
Für Sammler gelten eigene Regeln, die bei Außenstehenden ungläubiges Kopfschütteln oder gar Unverständnis hervorrufen. Selbst ich als Insider wundere mich bisweilen über fein modellierte Action-Figuren und anderes Merchandise, das bis zum Sankt-Nimmerleinstag in der Schachtel bleibt, welche wiederum nicht aus der transparenten Schutzfolie genommen wird, um die heilige Mint-Frische zu bewahren.
Auch die deutsche Videospiel-Industrie hat mittlerweile erkannt, dass mit dem Unbedingt-haben-will-Trieb eine Menge Geld zu verdienen ist. Deshalb sind mittlerweile auch hierzulande Special Editions, limitierte Auflagen oder wie die meist teureren Verpackungen und Inhalte auch immer heißen mögen, an der Tagesordnung. Doch oftmals entpuppt sich diese Fassade als Mogelpackung vor allem im Vergleich zu den USA oder Japan, wo großzügig ausgestattete Sammlerauflagen wie die zum oben abgebildeten Handheld-Titel Okamiden (wohlgemerkt: Handheld!!!) Zockerherzen höher schlagen lassen. Wenn hierzulande jedoch beispielsweise der famose Soundtrack zu Assassin’s Creed II nicht auf einer CD beiliegt, sondern nur in Auszügen und dazu umständlich als DVD, oder wenn Batman: Arkham Asylum Kunden eine vernünftige Plastikhülle fürs Spiel vorenthält, dann fühlen sich deutsche Sammler veralbert. Auch Download-Soundtracks wie bei God of War III sind schäbig! Da lobe ich mir Activision, die mich durch CoD: Modern Warfare 2 und bald auch CoD: Black Ops nach und nach mit Voyeuristen-Zubehör versorgen das Nachtsichtgerät habe ich bereits, im November kommt ein fernsteuerbares Vehikel mit Kamera dazu. Was folgt im nächsten Jahr? Ein aufblasbarer Ghillie-Tarnanzug, um unbemerkt im Gebüsch zu hocken? Statt Yps heißt es nun eben Call of Duty mit Gimmick!
Doch ich schweife ab: Deutsche Sammler werden nicht für voll genommen, das war und ist mein Problem. Und neben verhunzten Special Editions ist ihnen ein weiteres Thema ist ihnen ein Dorn im Auge, wie uns Leserzuschriften immer wieder bestätigen: die USK-Siegel auf den Hüllen! Diese sind mittlerweile deutlich größer als noch vor ein paar Jahren, hübscher sind sie dadurch allerdings nicht geworden. Deshalb hat sich beizeiten ein kluger Mensch gedacht: “Hey, Papier hat doch zwei Seiten. Lasst uns Wendecover erfinden!” Die Filmindustrie hat’s mittlerweile begriffen, auch im Spielesektor ist ausnahmsweise mal Sony vorne mit dabei und diverse andere Hersteller nehmen sich allmählich daran ein Beispiel. Cover aus der Hülle fummeln, umdrehen und weg ist der hässliche Stempel!
Klingt ganz einfach und sollte problemlos machbar sein, doch die Realität zeichnet ein anderes Bild. Das beweist Halo Reach. Als das fertige Spiel nämlich die Redaktion erreichte, sorgte die Verpackung für fassungsloses Staunen und hämisches Grinsen. Es ist in Ordnung, auf dem Wendecover das Xbox-Logo weg zu lassen (über den fehlenden Hinweis auf der Spine kann man streiten). Es ist auch okay, auf den lächerlichen “100% uncut”-Schritzug zu verzichten, schließlich impliziert “uncut”, also “ungeschnitten” ja bereits, dass nichts fehlt was soll die 100%-Angabe noch? Es ist zudem zulässig, auf der Front den Bildausschnitt des Covermotivs zu verändern, um den frei gewordenen Platz zu bedecken.
Doch aus welchem Grund, warum, wieso und nicht zuletzt: WESHALB streicht Microsoft auf der Rückseite Strichcodes und Rechtsgeblubber ersatzlos und verändert den Bildausschnitt nicht? Übrig bleibt eine schwarze Fläche ohne Konzept, Sinn und Verstand, die obendrein auch noch hässlich ist. Würde ich Halo mögen, käme ich mir von Microsoft ziemlich veralbert vor. Deutsche Produktdesigner haben somit noch einen langen Weg vor sich…
Oder was meint Ihr?











Ich habs gleich wieder umgedreht… -_-
Tja, Videospiele stecken halt doch noch in den Kinderschuhen. Auch wenn das die Branche nicht gerne hört. Naja immerhin entwickelt es sich… langsam… aber immerhin
Die Idee mit dem Wendecover finde ich großartig. Ich kaufe zwar sowieso schon aus Preisgründen englische Fassungen, die bisher nur die schwarz-weiße PEGI-Dinger drauf hatten. Stattdessen ein komplett saubere Cover finde ich noch besser, klar hat das Beispiel von Halo Reach seine Macken, aber ich würde es keinesfalls hässlich nennen.Mit Special und Limited Editions ist es bei mir ganz schlimm, habe mir zum Teil schon Sachen gekauft, nur weil ich die SE so schick fand. Und bei einem Spiel, das ich ohnehin haben will, ist die SE eigentlich Pflicht, es sei denn sie ist preislich jenseits von Gut und Böse und/oder bietet zu wenig.Eigentlich sollte es mich nicht mehr verwundern, aber es ärgert mich trotzdem immer wieder, dass es bestimmte Editionen nie nach Europa schaffen. Sei es die wunderschöne Ausgabe von Okamiden oder (wo wir schon bei Halo Reach sind) die silberne 360, von den weißen PS3s fange ich lieber gar nicht erst an 🙁
Hab mir halo reach jetzt gekauft. Das Wendecover ist bis auf den schwarzen balken absolut top, so muss es sein. Ganz klar um welten besser, als mit diesem scheußlichen usk logo drauf. Daumen hoch!
Also ich finde das Wendecover von Halo echt nicht verkehrt, finde gut dass sie auf die ganzen Schriftzüge und so verzichtet haben. Na gut der schwarze Fleck ist zwar blöde, aber immerhin ist dafür der ganze Rest vom Cover befreit.Wie sieht es eigentlich mit den Covern anderer Hersteller aus? Macht sonst nur Sony Wendecover… kaufe seit knapp 2 Jahren fast nur noch uk-Versionen, von daher weiß ich gar nicht wie weit die Wendecover verbreitet sind. Hat Nintendo Wendecover?
@ Juicebag (English for Runaways?)Du baust ‘nen Altar für dein Tamagotchi? Na, dann doch lieber für ein Wendecover…Topic: Ästhetik ist eben für viele etwas, das nicht nur im, sondern auch am Spiel einen Mehrwert ausmacht. Mal ein RL-Beispiel: Packst du
omg… es ist nur eine Hülle. Mehr nicht. Man kann sich echt über alles aufregen. Sie dient dem Schutz des Spiels und dem Erkennungswert beim durchstöbern der Spielesammlung. Sie ist kein Tamagotchi, für dass man einen Altar baut und es vergöttert.Soviel dazu.
Mein Gott, was war denn da für ein Stümper am Werk? Sieht ja echt voll beschissen aus – dann doch lieber die Seite mit dem USK-Logo…
Zum Glück bin ich kein Sammler im üblichen Sinne. Anstatt Spiele als Spiele zu sammeln, sammle ich Spiele als Spiele und Erinnerungsträger. Das heißt, ich muss nicht jedes haben, nicht mal einen großen Teil. Aber der Gumba soll mich holen, bevor ich je ein Spiel verkaufe, mit dem ich etwas verbinde.[color=#ededed]Sinnlose Geheimschrift[/color]Nun bin ich auch SEs oder CEs (Where’s da fuckin’ difference?!?) nicht abgeneigt. Gerade Figuren oder Artbooks sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch hervorragende Erinnerungsträger. Was einem da hierzulande geboten wird, ist aber meistens eine Beleidigung. Letztes Beispiel: FFXIII. Ein “”Artbook”” (wenn man das so nennen kann) in Din-A5?!? L’Cie-Mal-Aufkleber? Den genauen Wortlaut meiner Gedanken zu dem Thema behalte ich lieber für mich, die kriegen nicht mal ‘ne 18er-Freigabe.[color=#ededed]Sinnlose Geheimschrift[/color]Auch dass uns die absolut genialen Sammlerobjekte, die Japanern angeboten werden, praktisch nicht zugänglich sind, wäre ein Grund, mal gepflegt ein paar Marketing-“”Experten”” eine Hirntransplantation zu verpassen.
Ich hasse das USK Logo. Kaufe seitdem fast nur noch UK und AT Versionen.Was ich bei den Special Editions usw auch richtig schlimm finde, ist das es oft sogar mehrere von denen gibt, welche sich dann nochmal von Land zu Land unterscheiden. Das ist immer nur Stress. Ganz aktuell z.b hatte ich mir vor nem halben monat von Dead Rising 2 die Outbreak Edition vorbestellt. Die sollte erst nur für Europa sein und für die USA gabs die Zombrex Edition. Später haben dann die ganzen Online Gameshops mails rausgeschickt und haben mitgeteilt das es die Outbreak Edition nun nur noch exclusiv bei nem online UK Shop gibt. Also keine anderen Shops würden diese Edition bekommen und alle vorbestellungen wurden storniert Dann auf einmal gibt es hier doch die Zombrex Edition, die es ja nur für die USA geben sollte. Hab dann also die vorbestellt und darauf wieder ne Meldung. Die EU Version der Zombrex Edition ist vom Inhalt abgespeckt! Und dann habe ich gestern gesehen, wie einige Shops doch noch vorbestellungen für die Outbreak Edition angenommen haben (welche ja eigentlich nur noch bei diesem UK Shop exklusiv verfügbar sein sollte), aber ich war zu spät : ( nun bleibt mir nur noch diese abgespeckte zombrex edition übrig. Das gleiche schon mit BlazBlue. Die ganzen verschiedenen Box Arts (das von der EU version war kacke), in Frankreich gab es exklusiv ne prestige edition und in der Limited Edition der EU Version, fehlte der Soundtrack aus der US Limited Edition. Bei Vanquish aktuell das gleiche. Es wird ne Limited Edition geben, aber nur in der UK Limited gibts ne Figur von Hauptcharakter. Frankreich bekommt auch ne eigene und in der EU Limited ist NICHTS. Nur ein 3D Cover : (
Zum Wendecover muss ich sagen, dass ich dieses hier besonders schön finde. Nichts verunstaltet das Cover, klar das schwarze ist ein wenig unpassend, aber so schlimm finde ich das nicht, mir gefällt es.Zum Thema CE kann ich mich Michaels Meinung nur anschließen. Beispiel Street Fighter IV CE: Bei uns 2 kleine billig produzierte Figürchen und in America eine schön große Chun Li Statue. Oder auch SSFIV, uns wurde sowohl die schöne Dojo Edition als auch die CE vorenthalten, zweitere konnte man sich wenigstens importieren. Oder Blazblue: CS, nur popelige 500 Fan Editions für ganz Europa? Schon harter Tobak. Tut mir Leid, auch etwas abgeschweift ^^
Eine geradezu unverschämte CE ist die von God of War III, bei der man ein paar Kostüme mit besonderen Fähigkeiten herunterladen kann, das Trophäensammeln aber deaktiviert wird. Was ist denn das für ein Mist? Zum Thema: Sony hat mMn die unkomplizierteste Lösung aufgegriffen, in dem sie einfach nur das USK-Logo streichen, wenn es um die normale Version eines Spiels geht. Denn das ist doch der eigentliche Schandfleck auf dem Cover.
Ich Kaufe nur SE oder CE wenn es etwas zum anfassen gibt. Wenn es nur DLC schrott ist lass ich es lieber, ausser der Preisunterschied ist 10 bis 15 CHF.Zum Glück haben wir in der Schweiz selten die USK logos drauf, kommt ab und zu vor aber ist eher selten.
Kakyo hat recht.Heutztage muss man schon genau hinsehen und sich überlegen, ob das PreisBonus-Verhältnis bei den SE oder CE überhaupt gerechtfertigt ist. Mein schlimmster Reinfall war damals Metal Gear Solid 4 mit umgerechnet 120 Euro. Wenn ich mir das heute überlege, könnte ich mir rückwirkend echt in den Arsch beissen. Jetzt überlege ich zweimal, ob ich eine SE wirklich “”brauche””, oder ob die normale Version nicht doch ausreicht.In einigen wenigen Fällen, wie im anstehenden Star Wars: Force Unleashed 2, wo der Preisunterschied weniger als 10 Euro ist, ist es mir dann doch egal. Wenn man aber 20 Euro und mehr draufschlagen muss, dann ist überlegen angesagt.
ich krieg schon jedesmal plaque wenn ich ein (nicht-sony) spiel ohne wendecover dafür mit verunstaltendem USK logo in meine sammlung einreihe…zu den special und/oder collectors editions:man sollte heute schon sehr genau hinschauen ob sich der mehrpreis auch wirklich lohnt!
Ich mag Wendecover auch, aber das ist ja wohl ein schlechter Witz.Abgesehen davon teile ich Michaels Meinung bzgl. deutscher “”Collector”” oder “”Special Editions”” voll und ganz.Löblichen Ausnahmen wie GTA 4 oder Bioshock 2 stehen viele minimalst ausgestattete Editions von AC 2, Heavy Rain, Batman und vielen weiteren gegenüber.
Naja, find ich nicht so tragisch. Es ist eher bewundernswert, dass microsoft überhaupt ein wendecover anbietet. Dafür mal ein großes lob!! Man hätte es zwar besser machen können, aber ich finds in ordnung. Und mal ganz im ernst, wer braucht schon dieses dämliche, nutzlose gekritzel auf der rückseite…………ganz einfach, keine alte sau!
Ich finde Wendecover toll. Aber das Halo Reach Wendecover geht mal gar nicht. Sieht aus wie die Werbedinger bei Gamestop oder selbstgedruckte Videotheken Cover. Vor allem sieht es im Regal neben den anderen Xbox Spielen aus, als hätte man von Reach nur eine Raubkopie in der Sammlung.