Wo Long: Fallen Dynasty – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Ganz ehrlich? So richtig kapiert haben wir nicht, worum es in der Geschichte des geistigen Nioh-Nachfolgers geht. Nur, dass ein alter Knacker mit Hang zu schwarzer Magie auf der Suche nach einem Unsterblichkeits­elixier das China zur Zeit der Han-Dynastie ins Chaos stürzt. Und natürlich liegt es an Euch, als anfangs noch völlig unbedeutender Milizsoldat die Kohlen aus dem Feuer zu ­holen, das seitdem im Land der Morgenröte lodert. Ist aber eigentlich auch wurscht, da die hanebüchene Story immerhin als willkommener Vorwand dient, Euch die unterschiedlichsten (Kriegs-)Schauplätze zu präsentieren. Von brennenden Dörfern über karge ­Gebirgslandschaften bis hin zu blutgetränkten Schlachtfeldern nimmt Euch Wo Long: Fallen Dynasty mit auf eine abwechslungsreiche Sightseeingtour quer durch das krisengebeutelte Reich der Mitte.

Die Auseinandersetzungen mit den Schergen des graubärtigen Hexenmeisters laufen dagegen nach dem typischen ”Soulsborne”-Prinzip ab. Normale Angriffe blockt Ihr ohne Energieverlust, indem Ihr einfach Eure ausgerüstete Waffe schützend vor den Körper haltet. Spezielles Timing erfordert das zwar nicht, allerdings solltet Ihr dabei immer Eure Willensanzeige im Auge behalten. Ist die nämlich erschöpft, seid Ihr weiteren Attacken für einen Augenblick wehrlos ausgeliefert. Leuchten Feinde rot auf, kurz bevor sie zum Schlag ausholen, müsst Ihr jedoch ein Ausweichmanöver initiieren. Erwischt Ihr den richtigen Moment, ermöglicht das außerdem einen direkten Gegenangriff. Ansonsten befördern Euch schlimmstenfalls selbst eher harmlose, weil langsam herumschlurfende Zombies mit solchen kritischen Treffern ins Jenseits. Zieht Ihr beim ­nächsten Aufeinandertreffen wieder den Kürzeren oder beißt vielleicht sogar schon auf dem Weg dorthin ins Gras, ist Euer mühsam zusammengeklaubtes Ki (Wo Longs Pendant zu Blutechos, Seelen und Co.) mindestens zur Hälfte futsch.

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belborn
I, MANIAC
belborn

@joia
Ich kenne die Geschichte vom Bürgerkrieg und das Schicksal der einzelnen Warlords “ziemlich gut” u.a. von der Strategiereihe “Nobunagas Ambition”.Somit fehlt für mich der Überraschungsmoment und mit den ganzen Onikram garniert,war so gar nicht meins.Nioh 1 fand ich dagegen klasse,das Ganze so am Rande als Ausländer zu erleben.Und es hatte eine angenehme Länge von 40h.

Steffen Heller
Redakteur

Mag Wo Long auch ganz gerne, aber nach so circa 7 Leveln war bei mir bisschen die Motivation weg. Dann wurde es mit dem Loot und den Kämpfen eher unspannend, wenn man das System mal drin hat. Würde es aber für die Bosse aber vielleicht nochmal irgendwann anpacken. Ist auch bisschen das Problem, dass es dieses Jahr echt viele gute Spiele und Alternativen gibt.
Bei den Soulstiteln spiel ich gerade lieber “The Last Hero of Nostalgaia” , weil einfach überraschender.

Bort1978
I, MANIAC
Bort1978

Hab ich mir mal gerade gegönnt. Ich blicke zwar noch nicht so recht durch, aber das schnelle Kampfsystem und das man im Vergleich zu Nioh springen kann, macht schon mal Bock.

joia
I, MANIAC
joia

@belborn – geht es um nioh2? ja, das hat mir tatsächlich gut gefallen, sogar einen tick besser als nioh. und es kommt nach wie vor keine langeweile auf, auch wenn mich die lootmenge zeitweise überwältigt. es ist einfach die stimmung des spiels und die rolle des protagonisten. wo long besitzt für mich was das angeht einfach keine tiefe. aber wie du sagst – geschmäcker sind verschieden 😉

belborn
I, MANIAC
belborn

Ehrlich,der Potpourri aus jap Okkultismus und Bürgerkrieg Ende des 15.Jahrhundert hat dir gefallen?Ich fand das anstrengend,deplaziert und in die Länge gezogen.Aber Geschmäcker sind verschieden.

joia
I, MANIAC
joia

Das Spiel ist kurzweilig und gut – aber wenn mich richtig die Lust packt, dann bleibt Nioh2 die erste Wahl. Persönlich fehlt mir allein die Tiefe der Story, wie ich sie bei Nioh2 habe. Der Rest stimmt – auch, was im Test auffällt kann ich nachvollziehen. Sekiro finde ich im Vergleich zu Nioh/Nioh2 und Wo Long viel trockener bzw. “steifer” – bin damit nie wirklich warm geworden.