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| Spiel: | Castlevania: Lords of Shadow |
| Publisher: | Konami |
| Developer: | MercurySteam |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 11 / 2010 |
Lords of Shadow markiert einen weiteren Versuch, die traditionsreiche Castlevania-Reihe erfolgreich in die dritte Dimension zu hieven. Bis dato verzauberten in erster Linie die 2D-Episoden mit kerniger RPG-Metzelaction, malerischen Bitmap-Grafiken und verträumten Kompositionen. Doch Konami führt die mit Silent Hill eingeschlagene Marschrichtung fort und reicht nach langen Jahren fernöstlicher Kontrolle das Belmont-Zepter an den spanischen Entwickler Mercury Steam weiter, der M!-Lesern noch durch den mittelprächtigen Horror-Shooter Jericho im Gedächtnis ist.
Aus japanischen Kooperationen mit westlichen Studios entstanden selten werktreue Interpretationen. Auch Lords of Shadow fegt Serientraditionen vom Tisch und erzählt eine Fantasy-Mär, welche die gewohnte Vampirthematik nur am Rande streift. In einer roten Rüstung und mit einem Kampfkreuz bewaffnet, begibt sich Ordensbruder Gabriel Belmont auf die Reise durch zwölf Kapitel, die in 50 meist lineare, sich selten verzweigende Abschnitte unterteilt sind. Kämpft, knobelt und klettert auf dem Weg zu den Schlössern der drei titelgebenden Schattenlords, die Bruchstücke einer göttlichen Maske besitzen. Mit dem vollständigen Artefakt will Gabriel seine ermordete Gemahlin Marie zu neuem Leben erwecken.
In den umfangreicher werdenden Abschnitten werfen Euch die Entwickler alles entgegen, was in Tolkiens fantastischer Welt Rang und Namen hat. In den Ländereien von Lykanern, Vampiren und Nekromanten besucht Ihr neben Wäldern und Ruinen auch Sümpfe mit giftigen Nebelschwaden, wo Euch Grabscher unter Wasser ans Leder wollen. Bomben werfende Kobolde entwaffnet Gabriel, er schleudert die Sprengkörper zurück oder öffnet damit neue Wege – mitunter erledigt Ihr Letzteres auch mit diversen Reittieren! Anderswo treten wir Skelettkriegern in den Hintern und zerschlagen die knochigen Überbleibsel mit Stampfattacken, ehe sie sich reparieren.
Die Vielfalt an Feinden ist beachtlich und nicht nur kosmetischer Natur. Vor allem, weil Mercury Steam Wiederholungen geschickt vermeidet: Jedes Szenario punktet mit neuem Look, ansprechenden Feinden, frischen Herausforderungen, Rätseln und simplen Geschicklichkeitspassagen. Diese sind kurzweilig miteinander verwoben und werden durch Zwischenbosse aufgelockert, darunter mechanische Kolosse, die sich in Design und Spielablauf stark am PS2-Abenteuer Shadow of the Colossus orientieren. Wartet den geeigneten Moment ab, um das Ungetüm zu erklimmen und verletzliche Punkte zu bearbeiten.











Mhmm…wer weiß, ob der gute Ueda derjenige war, der bei Castlevania die Idee borgte, einen Boss zu be-klettern, um ihn klein zu kriegen? Bei Haunted Castle in der Arcade Version habe ich jedenfalls den ersten seiner Gattung gesehen, an den ich mich erinnern kann.
Und Goblins, Orks etc. waren in den 2D Folgen durchaus anzutreffen, wenngleich mit einigem an Interpretation ( bei Tolkien wird auch nicht ganz unterschieden zwischen den Beiden), ob es solche sein sollten, so dass ich die Kritik an den Settings von LoS nicht ganz so streng nehme.
Mir hat das Spiel von seiner Atmo her und dem Kampfsystem gut gefallen und gemessen an der damaligen Technik der X360 ( hab es dort durchgespielt) war es hervorragend.