Wo Long: Fallen Dynasty – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Besonders brenzlig wird es in der Regel aber erst, wenn Euch mehrere Gegner gleichzeitig von allen möglichen Seiten beharken. Einmal in die Enge getrieben, verliert Ihr auch wegen der ab und an etwas hektischen Kamera schneller den Überblick, als Ihr Zhang Liang sagen könnt. Das ist übrigens der erste der vielen spektakulär in Szene gesetzten Bosse, die Euch am Ende jeder Hauptmission erwarten und mit ihren abscheulich-grotesken Designs klar zu den Highlights von Wo Long: Fallen Dynasty zählen. Während Ihr bei schwächeren Kontrahenten nach einem verpatzten Konterversuch oft mit einem blauen Auge davonkommt, bestrafen die Endgegner jede noch so kleine Unachtsamkeit gnadenlos und leeren Eure Lebensleiste innerhalb weniger Sekunden. Bis Ihr deren Angriffsmuster verinnerlicht habt, sterbt Ihr mit Sicherheit unzählige Bildschirmtode. Um den Controller dann nicht mit voller Wucht gegen die nächstbeste Wand zu pfeffern, verlangt Euch ”Wo Long” also jede Menge Geduld ab.

Genau wie Genreprimus FromSoftware verzichtet auch Team Ninja auf einen leichteren Schwierigkeitsgrad. Dafür leisten Euch zumindest bis zu zwei computergesteuerte Begleiter Schützenhilfe. Die stellt Euch das Action-Rollenspiel entweder automatisch an die Seite oder Ihr beschwört sie in einem ruhigen Moment selbst herauf. Als nützlich erweisen sich diese Gefährten vor allem dann, wenn sie die Aufmerksamkeit Eurer Rivalen auf sich ziehen und Euch so ein bisschen Luft verschaffen, um ­beispielsweise schnell mal einen Heiltrank runterzukippen. Geht Euch das nichtssagende Gelaber Eurer KI-Mitstreiter zu sehr auf die Nerven, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, menschliche ­Verbündete zu Hilfe zu rufen und sich im Koop-Modus durch die Dämonenhorden zu schnetzeln. Und das im Idealfall auf der PS5 oder Xbox Series X. Auch wenn effektreiche Animationen der Bildrate insbesondere im Qualitätsmodus gelegentlich einen Dämpfer verpassen, erspart Ihr Euch zumindest die deutlich matschigeren Texturen, die auf der Series S immer wieder störend aufpoppen.

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belborn
17. Juni 2023 20:07


Ich kenne die Geschichte vom Bürgerkrieg und das Schicksal der einzelnen Warlords “ziemlich gut” u.a. von der Strategiereihe “Nobunagas Ambition”.Somit fehlt für mich der Überraschungsmoment und mit den ganzen Onikram garniert,war so gar nicht meins.Nioh 1 fand ich dagegen klasse,das Ganze so am Rande als Ausländer zu erleben.Und es hatte eine angenehme Länge von 40h.

Steffen Heller
Redakteur
17. Juni 2023 18:33

Mag Wo Long auch ganz gerne, aber nach so circa 7 Leveln war bei mir bisschen die Motivation weg. Dann wurde es mit dem Loot und den Kämpfen eher unspannend, wenn man das System mal drin hat. Würde es aber für die Bosse aber vielleicht nochmal irgendwann anpacken. Ist auch bisschen das Problem, dass es dieses Jahr echt viele gute Spiele und Alternativen gibt.
Bei den Soulstiteln spiel ich gerade lieber “The Last Hero of Nostalgaia” , weil einfach überraschender.

Bort1978
17. Juni 2023 17:25

Hab ich mir mal gerade gegönnt. Ich blicke zwar noch nicht so recht durch, aber das schnelle Kampfsystem und das man im Vergleich zu Nioh springen kann, macht schon mal Bock.

joia
16. Juni 2023 6:48

– geht es um nioh2? ja, das hat mir tatsächlich gut gefallen, sogar einen tick besser als nioh. und es kommt nach wie vor keine langeweile auf, auch wenn mich die lootmenge zeitweise überwältigt. es ist einfach die stimmung des spiels und die rolle des protagonisten. wo long besitzt für mich was das angeht einfach keine tiefe. aber wie du sagst – geschmäcker sind verschieden 😉

belborn
15. Juni 2023 20:19

Ehrlich,der Potpourri aus jap Okkultismus und Bürgerkrieg Ende des 15.Jahrhundert hat dir gefallen?Ich fand das anstrengend,deplaziert und in die Länge gezogen.Aber Geschmäcker sind verschieden.

joia
14. Juni 2023 8:46

Das Spiel ist kurzweilig und gut – aber wenn mich richtig die Lust packt, dann bleibt Nioh2 die erste Wahl. Persönlich fehlt mir allein die Tiefe der Story, wie ich sie bei Nioh2 habe. Der Rest stimmt – auch, was im Test auffällt kann ich nachvollziehen. Sekiro finde ich im Vergleich zu Nioh/Nioh2 und Wo Long viel trockener bzw. “steifer” – bin damit nie wirklich warm geworden.