisch gibt es zwischen den beiden Fassungen keine Unterschiede, auch der Sound hat mit filmreifer ­Musik und gelungener deutscher ­Synchro das gleiche Niveau. Bei der Grafik zeigen sich dagegen erkenn­bare Unterschiede: Schick sieht das Abenteuer überall aus, auch die Animation der Heldin stimmt system­übergreifend. Die Umgebungstex­turen gefallen sowohl bei PS2 als auch Xbox, wobei letztere Version insgesamt etwas hübscher ausfällt. Am deutlichsten stechen die Technik-Differenzen bei der Bildrate heraus: Die Sony-Hardware ­verzeichnet häufigere Einbrüche ­unterhalb der üblichen 25 Bilder pro Sekunde, während Microsoft-Forscher das Geschehen fast durchgehend mit der doppelten Leis­tung genießen können.

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Walldorf
16. September 2023 22:29

Hab damals die PS2-Version aus der Videothek ausgeliehen und an einem Wochenende durchgespielt.

captain carot
13. September 2023 15:54

Ich mag die Ausrichtung der Trilogie wesentlich lieber als die der Nachfolge-Trilogie.

Wobei ich Anniversary unterm Strich besser finde als Legend.

Kratos
13. September 2023 15:45

Hab ich geliebt…