Die besten 20 Titel der vergangenen zwölf Monate haben wir Euch bereits präsentiert – hier warten nun einige der größten Nieten, die man sich nicht antun sollte. Außer man steht auf Spiele-Katastrophen.
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Oliver Schultes meint: Ich gehe aus der vertraut wirkenden Kathedrale, lasse meinen Blick schweifen, wundere mich über die schief stehenden Häuser, die von einer Urgewalt aus den Angeln gehoben wurden, und steige vorsichtig eine halb zerstörte Treppe hoch. Plötzlich erspähe ich die Spitze eines Huts – sie wird größer, bewegt sich auf mich zu, ein Jäger! Was macht der denn hier? Egal, ich bin über Level 200, mit dem werde ich fertig! Er zückt eine Waffe, die ich noch nie gesehen habe und stürmt auf mich zu. Der Lump überrascht mich mit der Reichweite seiner Metallpeitsche, zwei Treffer und ich bin runter auf einen Fitzel Lebensenergie. Ich komme noch dazu, eine Blutphiole einzuwerfen – ein weiterer Schlag. Tot. Diese Eröffnungsszene aus dem brillanten DLC The Old Hunters steht für alles, was ich an Bloodborne liebe: Die Entwickler überraschen mich – und zwar das gesamte Spiel über. Mit abgefahrener Architektur, einer faszinierenden und vielschichtigen Story, einem perfekten Kampfsystem sowie Feinden, die in ihrer Vielgestaltigkeit und Bedrohlichkeit ihresgleichen suchen. Und keine Angst vor der berüchtigten Schwierigkeit: Das Game ist unbarmherzig, aber fair. Man leidet, man lernt, man triumphiert!
Colin Gäbel meint: Irgendwie gleich und doch ganz anders – Bloodborne versprüht die Souls-DNA aus jeder Pore. Jene unvergleichlich motivierende Mixtur aus adrenalingeschwängerter Herausforderung und überwältigender Befriedigung im Angesicht des Triumphs. Die kennen (und lieben) wir seit Demons Souls. Und dennoch, mit ein paar Stellschrauben – ein bisschen mehr Tempo hier, ein bisschen weniger RPG-Anteil dort – hat From Software das bewährte Konzept in ein neues Spielerlebnis kanalisiert. Ein Erlebnis, das sich frisch und dynamisch, eben irgendwie gleich und doch ganz anders anfühlt – und damit genau so, wie es sich der Souls-Fan in mir erhofft hatte.
Sascha Göddenhoff meint: Ich begegnete Bloodborne mit einer Mischung aus etwas Angst, viel Respekt und bergeweise Motivation. Trotz zigfachem Scheitern wollte ich es mir immer wieder selbst beweisen. Geht nicht, gibt es nicht bei Bloodborne, auch wenn einige Monster anfangs unbesiegbar scheinen. Doch mit der richtigen Taktik und viel Ruhe war jeder Gegner zu knacken. Selten schmeckte Erfolg so gut wie bei Bloodborne!
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Wii U:
3DS:
Ab 5. Januar neu bei PlayStation Plus:
Xbox One:
Sascha Göddenhoff meint: Mein Spiel des Jahres, ach, der letzten drei Jahre! Die Aufmachung ist ein Knaller, weil ich selbst nach 200 Stunden Spielzeit noch neue Orte entdecke. Die Geschichten gehören zum Besten, was ich bisher in einem Spiel erlebt habe: erwachsen, glaubwürdig, vielschichtig, spannend, lustig – beinahe jede Quest ist eine Perle. Die leichten grafischen Schwächen und das nur ordentliche Kampfsystem stören mich nicht, denn dafür zieht mich die Welt einfach zu sehr in ihren Bann.
Tobias Kujawa meint: Es sind nicht der knorzige Geralt oder die Geschichte, nicht das taktische Kampfsystem und nicht die Fülle an Quests, die Witcher III für mich so hervorragend machen. Es ist die glaubwürdige organische Welt, die CD Projekt RED auf den Bildschirm zaubert. In keinem anderen Spiel werden Dörfer und Städte so natürlich in die Landschaft gesetzt, bin ich so neugierig, einfach durch die Gegend zu reiten und Neues zu entdecken. Die realistischste Fantasy-Welt, die es gibt!
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Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat im Dezember nachfolgende Titel indiziert:
Und gestrichen wurde ebenfalls nichts, war eben ein ruhiger Jahresausklang…
Tobias Kujawa meint: Was für ein tolles, gut durchdachtes und schickes letztes Rocksteady-Abenteuer für den dunklen Ritter! Ich mag das Batmobil sehr (im Gegensatz zur lärmenden Internet-Gemeinde), weil es eine wirkliche Neuerung ist, statt nur ein kleines weiteres Gadget an Batmans Gürtel. Das Beste am Spiel ist aber das Zusammenspiel von Batman und seiner inneren Stimme, deren Persönlichkeit ich hier nicht verraten möchte. Fantastisch!
Denis Kuckmann meint: Diese dreieinhalb Jahre Entwicklungszeit haben sich gelohnt: Arkham Knight ist für mich das beste Spiel der grandiosen Arkham-Reihe. Das Kampfsystem ist nach wie vor genial, das Batmobil fügt sich nahtlos ein und die offene Welt samt genialer Nebenmissionen ist nicht weniger als ein Musterbeispiel für das Genre. Das größte Lob jedoch verdient die Geschichte: Rocksteady zeigt uns Batmans Ängste und Zweifel, setzt neue Maßstäbe bei der Inszenierung – ganz großes Kino!
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