Gears of War 4: eigentlich

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Anonym
Inaktiv

Gears of War 4: eigentlich lange Wackelkandidat, hab ich mir das Game letztlich doch zugelegt weil ich von nen Online-Kumpel genötigt wurde. Also Spiel bestellt, am releasetag bekommen(Freitag) und mal in der Nacht installiert: Kumpel hat sich das Samstag Nachmittag aus den örtlichen Mädchenmarkt mitgenommen und hat das 17Uhr Installieren lassen. Kein Problem, war eh erst 19Uhr von der Arbeit zuhause und dann wollten wir eigtl. loslegen. leider ist die Koop-Funktion das letzte was das Spiel installiert und Installationen dauern lange. Lange rede kurzer Sinn: Sonntag morgen gegen 00:30 war die Installation komplett und ich schon im Bett, weil ich Sonntag morgen um 8 wieder auf der Matte stehen musste, Installation und Patches oder wie ich es liebevoll nenne “elendiger Scheißdreck”, in der wenigen Freizeit die ich besitze will ich Zocken und nicht Däumchen drehen. Sonntag Abend 19uhr ging es dann endlich los (manch einer hatte es zu diesen Zeitpunkt schon sicher durchgespielt). Der Prolog beginnt knackig mit den Pendelum Krieg, feiert den E-Day ab und die letztliche Vernichtung der Locust und der leuchtenden. Völlig in Stimmung versetzt, verpasste uns das Spiel im gefühlten ersten Drittel einen Dämpfer: statt Blut und Innereien gabs Öl und Schrauben. Im Spiel zieht (gefühlt) alle 10 Minuten ein Supersturm auf, der so schnell verschwindet wie er kam, danach gibt es endlos blauen Himmel und schwupps, wieder Sturm. Es fühlt sich an einigen Stellen so an als hätte der Levelabschnitts-Designer nicht gewusst das hinter der Tür zu seinen Bereich ein gigantischer Sturm tobt. vermutlich hat man einfach Setpieces an Stellen gepflanzt die dafür nicht vorgesehen waren. Was auch richtig Sackgang ist ist der Verteilung von Deckungen, man sollte besser nicht eine Sekunde drüber nachdenken warum dort jetzt ne Kiste, Geröll oder sonstiges liegt. Das fühlt sich einfach selten glaubwürdig und organisch an. Man bekommt den Eindruck Hobbyentwickler hätte ein wenig mit den Mapeditor rumgespielt. Spielerischer Tiefpunkt ist eine völlig Spassbefreite und Sinnlose Motorrad-Sequenz. Was sich mir auch nicht erschließt ist das es alle 5 Minuten eine Cut-Scene gibt obwohl das Spiel nix zu erzählen hat (Da soll nochmal jemand auf Hideo Kojima schimpfen) in den letzten 10% des Spiels wird es dann endlich nochmal Spassig und nachdem man nen popeligen Zwischenboss besiegt hat stellt man mit entsetzten fest das es sich um den Endboss gehandelt hat. Nach ca. 9h Spielzeit war der Quark vorbei, abrechnen muss davon aber noch gefühlt 72524 belangloser Cinematics die sicher ne Spielzeit von über 3h fassen.

Fazit: Wie bei Halo 4 seinerzeit eine völlig unnötige Fortsetzung einer abgeschlossenen Trilogie. Den Multiplayer und Hordemodus bewerte ich an dieser Stelle nicht, weil mir das meilenweit am Arsch vorbei geht, ist aber sicher wieder das Herzstück des Games. Die Bewertung bezieht sich rein auf die Kampage:

5/10 Kettensägen, weil es sich routiniert spielt, gut ausschaut und in den ersten und letzten 10% des Spiels Gears Feeling aufweist. die 80% dazwischen plätschern belanglos mit vereinzelten Tiefpunkten vor sich hin.