Warhammer: Im Schatten der gehörnten Ratte – im Klassik-Test (PS)

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Nach dem Verlust der AD&D-Lizenz stürzt sich Entwickler SSI auf das ”War­hammer Fantasy Battle”-Tabletop vom englischen Brettspielriesen Games Workshop. Für die Regeln des taktischen 3D-Scharmützels hat man sich streng an die (mittlerweile eingedeutschten) Regelschwarten gehalten, auch Monster-Glossar und Render-Charaktere wurden an der reich illustrierten Vorlage orientiert. Anfangs nur Herr über einen mickrigen Reitertrupp, spärlich gerüstetes Fußvolk und einen schäbigen Wagentroß, dirigiert Ihr Euren Trupp über eine Landkarte der ”Old World”.

Bei Zwischenstopps in Sied­lungen und Städten rekrutiert Ihr neue Einheiten, ersetzt gefallene Kameraden durch freiwilliges Kanonen­futter oder lauscht den strategischen Ratschlägen Eures Fi­nan­z­verwalters: Dietrich hockt brav hinter seinem Schreibtisch im Optionsmenü, wo der greise Kriegs-Veteran Nach­schlage­werke über Eure monströsen Gegner, die arkanen Künste sowie Verträge für diverse Auftrags­arbeiten hortet. Ihr studiert aufmerksam sämtliche Missions­vorschläge, um die Risiken eines Feld­zuges gegen den gebotenen Sold abzuwägen. Dietrich erläutert mit englischer Sprach­ausgabe und deutschem Untertitel den detaillierten Sachverhalt, anschlie­ßend wird mit dem Auftraggeber ge­feilscht. Besonders harte Nüsse berichten Herzergreifendes über entführte Fa­mi­lien­angehörige oder appellieren mit heroischen Ritter-Questen an Euer Ehr­gefühl. Ist der Handel unter Dach und Fach, marschiert Eure Truppe zum Ein­satzort: Bevor Ihr Kavallerie, Infan­terie und ”Charakter­modelle” wie einen magisch begabten Rübezahl in den Echt­zeitkampf schickt, positioniert Ihr in aller Gemütsruhe Eure Truppen – die Auf­stellungszone haben die Entwickler mit weißen Wimpeln abgesteckt.

Um das komplette 3D-Terrain einzusehen und Gelände-Features wie Flußläufe, Wald­stücke oder morsche Bretterbuden in Eure Taktik einzuplanen, justiert Ihr die Kameraein­­stellung: Ein Klick auf Links- und Rechts­­taster zeigt die komplette Spiel­fläche oder zoomt Euch mitten ins Getümmel. Seid Ihr mit Aufstellung und Blickwinkel zufrieden, leitet Ihr per ”Start”-Button das Gemetzel ein: Eure Truppen wechseln über Icon-Komman­dos die Aufstellung, spicken Chaos-Bestien wie Orks und Skaven-Ratten­menschen mit Pfeilen oder versengen den Biestern mit einem Kampfzauber den verlausten Pixel-Pelz. Reiter-Ein­heiten und Fuß­soldaten stürmen in Keilformation die feindlichen Reihen oder fächern aus, um versprengte Flüchtlinge niederzumähen. Sämtliche Kommandos werden von Euren Feld­herren mit Sprach­ausgabe befolgt, in der Schlacht schallen Digi-Samples wie Todesschreie und Waffengeklirre übers Polygon-Feld.

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3 Kommentatoren
belborngeohoundRudi Ratlos Letzte Kommentartoren
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belborn
I, MANIAC
Maniac
belborn

Dark Omen war besser und ohne Probleme auf der PS zu zocken.

geohound
I, MANIAC
Maniac
geohound

Ja auf dem PC konnte man das einfwandfrei zocken. Das Spiel schreit halt aber förmlich nach einer Maus :-).

Rudi Ratlos
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Rudi Ratlos

Da war die Playsi (oder der Entwickler) wohl überfordert, auf dem PC war das doch ganz ok?!

belborn
I, MANIAC
Maniac
belborn

Ich habe es versucht zu zocken.Es war auf der PS1 unspielbar.Mit viel Glück die nächste Runde erreicht um dann in dem ruckeligen Pixelmatsch einen noch grösseren ansturm serviert zu bekommen.

geohound
I, MANIAC
Maniac
geohound

Der Nachfolger Dark Omen war noch mal nen Stück besser. Kenne von beiden aber nur die PC-Version.