Peter Moore (EA) ist überzeugt: In 5-10 Jahren hat jedes Spiel Mikrotransaktionen

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Im Gespräch mit Kotaku prognostizierte Peter Moore, COO bei Electronic Arts, dass innerhalb der nächsten 5-10 Jahre in jedem Spiel Mikrotransaktionen angeboten werden: “Ich denke, letztendlich wird es diese Mikrotransaktionen in jedem Spiel geben, aber das Spiel selbst oder der Zugang zum Spiel wird kostenlos sein.” Er hält dies sogar für geradezu “zwangläufig” und vergleicht Gratis-Spiele mit besagten Mikrotransaktionen mit dem Besuch eines Einkaufzentrums: Der Eintritt ist frei, doch wer darin etwas kaufen will, muss zahlen.

Es werden zwar noch klassische Vollpreistitel bis zu einer Grenze von 60-Dollar “überleben”, räumte er ein, “aber ich glaube, wirkliches Wachstum wird dadurch erreicht, dass man Milliarden von Menschen der Branche zuführt und sie ‘Spieler’ nennt. Hardcore-Spieler werden das nicht gerne hören. Sie mögen es, einen Schutzwall um das zu ziehen, von dem sie glauben, dass sie an dessen Aufbau mitgewirkt haben – zu recht.”

Das Beispiel Wii habe gezeigt, wie man erfolgreich neue (und große) Käuferschichten für das Spielen gewinnen kann, ebenso durch Social Games oder auch Spiele wie Rock Band und Guitar Hero, erklärt Moore: “[…] alles Dinge, die das Spielen hervorhoben von der einstmals dunklen Kunst männlicher, in der Regel in ihren Schlafzimmern abgeschotteter Teenager”, erklärt Moore. “Von jenen Testosteron-gefüllten Inhalten, auf die jeder fluchte, bis zum ‘Jeder ist ein Spieler’: Wenn man seinen Zeigefinger bewegen kann […], ist man ein Spieler.”

“Und genau so wird es kommen”, schließt Moore seine Prognose ab – klingt fast wie eine Drohung.

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hardobi
22. Juni 2012 16:19

@tylerkenobiHehe, ne eher nicht. Eher zu viel Zeit neben der Masterarbeit :).Zumal auf diese Idee sicher einige gekommen sind, ohne da mehr als 5 Min. drüber nach zu denken. Er ist eher eine Art (ich nenne es so) Eventspieler. Soll heißen, wenn ein Blockb

tylerkenobi
22. Juni 2012 15:52

[quote=hardobi][…] Er meinte dann wiederum das er einen seltenen Plan für Edelsteinherstellung hat und wenn er dafür das Gold (was er für die Produktion braucht) einsetzt, dann bringen ihm der Verkauf der Steine wiederum soviel Geld das sich das lohnen würde.Fand ich schon ganz cool (wenn es denn so funktioniert) das eine Mischung aus spielerischem Können/Glück (nämlich das finden dieses Bauplans) + die wirtschaftliche Investition ins Gold am Ende bezahlt machen kann, dass man noch mehr Gold kriegt, was man dann wiederum für tolle Items einsetzten kann.[/quote]Spielsucht? ;-)Symptome des pathologischen Spielens (= Spielsucht):Häufiges oder auch episodenhaft wiederholtes Spielen ist mit einer ausgesprochenen gedanklichen Beschäftigung bezüglich „erfolgversprechender“ Spieltechniken oder Möglichkeiten zur Geldbeschaffung – das erforderliche „Anfangskapital“ – verbunden. (Quelle http://bit.ly/Nh40mu)

Zyrok
22. Juni 2012 0:27

@oliver: danke dir =): da gebe ich dir vollkommen recht was die masse an f2p titeln angeht, ich zB habe derzeit league of legends und bloodline champions aufm pc installiert und wenn ich da was spiele dann league of legends und zwar nicht weil ich

hardobi
21. Juni 2012 23:08

Zwecks Diablo und “”EGAH””: Ein Kumpel hat auch für 2,50€ pro 1Mil. Gold (insgesamt 5 Mil. ->12,50€) geholt und ich musste so ein wenig mit dem Kopf schütteln.Erst den Vollpreis fürs Spiel und dann noch zusätzlich Geld ausgeben wäre mir irgendwie zuwider. Er meinte dann wiederum das er einen seltenen Plan für Edelsteinherstellung hat und wenn er dafür das Gold (was er für die Produktion braucht) einsetzt, dann bringen ihm der Verkauf der Steine wiederum soviel Geld das sich das lohnen würde.Fand ich schon ganz cool (wenn es denn so funktioniert) das eine Mischung aus spielerischem Können/Glück (nämlich das finden dieses Bauplans) + die wirtschaftliche Investition ins Gold am Ende bezahlt machen kann, dass man noch mehr Gold kriegt, was man dann wiederum für tolle Items einsetzten kann.Trotzdem, ich persönlich will nur einmal zur Kasse gebeten werden!Sehe da auch die Zukunft bei den osteuropäischen Herstellern: CD Projekt, Techland, Gajin und sogar die Games von City Interactive werden immer besser und zum Teil auch innovativer (Dead Island), da ist der Sprung zum AAA Titel nur ganz klein und im Fall von Witcher 2 ist man schon ebenbürtig.Was ich Herrn Moore auch noch zu bedenken gebe würde ist die schiere Anzahl an F2P Spielen. In der Werbung kommen ja ständig neue und auf den ersten Blick auch gut gemachte Titel heraus. Diese Spiele sind ja auch (wegen Ihres Geschäftsmodells) auf Langzeitmotivation (beim spielen und damit auch bezahlen) ausgelegt. Ich kann mir nicht vorstellen das ein Gamer der solch ein Spiel ein halbes oder ganzes Jahr gespielt hat, da ständig ein Neues anfangen wird (wo er ja wieder bei Null beginnt).Als ich vor 7 Jahren Ogame gespielt habe, hatte ich zu dieser Zeit noch ein oder zwei andere Browsergames versucht, aber habe dann schnell gemerkt wie viel Zeit das ganze frisst und somit blieb es bei dem einen. Weiß ja nicht ob das heute anders ist, aber die Seafights, Farmville’s und Co. wirken nicht so als ob man sie nach 1 Monat wieder weglegen sollte.

Walldorf
21. Juni 2012 22:47

Hier steht, dass Crytek in Zukunft nur noch F2P Spiele entwickelt:http://www.gamersglobal.de/news/54302/crytek-entwickelt-zukuenftig-ausschliesslich-f2p-titel

Zyrok
21. Juni 2012 22:45

also, gehen wir mal davon aus, dass crytek bereits an nem AAA game für die nächste xbox arbeiten würde und dass die behauptung, dass sie nurnoch f2p spiele machen stimmt, dann würde das doch wiederum den gerüchten zum next-gen cloud-gaming mehr gewicht verleihen oder täusche ich mich da?

Zyrok
21. Juni 2012 22:42

@ oliver grüner, mich würde interessieren woher du die info hast dass crytek nurnoch f2p spiele machen will… soll nicht heisen, dass ich die info in frage stelle, mich würde es nur wirklich interessieren…

tetsuo01
21. Juni 2012 21:17

MS macht es doch mit Windows 8 schon vor. Ein Betriebsystem in Häppchen serviert. Früher hat man sich Office noch komplett gekauft, jetzt lädt man sich eben jedes Teilchen der software einzeln herunter…

donkiekung
21. Juni 2012 21:14

Gewöhnt euch dran. Der Spielemarkt hat doch heute eine ganz andere wirtschaftliche Bedeutung, als noch zu rührseligen Amiga oder SNES Zeiten. Außerdem ist er viel breiter aufgestelltt. Man denke nur an die millionenfachen Downloads bei Apple.Die Core-Gamer sind auch ein Bereich. Aber nur einer unter Vielen. Das große Geld machen z.Zt. tatsächlich eher die FTP Games und APPS.Für mich hört sich die Zukunftsvision plausibel an. Aber den Markt für den harten Kern wird es natürlich weiterhin geben. Angebot und Nachfrage eben.

21. Juni 2012 20:30

Gott sei Dank hat EA absolut keinen blassen Schimmer von Marktentwicklungen. Wenn in 5-10 Jahren EAs erstes 200 Millionen schweres F2P Projekt genauso floppt wie The Old Republic wird mir das ein Lächerln aufs Gesicht zaubern.

chief wiggum
21. Juni 2012 19:34

also ich finde z.b. league of legends ziemlich gut. obwohl ich das schon über jahre spiele, habe ich dafür keinen cent bezahlt. viele meine freunde haben allerdings schon kleinere geldbeträge dafür ausgegeben, sodass sich das dann auf mehr als einen vollpreistitel aufsummiert hat. und wenn ich bedenke, wie das spiel begonnen hatte…inzwischen kann es sich riot leisten preisgelder von 20 000€ und mehr zu bezahlen. also da kommt über die zeit weit mehr geld rein als über das einmalige verkaufen einer disk.

cloud1429
21. Juni 2012 19:11

Wenn man sich den Leichenberg von EA anschaut, bin ich mir ziemlich sicher das DIE versuchen werden solche Spiele produzieren zu lassen.Bin ja mal gespannt was diese Spiele dann bieten können, damit wir Zocker sowas unbedingt haben wollen.

DarkStar6687
21. Juni 2012 18:37

Sollte das wirklich passieren, werde ich aufhören mit spielen (zumindest von neuen Titeln). Schrecklich dieser ganze F2P-Wahn.@ FuffelpupsAlso mir hat das Aktionshaus (Echtgeld und ohne) die Freude an Diablo 3 komplett verdorben. Klar ist es optional, aber Blizzard hat das Spiel so ausgelegt, dass man das Aktionshaus früher oder später nutzen muss (ab Inferno). Man findet einfach keine Gegenstände die gut sind. Es scheint so also ob erst an das Aktionshaus gedacht wurde und dann erst das Spiel drumherum entwickelt wurde. Sehr schade…

Oliver Gruener
21. Juni 2012 18:08

Das Problem bei Diablo 3 ist aber, dass der Itemdrop auf das Auktionshaus ausgelegt ist. Ohne Auktionshaus ist der höchste Schwierigkeitsgrad nicht zu schaffen.

captain carot
21. Juni 2012 18:07

: Ja, leider. Etwa Elektronik mit eingebautem Verfallsdatum, damit man früh genug was neues verkaufen kann…

Fuffelpups
21. Juni 2012 17:37

Bei Diablo 3 das Echt Geld AH finde ich ganz gut, es ist optional und ich nutze es nicht. Ich versuche auch möglichst nicht das Gold AH zu nutzen und trage fast nur Items, die ich selbst gefunden habe. Ist zwar mühseliger, macht mir dafür aber mehr Spaß.Ich habe bisher kein F2P Spiel gespielt, außer TF2 ein paar Minuten aber ich würde da kein Geld für Hüte ausgeben.

sMyle
21. Juni 2012 17:34

Carrotguck dir die “”ganze Wirtschaft(Weltweit)”” an …. wachstum , gier ….. absturz

captain carot
21. Juni 2012 17:11

Wachstum, Wachstum, Wachstum. Irgendwann hat es sich einfach ausgewachsen. Die Konzerne scheinen aber zu meinen, dass es endlos so weitergehen muss.Ich kann auf den Microtransaction Mist jedenfalls gerne verzichten.

Barrick
21. Juni 2012 17:02

Want to see some pyramid head? Today for just 0.99!

Walldorf
21. Juni 2012 16:59

Hab im Forum ein Video eines F2P Entwicklers (Battlefield Heroes) gefunden, ist ganz interessant.http://www.slideshare.net/bcousins/paying-to-win

Oliver Gruener
21. Juni 2012 16:54

EA, genau wie Crytek, wollen ja nur noch F2P Games machen. Sicher, das ist ein großer Markt und man kann viel Geld mit verdienen.Was sie verkennen, viele Core-Gamer wollen ein komplettes Spiel. Wie bei jedem Hobby gehört auch bei Spielen unter anderem für Viele das Sammeln dazu.Es werden in den kommenden Jahren also noch vermehrt Entwickler etwa aus Russland / Osteuropa und Südeuropa auf den Mitteleuropäischen Markt drängen und die Core-Gamer mit kompletten Spielen versorgen, weil große amerikanische Unternehmen ihnen den Weg frei räumen. Die Amerikaner müssen aber aufpassen. Sie orientieren sich immer nur am amerikanischen Markt, und was dort machbar ist. Für sie ist es ja auch der größte Markt. Allerdings kann es sein, dass die Europäer da irgendwann nicht mehr mitziehen und dann kriegen auch die großen im US-Markt ihre Probleme, weil der dann doch nicht groß genug ist.

21. Juni 2012 16:42

jetzt hoit do mol dei goschndas einzigste was mir dazu einfällt……