Tutorials 2.0: “Der Pfeil zeigt Dir die Richtung zum Ziel!”

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Die Welt der Videospiele hat sich in den letzten Jahren fundamental verändert. Schlauchlevel, einsteigerfreundliche Bedienung, unendlich Leben (ohne Action Replay!), Rücksetzpunkte und automatisches Speichern nach jeder Feindberührung… da verzweifeln ältere Hardcore-Zocker, während jüngere Spieler dem neuen System kaum Beachtung schenken. Schließlich kennen sie es kaum anders.

Ein wesentliches Mittel um den Spieler in eine neue Spiel-Umgebung einzuführen, sind Tutorials. Hier werden gleich vor Beginn des Spiels die wesentlichen Steuerungsvorgaben erläutert und erlernt – jedenfalls soweit alles gut läuft. Andere Spiele verkleiden das Tutorial und setzen es mit dem Spielbeginn gleich – so dürft Ihr die Geschichte bereits erleben, ohne Euch durch doppelt-virtuelle Trainingsräume zu bewegen.

Der Grund für Tutorials scheint einleuchtend: Spieler, welche noch nie einen Ego-Shooter gezockt haben, wissen halt nicht, dass man mit diesem Knopf schießt oder mit diesem anderen Knopf zoomen kann. Oder das Feuer-Elementare am besten mit Wasser-Magie erledigt werden. Oder dass man für einen weiten Sprung erst mal Anlauf nehmen sollte. Ihr merkt schon worauf ich hinaus will: Vollkommen sinnlose Erklärungen von Dingen, welche (eigentlich!) durch gesunden Menschenverstand selbstverständlich sein sollten.

Gehen wir etwas weiter zurück in der Zeit und begeben uns ins ferne Japan. Hier – allen voran in den schillernden Hochhausschluchten der Millionen-Metropole Tokyo – steht jeder Mensch einem dichten Schilderwald gegenüber. Es werden nicht nur Richtungen ausgewiesen, sondern es wird erklärt und informiert bis die Schwarte kracht.

Lasst mich kurz mal einige Beispiele aus meinen Reisen ins Land des Lächelns ausgraben, um Euch näher zu verdeutlichen, was ich meine. Auf Cola-Dosen sind Bedienungsanleitungen gestanzt, welche Euch erläutern, dass man doch die Lasche nach oben ziehen muss. “Du musst doch nur den Nippel durch die Lasche ziehen, und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben drehen…“.

Clash of the Japanese

An diversen Ecken im Untergrund warnen Euch Schilder davor, dass eventuell andere Menschen um die Ecke kommen könnten – Vorsicht vor einem Zusammenstoß ist geboten! Baustellen leuchten in allen Farben des Regenbogens und sind mit Schildern beinahe zugekleistert – egal ob eine Glühbirne in einer Straßenlampe ausgetauscht wird, oder die Straße für wenige Meter gesperrt wurde.

Japanische Schilderkultur

Wer findet das Mäcces-Zeichen?

Ein Thema, welches in diversen Videospielen japanischer Herkunft gerne mal aufgegriffen wird. Streng genommen ist es japanischer Lebensstil – die Schilderkultur. Diese Kultur findet seit den frühen Tagen auch virtuellen Einzug: In vielen Spielen erläutern Euch Comic-ähnliche Wegschilder die Steuerung oder geben wichtige Hinweise. Super Mario World hatte seine “Sprechboxen”, bei Donkey Kong Country Returns klären Euch Schweine im Hintergrund über Steuerungsfinessen auf, in Rollenspielen sind Weg- und Info-Schilder beinahe so üblich wie Rundenkämpfe.

Das System wurde weitergereicht, adaptiert und modifiziert – in Super Mario Galaxy haben die Schilder sogar eigene Namen (Schildbert, Schildhilf, Schildfried und Schildbürger). Kurz gesagt: Diese Schilder sind einer der wohl wichtigsten Startpunkte der hier beschriebenen Tutorials.

Neben Schildern und diversen Variationen spielten auch NPCs eine wichtige Rolle in der Einführung von Spielelementen – oder um den bekanntesten Ausspruch von Falco Lombardi gleich mal als Beispiel zu nehmen: “Do a barrel roll!”. Leider habe zumindest ich das Gefühl, dass die virtuellen Begleiter heutzutage ihren Job als Tutor kaum mehr wahrnehmen – und dies trotz besserer K.I., cleverem Text-Scripting und allgemein höherer Spielerbindung. Eine vergessene Möglichkeit?

Eine andere Annährung an das Thema sind die Spieler selbst. Während Spieler A ein kurzer Blick ins Handbuch genügt um die gesamte Steuerung zu überblicken (“Ah, so funktioniert ein Ultra-Move!”), tut sich Spieler B schon schwer damit gleichzeitig zu rennen UND zu springen. Ein großer Graben, der besonders heute weiter klafft wie nie zuvor – schließlich stoßen immer mehr Anfänger in das Reich der Videospiele vor. Ob über Facebook oder iPhone, ob über die Wii, Playstation 3 oder einen Handheld.

Demzufolge erleben wir zurzeit auch einen Boom an Tutorials – aus eigener Erfahrung mit der Facebook-App “Die Siedler – My City” kann ich sagen: Tutorials nehmen einen sehr wichtigen Platz in der Spielentwicklung ein und werfen teilweise mehr Fragen auf, als das eigentliche Spiel. Sieht Spieler B den großen, roten Pfeil? Versteht Spieler C, dass man eine Produktionsstätte anklicken kann um Brot zu produzieren? Wie lang muss das Tutorial sein? Welche Elemente müssen vorgestellt werden? Fragen über Fragen!

Tust du Controller!

Kein Wunder, dass unter der Prämisse “Unsere Spieler sind zunächst einmal alle potentielle Idioten” das eigentliche Spiel gleich zu Beginn leiden muss. Um es mit Büchern zu vergleichen: Anstelle mir nur ein gutes Buch zu kaufen, bekomme ich den Schriftsteller gleich mit aufgezwungen. Und bevor ich anfange zu lesen, erzählt der mir erst mal, wie das denn jetzt alles gedacht war mit den Hobbits und Elben, wie man die Seiten umblättert ohne den Buchrücken zu schädigen und wie man am besten ein Lesezeichen setzt. Kurz: Bevor ich in die fantastische Geschichte einsteigen kann, werde ich mit Infos bombardiert, die ich

a.) entweder längst kenne b.) die mich nicht sonderlich interessieren c.) die mich in letzter Instanz davon abhalten überhaupt eine Verbindung mit dem Buch aufzubauen.

Ganz anders sieht es aus, wenn der im Beispiel genannte Autor Informationen rund um die Anfänge des Buches preisgibt – Informationen, welche ich im Buch selbst nicht finde. Ein Musterbeispiel für ein gutes Tutorial möchte ich bei Fallout 3 setzen – natürlich nur eines von vielen Beispielen. Aus den Augen eines Säuglings wird Euch die Bewegungssteuerung erklärt, aus den Augen eines Kleinkindes erforscht Ihr den ersten Raum, agiert mit Objekten und setzt sogar die Attribute für Euren späteren Charakter fest. Nachdem Ihr einige Jahre später aus dem Untergrundbunker an die frische, verstrahlte Luft ausbrecht, habt Ihr die wesentlichen Spiel-Elemente begriffen, ohne gelangweilt oder ernüchtert zu sein.

Fallout 3 Tutorial

Das Tutorial von Fallout 3 ist ein zentrales Story-Element, führt Euch perfekt an die Steuerung und das Interface heran und hat eine angenehme Länge. Letzteres hingegen ist ein Stichwort für viele schlechte Tutorials: Die Dauer desselben. Wer heutzutage ein Spiel kauft, muss einige Minuten dafür einrechnen das Spiel überhaupt auf den letzten Stand zu bringen (Updates!) oder auf der Festplatte zu installieren. Wer diesen nervigen Zeitfaktor hinter sich gebracht hat, der sieht sich nur ungerne einem Tutorial gegenüber, welches ihn für eine weitere Stunde fern der gewünschten Spielwelt hält.

Erstaunlicher Weise sind nicht nur Hardcore-Zocker vom Tutorial-Überfluss genervt – immer wieder darf ich auch in meinem Nichtspieler-Freundeskreis betrachten, wie Info- und Dialogkästchen schnellstmöglich abgebrochen werden. Ein Spiel lernen wollen und ein Spiel mal kurz nebenbei für einige Minuten spielen – ein gigantischer Unterschied, der bereits ganze Genres ihren guten Ruf gekostet hat. Das erinnert mich an die Zeit zurück, in der man VOR seinem virtuellen Ausflug einen neugierigen Blick in die beiliegende Anleitung des Spiels warf. Was erwartet mich? Wie wird gesteuert? Was sind die wichtigsten Charaktere?

Heute muss alles schnell, schnell, schnell gehen. Überraschung: Es funktioniert dennoch. Selbst die dümmsten und unfähigsten Gelegenheitszocker finden irgendwann den Sprung-Knopf. Und ja, sie werden damit über Hindernisse springen – ob mit, oder ohne Tutorial. Trial and Error ist eine Spielweise, welche die wenigsten Hersteller noch auf dem Schirm haben. Super Meat Boy… anyone?

SF4: Was soll ich drücken?

Kommen wir kurz noch zu einem letzten Punkt auf unserer Tutorial-Reise: Dem Schwierigkeitsgrad. Ein verblüffendes Phänomen der heutigen Zeit sind abnehmende Schwierigkeitsgrade. Will heißen: Je länger Ihr zockt, levelt und verschiedene Kombos auswendig lernt, desto einfacher erscheint das Spiel. Letztes Level? Langweilig! Endboss: Für die Katz! Allen voran bei modernen Rollenspielen im Stil von Dragon Age 2 oder Mass Effect 2 fällt dies auf und entpuppt sich als genaues Gegenteil zur Retro-Spiele-Kultur. Super Mario Bros. wurde nicht einfacher, es wurde verdammt schwierig. Die letzten Dungeons in The Legend of Zelda: A Link to the Past entpuppten sich als fiese Kopfzerbrecher. Tetris wurde schneller… nicht langsamer.

Mein Fazit:

Heutige Spiele brauchen nur in ganz, ganz seltenen Fällen eine Einführung! Also eine Bitte an alle Studios und Hersteller da draußen: Nutzt die Arbeitszeit, welche Ihr in sinnlose Tutorien packt, lieber für zusätzlichen Content. Und: Verkürzt Eure Tutorials so gut es geht. Macht Tutorials optional… oder bindet sie charmant in die Spielwelt ein. Wenn Ihr Spieler schon zu einem Tutorial zwingen müsst – belohnt uns dafür! Haut Achievements raus, oder eine ganz spezielle Waffe. Passt Euer Tutorial an die Spielwelt an – nicht anders herum! Verpackt Eure Hilfe-Stellungen besser!

Tipps & Tricks im Ladebildschirm sind eine der wenigen, sinnvollen Entwicklungen der letzten Jahre (“Ach, wenn ich alle drei Tasten drücke, kann ich meinen Gegner erniedrigen? Cool!”). Enttäuscht bin ich jedoch immer wieder von diversen Optionsmenüs – wie schwer kann es sein eine übersichtliche Anleitung und Controller-Belegung ohne fünffache Bestätigung (oder einen zweiten Bildschirm, siehe Nintendo DS) angezeigt zu bekommen?

Kurz: Nervt uns nicht weiter mit miesen und langweiligen Tutorials!

Triforce-Finder
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Triforce-Finder

Ist doch ganz einfach, liebe Hersteller. Vor dem Spielstart das Optionsmenü einblenden. Dann kann der Spieler Tutorials abschalten, Text schneller laufen lassen, Das Bildformat anpassen, Die Steuerung konfigurieren, die Invertierung prüfen, etc. pp. und tralala. Neulinge und Denkfaule drücken einfach auf “”Weiter”” und haben alle n00b-Einstellungen, die man sich (nicht) wünschen kann.Das sollte in der heutigen Zeit eigentlich Standard sein. Traurig, dass der Großteil der Entwickler nicht mal ansatzweise so weit denkt.Was den Schwierigkeitsgrad angeht: Ja, es fehlt die Herausforderung. Gleichzeitig sind heutige Spiele aber auch oft nur mäßig zum Aufbau von Skills geeignet. Pixelgenaue Sprünge oder exaktes Ausnutzen der Kollisionsrahmen gibt es im Zeitalter von manchmal schwer einzuschätzender 3D-grafik und notorisch ungenauen Analogsticks eben nicht mehr. Außerdem waren früher viele Spiele nur mit Try & Die & Try again zu meistern. Das will ich mir heute ehrlich gesagt auch nicht mehr antun.

SideScroller
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SideScroller

Sehr schöner Blog! Hätte nie gedacht das es wirklich “”Clash-Schilder”” gibt, und die gezeigte Schilderflut in der Stadt ist für mich fast schon ein kleiner Kulturschock.Ich persönlich begrüße Tutorials eher, zum einen weil ich direkt zocken will, zum anderen weil die meisten(aktuellen)Anleitungen einfach lieblos gemacht sind. Finde aber auch das sie sinnvoll eingebunden bzw. eingestreut werden sollten, wie z.B. bei Mario Galaxy, wo immer wieder kurze Infos zu neuen Fähigkeiten eingeblendet werden. Zum Schwierigkeitsgrad: Wenn mich das Spiel motivieren kann darf es ruhig sauschwer sein(wie z.B. DKCR). Dann leg ich es zwar mal bei Seite, greife aber immer wieder darauf zurück. Empfinde ich eine Stelle aber als unfair oder ungerecht desingt, wie z.B. die Tatsache, das man bei Ninja Gaiden(NES), nach einem Game Over beim vorletzten Boss nochmals das ganze letzte Level durchspielen muss, wird es in der Regel nicht mehr angefasst. Denn bis ich noch mal da durch bin hab ich die potntielle Boss-Taktik eh wieder vergessen – und das demotiviert(mich) enorm. Daher meine devise: Schwer aber fair.

Seska1973
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Seska1973

@Lord RaptorOh weh, ich erinnere mich an einen Handbuch zum C64 Hubschrauberspiel “”Gunship””.Das war kein Handbuch. Das war eine Betriebsanleitung “”Wie fliege ich einen Hubschrauber!””.. Und ganz zu schweigen von den ersten “”Falcon”” Flugsimulatoren… Ich e

Max Snake
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Max Snake

Fallout 3 hat ein tolles Tutorial und das Problem kenn ich auch. Ein Tutorial soll etwa 5 Minuten dauern.

Zimmergewaechs ultra
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Zimmergewaechs ultra

genau, wenn ich da an die grandia-anleitung denke,die zeiten sind vorbei…

Asaziel
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Asaziel

@Lord RaptorAber viele Anleitungen sind echt für’n Arsch und trocken. Sowas wir bei Grand Theft Auto oder Red Dead Redemption ist schon vorbildlich. Aber wenn ich daran denke, wie manche Anleitungen zur SNES und PS1 Zeit waren, dann verblassen auch die.

Lord Raptor
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Lord Raptor

Ich hab immer gerne in die Anleitung geschaut…RIP Anleitungen…:(

Unglueck
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Unglueck

Erzwungene Tutorials sind überflüssig. In Zeiten wo man während dem Spielen sogar den Schwierigkeitsgrad ändern kann wirds ja wohl möglich sein sowas für die Merkbefreiten optional anzubieten(Wie die blöde Office Büroklammer).Toller Blog!Nur WoW als Titelbild find ich nicht ganz passend weil das dank komplett abschaltbarer Tutorials und Tooltips eher ein positives Beispiel ist ;).

DamnPhoenix
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DamnPhoenix

Na ja, kommt echt immer auf das Spiel an. Hab gestern bspw. mal Heavy Rain mit Move angefangen und ohne das anfängliche “”Turtorial”” ,welches ja wunderbar ins Spiel eingebettet is und zum Teil auf freiwilliger Basis beruht, wäre ich wohl ziemlich aufgeschmissen gewesen. Also bei manchen Spielen sind gewisse Turturials einfach Pflicht.Ebenso bei C&C für die PS3…da is ein kleines Turtorial gar keine schlechte Sache…da es ja doch einiges an Tastenkombinationen zu beherrschen gibt um die Kampagne zu meistern.Oder bei Magic teh Gathering is das Fähigkeiten Turtorial ebenfalls absolute Pflicht, sofern man nicht schon lange Magic Zocker ist und alle Fähigkeiten kennt.Bei shootern und Action Adventures dagegen geht mir das ebenfalls mehr als gegen den Strich. Wenn jemand jetzt mit na vöillg neuen und inovativen Steuerung um die Ecke kommen würde, ok…aber alle shootersteurungen sind zu mindestens 80% gleich, da ist ein Turtorial echt überflüssig. Zu mindest will ich da IMMER die Möglichkeit haben es zu überspringen, denn auch hier gibts ja eventuell den einen oder anderen kompletten Konsolenneuling der es benötigt.PS Mass Effect hat ebenfalls keine Spielanleitung beiliegen….eben nur als PDF. Da muss ich sagen, dass is mal ein dämlicher Trend. Vor allem wenn man nur im Hauptmenu die Möglichkeit hat drauf zuzugreifen.

Digger Boomshot
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Digger Boomshot

@Damn Phoenix: Eben, kommt auf das Spiel an. Falscher Stolz hilft einem auch nicht viel, wenn man stundenlang an einer Stelle festhängt, nur weil man am anfang nicht aufgepasst hat. Das ist eben gerade der Fall bei spielen mit massig Features wie C&C.Und

Beeberman
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Beeberman

Tutorials sind einfach zum kotzen 🙂

Gast

Das hier sagt doch alles:Prämisse “”Unsere Spieler sind zunächst einmal alle potentielle Idioten””In den 80ern haben eben nur mit Computerwissen vollgestopfte Nerds das Zocken als Zeitvertreib betrieben.Da brauchte man nix zu erklären..Heutzutage ist Zocken leider massiv auf Massenkompatibilität ausgelegt,damit Hein Doof und seine Omma auch als Kunden erreichbar werden,siehe Wii-“”Bewegungssteuerung””,Kinect und Move,alles sog ‘intuitive’ Steuerung,damit der heute übliche bewegungslegasthenische Jugendliche sein Hirn zusammen mit seiner Muskulatur in Urlaub schicken kann.Nachdem die Computerkids der 80er als Avantgarde die Zockerei erst bekannt gemacht haben,hat 30 Jahre später der Massenmarkt unser Hobby fest im Griff.Heute hat fast jeder A*sch ne Konsole,auch wenn er noch nie ein eigenes Programm gecodet hat….und für diese ‘Noobs’ sind die ätzenden Tutorials wohl gedacht.Positiv am Massenmarkt sind die vielen verfügbaren Games,negativ ist am Massenmarkt,dass die Spielehersteller heute mit solchen Joypad-Frankensteins rechnen MÜSSEN,um ihr Game erfolgreich vermarkten zu können.Es muss eben selbst für jemand zockbar bleiben,dessen Intelligenzquotient noch unter seiner Körpertemperatur angesiedelt ist….

Ash Rockford
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Ash Rockford

Genial geschrieben! :)Meine Meinung:Die Tuts stören mich nicht besonderlich. Bei einigen Spielen sind sie super gemacht und haben auch einen gewissen Charm.Die Games werden einfacher? ich würde eher behaupten, dass der Schwierigkeitrsgrad immer gleich bleibt. Egal ob Level 1 und oder Level 99. Die Gegner sind meist gleich schwer. Das Aufleveln erübrigt sich und ist mehr so eine Art “”Beschäftigung””.Ich bin manchmal froh, dass der Endboss nicht so Ultraschwer ist. Schliesslich habe ich eine knappe Freizeit und möchte das Ende der Spiele gerne sehen. Wenn ich das Game schwieriger haben will, kann ich immer noch den Schwierigkeitsgrad nach oben schrauben. Meist reicht mir “”normal””. Sonst wird aus Lust Frust.

Lagann
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Lagann

Wenn Tutorials in den Spielablauf integriert werden, wie bei Fallout finde ich das in Ordnung. Textboxen und Einblendungen sollten aber optional sein. Einer der wenigen Minupunkte der Zelda-Reihe zum Beispiel. Auch beim zehnten Item, dass man findet wird noch darauf hingewiesen, dass man es auf diese Taste legen muss, um es zu benutzen. Wie unerwartet.

Gast

Ich kann nur eines sagen: Der Hecht hat Recht!Fallout 3 habe ich inzwischen 16x durchgespielt und mir bis eben nie Gedanken darüber gemacht, dass der Anfang des Spiels ja eine Art Tutorial darstellt. Und da mich dieser Abschnitt bisher nie groß gestört hat, kann ich nur beipflichten, dass sowas doch bitte Schule machen sollte.Ansonten denke ich auch, dass Spiele heutzutage viel zu leicht sind. Ein Kumpel brachte neulich [b]Donkey Kong Country[/b] (SNES) mit. Ein Spiel, dass ich früher bis zum Erbrechen gespielt habe. Hier hatte ich nach vielen Jahren mal wieder das Gefühl, von einem Spiel gefordert zu sein. Schon erschreckend, wenn man bedenkt, dass dieses Gefühl früher normal war. Erinnert sich noch jemand an den [b]Wassertempel aus Ocarina Of Time[/b]? Ein weiteres Beispiel dafür, dass man auch sauschwere Abschnitte ohne jede Hilfe locker meistern kann – und im Wassertempel habe ich Stunden zugebracht. 🙂

spike
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spike

japanbild (lach mich tot),aber zum tutorial,wenn mir ein npc in einem game etwas von drück das und dann kannst du das,erzählt,obwohl ichs schon längst kenne,dann ist es doof,ein kurzes tutorial dagegen ist aber ja nichts schlimmes,wenn aber nach 3-5 spielzeit mir noch immer was erzählt von ‘das musst du drucken um’ ist echt nicht nötig

captain carot
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captain carot

Genau. Und weil ich so eine grüne Einstellung hab kauf ich vorwiegend gebraucht.

out
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out

Gestartet wurde der Zug ja von Ubisoft. Und wenn die es alle so mit dem Umweltschutz haben, dann müssten sie den Gebrauchtmarkt ja lieben. Ein produziertes Spiele-Exemplar, wird von mehreren Konsumenten genutzt. Dann nenne ich Umweltschutz 😉

Marc29101971
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Marc29101971

Hört auf zu heulen! Ja ja……. jeder Shooter hat die gleiche Steuerung!Und was macht ihr, wenn der Hersteller jetzt nur mal die Analogsticks in der Steuerung vertauscht? Häh? Dann wünscht ihr euch wieder ein Tutorial!^^

Asaziel
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Asaziel

@Tom BreiterABSOLUT NIIIIIIX.@WilliamsRichtig. Nochmal Mortal Kombat. Das Game hat 5 Flyer. Einen Zettel für das Scorpion-Kostüm, einen für die korrekte Benutzung des PS3-Systems, einen für den Online-Pass, einen mit Werbung für Fear3, Arkham City und Her

Lofwyr
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Lofwyr

Schön geschrieben. Tutorials können nerven. Wenns nach mir ginge wären die optional.Zum Thema Schwierigkeitsgrad: Ich hätte gerne immer die Wahl wie schwer ichs den gerne hätte. Denn, ehrlich gesagt, mag ich mich nicht mehr durch bockschwere Spiele kämpfen. Für Herausforderung gibts den Onlinemodus.P. S.: Wie kann man denn “”Mäcces”” nicht kennen?

IceWilliams
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IceWilliams

EA hat doch angekündigt das seit Fight Night ihren Spielen keine gedruckte Anleitung mehr beiliegt, Warner (vertreibt doch MK oder irre ich mich? ) ist dann wohl gleich auf den Zug aufgesprungen.Finde persönlich das eine Anleitung durchaus zu einem Spiel gehört, aber ok. Was mich jedoch ärgert , man begründet das ganze mit Umweltschutz (an sich ok), legt dann aber mal gleich 3 Flyer bei 🙁 Tutorials find ich eigentlich ganz ok, besonders gut ist wie bereits erwähnt Fallout 3 🙂

Tom Breiter
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Tom Breiter

Mit Anleitungen ist das ja auch so eine Sache, gibt regelrechte Anleitungs-Verweigerer. Jetzt mal nicht nur auf Spiele bezogen. Kenn da auch so Spaßvögel aus meinem Bekanntenkreis, da wird lieber wild in der Gegend rumtelefoniert und sich geärgert, als mal einen Blick da reinzuwerfen. RTFM sag ich da nur :)@ Asaziel: Nicht mal einen Link zu einem PDF zum runterladen und selber ausdrucken?? Und ich dachte das wäre der neue Trend, gar nix ist ja schon sehr unschön..

Asaziel
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Asaziel

Mal zum Thema Anleitung: Mortal Kombat (das ganz neue) HAT GAR KEINE ANLEITUNG. Es ist das erste Spiel, das ich mir jemals gekauft habe, das keine Anleitung hat. Nix, nada, nischt, niente.Unglaublich.

Tom Breiter
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Tom Breiter

Am besten ist natürlich, wenn man sich aussuchen kann, ob man ein Tutorial spielen will oder nicht. Sei es im Optionsmenü, beim Spielstart oder wie z.B. bei Gears of War in dem man einfach einen anderen Weg geht. Funktioniert halt nicht überall, wenns eben wie bei Fallout 3 einfach zur Story gehört.Ich persönlich hab lieber nochmal ein paar mehr Einstellungsmöglichkeiten im Optionsmenü, kann man ja in extra Unterpunkte verstecken a la “”zusätzliche Optionen”” oder sowas. Ungern erinner ich mich da an die Einführung des Super-Assistenten in New Super Mario, das ständige Geklingel ging mir irgendwann tierisch auf die Nüsse! Warum kann man sowas nicht abstellen? (oder kann man? Weiß grad gar nicht mehr.. bei DKCR jedenfalls nicht – war da aber auch nicht mehr so nervig..)Edit: Hehe, bei Google verzeichnen die heute einen sprunghaften Anstieg an Suchvorgängen nach “”Mäcces-Zeichen””.. ob das einem dort auffällt? xD

captain carot
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captain carot

Jetzt nicht dein Ernst, oder?Lass mal überlegen. Bei Halo hat mich das Tutorial erstaunlicherweise nie gestört, weil es ruckzuck erledigt ist. Gehst du, guckst du, schießt du, Ende.Bei Mirror´s Edge, obwohl ich das Spiel mag und das Tutorial nicht mal schlecht ist, nervt es aber schon. Das musst du genau so machen und das so und das so. Und wenn du´s anders machst, dann musst du von vorne anfangen. Egal, ob´s funktioniert. Ätsch.Und für die ganzen bisherigen Nichtspieler gibt es a) eigentlich die ANLEITUNG und b) kann man auch mit ner Controllerabbildung während des Ladeschirms zeigen wie´s geht.

Dr. Mario
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Dr. Mario

Besonders der letzte Absatz vor dem Fazit spricht mir aus dem Herzen: Ja, inzwischen fällt der Schwierigkeitsgrad bei den Spielen (der ja dank “”Errungenschaften”” wie Schnellspeichern oder – und das ist stets ein besonders Eingeständnis von fehlendem Design – sich permanent regenerierender Lebensenergie) zum Ende hin deutlich ab. Aber das ist leider der Marktsituation geschuldet: der wohlstandsverwöhnte Käufer des angesagten Spielchens XY Teil 08/15 soll ja auch das Ende erleben und zwar ohne Anstrengung. Denn so etwas wie lernen oder gar sich üben, das ist doch viel zu viel verlangt von den (im wahrsten Sinne des Wortes) Konsumenten.PS: nicht nur Du, out…

out
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out

Erstmal sehr gutes Blog-Thema, das interessant und unterhaltsam zu lesen war. Kann im besonderen nur bestätigen, das Tutorials einem Abtauchen in die Spielwelt im Wege stehen. Außer wie erwähnt sie sind perfekt in das Spiel eingebunden.Auch schon aus diesem Grund bin ich ein Anhänger von (guten) Anleitungen. Ich will nämlich von Beginn an voll informiert loszocken. Lese deshalb auch schon im Vorfeld die Anleitung und nicht erst kurz vorm Spielen.Optionale Tutorials sind O.K., aber richtig fies wird es, wenn man sich nach mehreren Durchgängen, immer wieder durch das Tutorial quälen muss. P.S. bei “”Mäcces-Zeichen””, musste ich erstmal googeln 🙂

zockeraNdi
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zockeraNdi

ICH HASSE Tutorials .SIE NERVEN .Ich will das selber rausfinden !

Marc29101971
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Marc29101971

Ich finde Tutorials auch nervig! Aber bedenkt mal, dass es immer auch noch Leute geben soll, die noch nie gespielt haben!Für die ist es doch ne super Sache!