Livelock – im Test (PS4 / Xbox One)

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Falls Euch Livelock irgendwie bekannt vorkommt, kennt Ihr wahrscheinlich einen der Twinstick-Shooter von Housemarque: Die Ähnlichkeiten in vielen Aspekten zu Dead Nation und vor allem Alienation können kein Zufall sein. Nur marschiert Ihr hier eben mit drei Roboter-Kampfklassen alleine oder im Team durch eine Endzeit-Welt und ballert Cyber-Feinde weg – das spielt sich im Grunde einwandfrei, hat aber keinerlei neuen Ideen mit an Bord und wirkt lange nicht so durchdacht und poliert wie die genannten Konkurrenten. Wer sich daran nicht stört (oder keine PS4 hat), erhält mit Livelock ordentliche Genrekost – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Solider Twinstick-Shooter mit ­ordentlichem Umfang, der sich weder positiv noch negativ vom Feld abhebt.

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The Turing Test – im Test (XOne)

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“Bin ich Mensch oder Maschine, bin ich real oder Imagination? Und wie zur Hölle bekomme ich diese verdammte Tür da hinten auf?!” Dies sind die Hauptfragen, die man sich im 3D-Puzzleabenteuer The Turing Test immer und immer wieder stellt. Worum es geht, ist schnell erklärt: In naher Zukunft landet Alter Ego Ava Turing auf der Forschungsstation eines Jupitermondes, um dort das mysteriöse Verschwinden der Besatzung zu untersuchen. Blöd nur, dass des Rätsels Lösung tief im Bauch der Station, gut gesichert durch 70 Knobel-Sektoren, verborgen liegt. Begleitet von Bord-KI Tom, der mit viel Rat und wenig Tat zur Seite steht, muss Ava knifflige und durchaus anspruchsvolle Puzzle im Portal-Stil lösen, um alle Türen bis zum finalen Raum zu öffnen. Während authentische, englische Dialoge die stimmige Story vorantreiben, knobelt man sich so Stück für Stück in Ego-Perspektive durch die etwas sterile, aber dennoch atmosphärische Raumstation.
Aus dem anfangs noch recht simplen ”Platziere Kugel A in Öffnung B”-Prinzip entwickelt sich bald ein kurzweiliges Denkfeuerwerk aus komplexen, mehrteiligen Puzzles. Lichtbrücken erschaffen, futuristische Kräne bedienen, unerreichbare Mechanismen bezwingen und weit entfernte Schlösser knacken stehen hier auf dem Tagesplan für ausdauernde Enigma-Fans. Dabei lässt sich jedes noch so schwere Rätsel durch Logik und Konzentration lösen, was dank cleverer Spielmechanik und intuitiver Steuerung bis zu acht Spielstunden von Anfang bis Abspann konstant an den Bildschirm fesselt. Man muss also zum Glück kein Hochbegabter sein, um Spaß mit dem intelligenten The Turing Test zu haben.

Fabiola Günzl meint: Optisch und inhaltlich erinnert The Turing Test sicher nicht zufällig an Portal und fährt mindestens ebenso knifflige, wenn nicht sogar schwerere Rätsel-Geschütze auf. Mit stimmiger Atmosphäre und einer grandios (englisch) vertonten Story fesselt dieses clevere Enigma an den Bildschirm und fordert mitunter ziemlich viel Hirnschmalz. Manchmal steht man minutenlang ratlos vor einem unbezwingbaren Türschloss, um sich dann diebisch über die eigene, vermeintliche Intelligenz zu freuen oder doch wieder wie eine Amöbe zu fühlen. Wer knackige Rätsel mit durchdachter Spielmechanik mag und stolzer Besitzer mehrerer grauer Zellen ist, kommt hier auf seine Kosten.

Kurzweiliges Denkfeuerwerk im ”Portal”- Stil mit toller Vertonung und knackigen Rätseln.

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Earthlock: Festival of Magic – im Test (XOne)

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Rollenspiele japanischer Machart sind auf Xbox One eine Seltenheit – da füllt das beim norwegischen Studio Snow Castle Games entwickelte und per Kickstarter finanzierte Earthlock: Festival of Magic eine echte Lücke. Nach einem magischen Krieg verschwand eine hochentwickelte Zivilisation und der Planet Umbra hörte auf, sich zu drehen. Nun liegt es an Charakteren wie der Generalstochter Ivory, dem Schatzsucher Amon, dem Fledermaus-Heiler Gnart, der Kriegerin Olia und einer Handvoll weiterer Mitstreiter, den Geheimnissen der Katastrophe auf die Spur zu kommen. Mit interessanten Figuren, einer spannenden Welt und vor allem dem rundenbasierten Kampfsystem orientiert sich Earthlock an klassischen Rollenspielen der 16- und 32-Bit-Zeit, grafisch wird aber ansprechend zeitgemäße Kost geboten.

Vor allem das Kampfsystem punktet mit ein paar interessanten Ideen: Wechselt Ihr die Pose, habt Ihr Zugriff auf unterschiedliche Aktionen. Organische Munition, die Ihr mit Euren Feuerwaffen verschießt, baut Ihr selbst an und anstatt vor einem übermächtigen Feind zu fliehen, stellt Ihr Euch tot. Netterweise verzichtet Earthlock trotz recht klassischer Herangehensweise an das Rollenspiel-Genre auf Relikte wie Zufallskämpfe. Sonst fühlt sich der Kenner hier sofort wohl: Gerastet wird in Gaststätten, zum Speichern suchen wir entsprechende Statuen und ein interessantes Skill-System gibt genügend Freiheiten bei der Entwicklung der Heldentruppe.

Thomas Nickel meint: Während japanische Entwickler fieberhaft versuchen, das J-RPG-Genre mit Action- und Echtzeit-Ansätzen neu zu erfinden, freuen sich altgediente Genre-Veteranen, wenn wenigstens die westlichen Indie-Entwickler noch ein Herz für das klassische, rundenbasierte Rollenspiel haben. Und das norwegische Entwicklerteam hat seine Hausaufgaben gut gemacht: Die Grafik ist hübsch und wirkt sehr plastisch, die Helden sind sympathisch und die Welt lädt zum ausgiebigen Erforschen ein. Für sich gesehen ist kaum ein Element von Earthlock neu, als Gesamtpaket funktioniert das Ganze aber wunderbar. Natürlich wirkt Earthlock im Vergleich zu zeitgenössischer Kost mit wuchtiger Inszenierung und hohem Action-Anteil ein wenig aus der Zeit gefallen, aber gerade das sehe ich als eine der Stärken des Indie-Abenteuers.

Abenteuer im besten J-RPG-Stil mit bekannten und erprobten Elementen, die Umsetzung ist sauber und durchdacht.

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The Final Station – im Test (XOne)

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Während draußen die Apokalypse tobt und Zombies die Welt bevölkern, zuckelt ein namenloser Held an Bord seiner Lokomotive quer durchs Land. Sein Job: Vorräte sammeln, Überlebende retten und eine geheimnisvolle Lieferung an ihr Ziel bringen.

Mit einer Mischung aus Simulation, Erkundung und Shooter, verpackt in einer niedlichen 2D- Pixel-Optik, klingt The Final Station vielversprechend. Und es gibt tatsächlich allerlei zu tun: Die zickigen Elektronikteile des Zuges wollen in Schuss gehalten, Passagiere mit Nahrung und Medizin versorgt und Funksprüche beantwortet werden. Bei Zwischenstopps an einer der über 30 Haltestellen muss der Lokführer von Bord gehen, Vorräte aufstocken und einen Code finden, der die Weiterfahrt erlaubt. Und was darf natürlich in keinem postapokalyptischen Szenario fehlen? Richtig: Untote. Diese lauern überall in den urbanen Kulissen, stets darauf aus, das Alter Ego in einen kleinen, roten Pixelhaufen zu verwandeln.

Das Grundprinzip samt Atmosphäre und Optik ist stimmig, und auch der minimalistische Sound sorgt für nettes Retro-Flair, doch richtige Freudensprünge bleiben aus. Im Zug für Strom sorgen, warten, aussteigen, Code suchen, Infos lesen, Zombies killen, wieder zurück zum Zug tingeln – Level für Level steht man vor den gleichen, alsbald monoton werdenden Aufgaben.

Der rund vier Spielstunden umfassende Sidescroller hat durchaus Charme, überzeugt aber mangels spielerischer Abwechslung nicht vollends. Schwarzfahren mit dem Zug hat eben doch immer seinen Preis…

Fabiola Günzl meint: Simple Story, simple Spielmechanik, nette Retro-2D-Grafik – The Final Station hat Charme, keine Frage. Die Mischung aus Simulation, Shooter und Erkundung macht zunächst durchaus Laune, endet aber leider zu schnell in Monotonie. Den Zug samt Insassen in Schuss halten (per A-Knopf), aussteigen (A-Knopf), Infos lesen (A-Knopf), Code finden (A-Knopf), Zombies hauen (dreimal A-Knopf) oder erschießen (hui, eine Schultertaste!), zurück zur Lok, einsteigen (ah, der A-Knopf), weiterfahren und wieder von vorne… Das große Potenzial, welches in diesem Sidescroller steckt, geht im immer gleichen Spielablauf etwas verloren. Eine holprige Zugfahrt, auch für Retrofans.

Interessantes Pixel-Abenteuer mit Retro-Charme, dem spielerische Abwechslung abgeht.

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Claire: Extended Cut – im Test (PS4)

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Als Claire ihre kranke Mutter im Hospital besucht und nur einen Kaffee holen will, findet sie sich plötzlich in einer düsteren und (fast) menschenleeren Variante des Gebäudes wieder – klassisches Survival-Grusel-Geschehen. Wie beim Pixel-Kollegen Last Survivor stapft Ihr durch kaum erleuchtete 2D-Szenarien, vereinzelt herumschwirrenden Geistern könnt Ihr nur ausweichen oder vor ihnen fliehen. Die Basis für gepflegten Horror ist vorhanden, doch allzu vage Rätselaufgaben und insbesondere die viel zu konfuse Anordnung der Räume, bei der Ihr alle paar Sekunden die Karte zur Orientierung aufrufen müsst, bremsen den Erkundungs- und Überlebensdrang sehr.

Düsteres Psychogrusel-Abenteuer im 2D-Pixel-Look, das vor allem viel zu konfus bei Rätseln und Wegführung ist.

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Star Hammer: The Vanguard Prophecy – im Test (XOne)

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Diese Space-Opera verfrachtet komplexe, rundenbasierte Strategie ins Weltall. Dabei sind es nicht einmal die feindlichen Alien-Horden, die Euch den Einstieg erschweren, sondern das vielschichtige Kampfsystem. Von einfachen Befehlen wie Dauerfeuer oder Raketenbeschuss bis hin zur Energieverteilung kommandiert Ihr penibel jedes Manöver Eurer Schiffe. Doch die vielschichtige Spielmechanik wird nie ausgereizt, intensiveres Planen der Spielzüge ist oftmals nicht notwendig. Die Schlachten laufen gleichförmig ab, die Story fällt durchwachsen aus. Neben den Kampagnen-Missionen erstellt Ihr eigene Weltraum-Kämpfe im ”Skirmish”-Modus.

Die Taktikschlachten bieten ein ausgeklügeltes Kampfsystem, dessen Potenzial aber nie ausgeschöpft wird.

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Battlefield 1 – Video zum Kampfsystem

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Das Video oben stellt das Kampfsystem von Battlefield 1 näher vor und zeigt, dass es hier deutlich komplexer als zunächst vermutet zugeht. Der Ego-Shooter erscheint am 21. Oktober für PS4 und Xbox One.

Alone With You – im Test (PS4)

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Melancholie, Romantik, Einsamkeit, Endzeit, Abschied und Verzweiflung – könnt Ihr mit einem dieser Themen nichts anfangen, ist Alone With You nichts für Euch. Das schwermütige Pixel-Adventure versucht, Emotionen zu wecken und Euch zum Nachdenken und Mitfühlen anzuregen. Ob es ihm gelingt, hängt stark von Eurer Persönlichkeit ab. Ob Ihr es ausprobieren solltet, wisst Ihr vielleicht, nachdem wir Euch über die Grundpfeiler der traurigen Geschichte informiert haben.

Alone With You steckt Euch in die Rolle des letzten Überlebenden einer Raumfahrtmission, die eigentlich das Ziel hatte, einen neuen Planeten urbar zu machen. Doch irgendwas ging schief und Ihr müsst flüchten. Dummerweise ist eine alles überwachende KI Euer einziger Ansprechpartner und für die Reparatur des Raumschiffs braucht Ihr die Hilfe von Spezialisten. Die sind eigentlich alle tot, dennoch wirken vier von ihnen tatkräftig mit: Die KI erstellt virtuelle Versionen von ihnen, die tagsüber an der Reparatur Eures Fluchtfahrzeugs werkeln und nachts für Hologramm-Dialoge zur Verfügung stehen. Diese gestalten sich überraschend menschlich und persönlich, es geht um ihre und Eure Ängste, Ziele und Träume. Durch Antwortmöglichkeiten beeinflusst Ihr die Beziehung zu den einzelnen Personen, am Ende wählt Ihr zwischen zwei sehr unterschiedlichen Enden.

Zwischen den Dialogen klappert Ihr in loser Reihenfolge festgelegte Schauplätze ab, sucht in Old-School-Adventure-Manier nach Gegenständen und löst kleine Rätsel, für die Stift und Papier von Vorteil sind. Unverzichtbar sind gute Englischkenntnisse, denn die Dialoge laufen ausschließlich in Textform ab und wurden nicht ins Deutsche übersetzt.

Tobias Kujawa meint: Ich mag Adventures, ich mag tiefgründige Themen und gegen Pixel habe ich auch nichts. Trotzdem will mir Alone With You nicht gefallen. Das liegt zum Teil daran, dass sich der Ablauf des Spiels immer wieder wiederholt. Mir wird vorgegaukelt, dass ich selbst entscheiden kann, wohin es geht, letztendlich muss ich aber sowieso jeden angebotenen Ort bereisen. Leider wollte sich auch keine Bindung zu den Charakteren aufbauen – vielleicht, weil sie nur virtuelle Projektionen sind.

Melancholisches Weltraum-Adventure mit tiefgründigen Charakteren und repetitivem Spielablauf.

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Binaries – im Test (PS4)

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100 Levels warten auf ihre Bezwingung – ist Eure Frusttoleranz hoch genug? In bildschirmgroßen Levels lenkt Ihr eine orange und eine blaue Kugel gleichzeitig und sollt beide zu ihren Zielflächen führen. Natürlich sind die Wege mit tödlichen Fallen gespickt, wobei nur die eigene Farbe gefährlich und die andere harmlos ist. Das hört sich simpel an, wird aber schon nach etwa einem Fünftel der Levels extrem knifflig: Höchste Konzentration, ein feinfühliges Händchen sowie das Können, stets zwei Situationen zugleich im Blick zu haben, sind dann absolute Pflicht. Zwar könnt Ihr verschiedene Routen über die Levelkarte wählen, trotzdem ist Binaries für Normalsterbliche zu schwer.

Reizvoller, aber extrem schwerer Hüpfer, bei dem Ihr zwei Kugeln gleichzeitig durch bildschirmgroße Levels dirigiert.

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Four Sided Fantasy – im Test (PS4)

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Bei der bunten, aber leider von ständigem Tearing geplagten Hüpferei könnt Ihr auf Knopfdruck das Bild einfrieren, dessen vier Ränder dabei ”durchlässig” werden: Geht Eure Figur z.B. links raus, taucht sie rechts wieder auf. Anfangs umgeht Ihr so Barrieren, im späteren Verlauf werden weitere Nebeneffekte ausgelöst: Dann ändert jeder ”Seitenwechsel” etwa die Gravitation und Ihr lauft auf Bildebenen im Vorder- oder Hintergrund – manchmal wird sogar das Geschehen auf zwei Splitscreen-Hälften geteilt. So entstehen reizvolle, teils fordernde Geschicklichkeitsrätsel, die nicht langweilig werden. Vor allem, weil das Ende bereits nach gut zwei Stunden erreicht wird…

Technisch mäßiges und kurzes, aber hübsches und mit intelligenten Mechaniken bestücktes Rätsel-Jump’n’Run.

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