Diablo 3 Ultimate Evil

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ZetsuboudaZetsubouda
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Diablo 3 Ultimate Evil Edition (PS4) 1S2a9a0c.png
Hiermit ist das erste Spiel auf Sonys neuer Spiele-Hardware komplettiert.

Der Vorgänger hat schon massiv Lebenszeit abgesaugt, daher erwartete ich 13 Jahre nach dessen Release auf PC ähnliche Einschnitte.
Aufgrund des Onlinezwangs mit dem Rechenknecht blieb der Kauf jedoch aus; stattdessen lief die Demo auf der PS3.
Die baldige Ankündigung einer Version für die PS4 war dann auch mit ein Kaufgrund für die Konsole.
Also hieß es wieder warten…auf Sanktuario.
Kurz nach Erhalt des Destiny-Bundles erreichte mich das Spiel und verließ seitdem nicht ein einziges Mal das Laufwerk.

Kommen wir aber zur generellen Einführung (bei Vorkenntnis überspringen):
Zu ursprünglich 5 Klassen – Barbar, Dämonenjäger, Hexendoktor, Magier, Mönch – und 2 Geschlechtern gesellte sich
mit dem Addon Reaper of Souls der Kreuzritter (bzw. -ritterin).
Ganz im Stile eines Diablo II wurde der Geschichte ebenso ein fünfter Akt hinzugefügt.
Als Antagonist dient darin der ehemals aus den Hohen Himmeln verschwundene Erzengel Malthael,
welcher sich zum Seelenfänger aufschwingt und damit die gesamte Menschheit bedroht.
Zusätzlichen Zeitvertreib versprechen die Erhöhung der Maximalstufe auf 70, ein paar neue Fertigkeiten für jede Klasse
sowie neue Items und Spielmechaniken (Abenteuermodus, Kopfgelder, Nephalemportale…).

Natürlich macht man sich vorher Gedanken, mit welcher Klasse man das Spiel am liebsten angeht. Und doch
spielt man sie irgendwann alle, sei es der Abwechslung zuliebe oder um sich die Platin zu erarbeiten.
Müsste ich ein Ranking zu den Charakteren aufbauen, so würden sich Dämonenjäger, Magier und Kreuzritter
knapp vor dem Hexer um die Favoritenrolle streiten, während Barbar und Mönch eher weniger mein Fall sind.
Das liegt teils an interessanten Kombinationen von Fertigkeiten, teils an der ‘Lebenserhaltung’ der Klassen.

Jetzt aber ans Eingemachte:
Was mir gefallen hat

  • Fantastische Musikuntermalung. Ob Hintergrundmusik, Sprecher, Geräusche… – typisch Blizzard!
  • Rasante Spielbarkeit zu so ziemlich jedem Zeitpunkt. Selten gab es Slowdowns, Abstürze (bisher) gar keine.
    Auch wenn es an jeder Ecke blitzte und Extremitäten zu Hunderten durch die Luft segelten.
  • Haufenweise Schwierigkeitsgrade – von normal bis hammerhart, mit pro Stufe steigender Ausbeute.
  • Wählbares Geschlecht pro Klasse. Mancher Charakter erhält durch den Wechsel gewisse Vorzüge.
  • Begleiter werden automatisch wiederbelebt, sollten sie doch mal ins Gras beissen.
    Das lästige ‘Port zurück in die Stadt und laber mit dem Söldneranführer’ entfällt. Der Wechsel ist zudem konstenlos.
  • Jederzeit (naja, bis auf Gebiete mit Bossen) freie Wahl bezüglich der Fertigkeiten. Im Prinzip braucht es damit
    einen Vertreter jeder Klasse, wenn man von elementaren Unterschieden der einzigartigen und Setgegenstände absieht.
  • Langzeitmotivation durch verschieden zu spielende Charaktere, neue Modi und der Jagd nach perfekter Ausrüstung.
  • Die Ausrüstung lässt sich mit Farben und Designs den Vorlieben anpassen – entsprechende Vorlagen vorausgesetzt.
  • Sammelwut par excellence – mit nur wenig Aufwand wird man von tollen Gegenständen regelrecht erschlagen…
  • …die man wie Materialien per integriertem Postsystem an Freunde verschicken kann…

Was mir weniger gefallen hat

  • …weil leider nicht alle in die Kiste mit nur 210 Plätzen passen. Trotz höchster Ausbaustufe.
    Im Vergleich zum Vorgänger zwar ein deutlicher Anstieg, aber für Messis sind mehrere Lageristen ein Muss.
  • Verzauberkunst bringt nur selten die gewünschten Boni in passender Höhe auf die Gegenstände, wesentlich öfter
    hatte ich hingegen die gleichen Attribute mit leicht unterschiedlichen Werten zur Auswahl. Auf Dauer echt lästig.
  • Verzaubert, die zweite: Hier geht es aber um gegnerische Besonderheiten wie Mauernbauer und Giftpfützenspucker.
    Da diese Elitegegner nicht selten in Gruppen umherstreifen, wird man regelrecht einbetoniert oder ertränkt.
    Hat der Charakter keinen Rettungsskill auf den Tasten bzw. wenig Leben, ist der Tod vorprogammiert (haha).
  • Die Schneesturm’sche Patchpolitik: Heute ändern wir mal eben ein paar Elemente/Koeffizienten von Fertigkeiten,
    machen dadurch ganze Builds untauglich und wechseln mit dem nächsten Patch wieder durch.
    Das bringt uns gleich zum nächsten Punkt…
  • Eingeschränkter Nutzen von bestimmten Builds bzw. Sets auf höheren Stufen und Schwierigkeitsgraden.
    Trotz der Vielfalt läuft es bei jeder Klasse eigentlich nur auf eine wirklich erfolgreiche Zusammenstellung hinaus.

Was mir nicht gefallen hat

  • Den Abbruch von Gesprächssequenzen auf die Aktionstasten Viereck/Kreis zu legen, war so ziemlich der dämlichste Einfall,
    den Blizzards Kreativteam haben konnte. Mitten in einer Metzelorgie poppt eine Nachricht auf, jemand will dir was erzählen
    und da ist die Box auch schon wieder verschwunden, weil du die ‘falsche’ Taste gedrückt hast. Zum Kotzen!

Zum Ende noch ein Hinweis auf einen spielentscheidenen Punkt:
Wird das Spiel über den Homebutton und ‘Anwendung schließen’ beendet, umgeht man den zwanghaften Autosave.
Mittels dieses ‘Schwachpunktes’ ist zum Beispiel ein Versenden von Gegenständen möglich, die man sonst
nicht einmal als Handelsgüter ins Spiel brächte. Im Fachjargon wird das auch als ‘Dupen’ bezeichnet.
Aber wieso sollten besondere Errungenschaften nicht geteilt werden? Guten Freunden gibt man doch ein büsschen.. ;)

Fazit: Mit dem Dreier lieferte Blizzard die erwartete Droge ab und entfachte die Sammelleidenschaft aufs Neue.
Das Addon wurde seinem Namen gerecht und fügte einige nette Inhalte hinzu.
Leider tritt man auch wiederholt in den Fettnapf, wenn es um Patches geht, die eigentlich mit Fehlerbeseitigung
und eventuellen neuen Inhalten das Spielspaßniveau halten sollen. Als Spieler will ich mich in einem solchen Titel
auf das Metzeln und Verbessern konzentrieren, und nicht regelmäßig ganze Builds/Konzepte über den Haufen werfen,
weil irgendein Depp von Entwickler eine Änderung der Fertigkeiten-Elemente oder Modifikatoren erwürfelt!
Wie es letztlich weitergeht, ist nicht abzusehen – selbst für DII kamen Jahre später noch Patches heraus.
Somit gäbe ich dem Spiel derzeit 91 von 100 teuflischen Frostbeulen.