| Spiel: | Persona Q: Shadow of the Labyrinth |
| Publisher: | NIS America |
| Developer: | Atlus |
| Genre: | Rollenspiel |
| Getestet für: | 3DS |
| Erhältlich für: | 3DS |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 1 / 2015 |
Crossover sind immer so eine Sache: Mischt man Spielsysteme und Figuren verschiedener Serien, besteht die berechtigte Gefahr eines verwässerten Mischmasches, der keinem der Vorbilder gerecht wird. Bei Persona Q ist das zum Glück nicht der Fall: Hier beweist Atlus bemerkenswertes Feingefühl, obwohl man auf zentrale Elemente der jüngeren Persona-Geschichte verzichtet. Zu Beginn steht die Wahl, ob Ihr den Figuren aus Persona 3 oder Persona 4 folgen wollt das ändert vor allem die ersten Stunden, aber bald treffen die beiden Gruppen aufeinander und Fans sind im siebten Crossover-Himmel.
Schauplatz von Persona Q ist das Schulfest der Yasogami High. Doch etwas stimmt nicht: Ihr kennt die Schule nicht mehr, auf einmal taucht mitten im Schulhof ein seltsamer Turm auf und hinter manchem Stand verbirgt sich ein komplexes Labyrinth… Gut, dass sich die Helden der beiden Persona-Episoden mit verzweigten Irrgärten auskennen!
Persona Q feiert nicht nur ein buntes Teenie-Treffen, zusammengehalten wird Persona Q vom stabilen Gerüst eines Etrian Odyssey. Mit einer fünfköpfigen Party erforscht Ihr schrittweise aus Ego-Sicht verzweigte Labyrinthe, auf dem unteren Touchscreen fertigt Ihr eine Umgebungskarte an. Kämpfe beginnen mit Vorwarnung und werden rundenbasiert ausgetragen. Greift Ihr einen Gegner mit dem Element an, gegen das er allergisch ist, bestehen gute Chancen, seine Aktion in dieser Runde zu unterbinden. Gleichzeitig ist Eure nächste Aktion nicht nur stärker, sie kostet auch keine wertvollen Magiepunkte aber nur, wenn bis dahin kein anderer Gegner angreift. Besiegte Feinde hinterlassen Rohstoffe, die im Verkauf ordentlich Kohle bringen oder das Inventar des hiesigen Waffen/Rüstungen/Krimskrams-Handels erweitern. Zentrales Element sind die Personas: Die werden diesmal nicht durch das Knüpfen von Social Links gestärkt, sondern einfach in Kämpfen aufgelevelt. Neben der Grund-Persona kann jedes Partymitglied eine weitere ausrüsten und von deren Werte-Boni und Fähigkeiten profitieren. Wie immer gilt: Nur wenn Ihr geschickt Personas fusioniert, freut Ihr Euch über mächtige Verbündete.
Neben fordernden Kämpfen und extrem intelligent entworfenen Labyrinthen überzeugt Persona Q vor allem mit Figuren und Dialogen. Letztere sind sehr ausführlich (und nur englisch), aber so gut geschrieben, dass sie nie stören. Im Gegenteil: Veteranen der beiden früheren Episoden freuen sich über die charmante Interaktion zwischen großartigen Protagonisten wie Yosuke, Chie, Teddie, Junpei und Aegis.
Thomas Nickel meint: Gefühlt hat bereits das erste Dungeon-Stockwerk von Persona Q mehr Text als das komplette erste Etrian Odyssey aber nichts anderes wünschen sich Persona-Kenner ja von Atlus Kultserie. Auch ohne Social Links und Alltags-Elemente verfallen Veteranen schnell wieder dem Charme der famosen Figuren. Aber selbst Spieler aus dem Etrian-Lager kommen auf ihre Kosten: Die Kämpfe sind taktisch und fordern, die Labyrinthe exzellent ausgearbeitet und die Kartenfunktionen komfortabler denn je. Ein besonderes Lob geht an die talentierten englischen Sprecher und an das Interface-Design: Bei Menüs und Anzeigen gelingt Atlus die perfekte Balance zwischen Kitsch, Stil und Funktionalität. Kurzum: Persona Q erfreut Rollenspieler jeglicher Couleur und ist das ideale Dungeon-Abenteuer für die kommenden langen, kalten Nächte.
- Charaktere aus Persona 3&4
- verschiedene Schwierigkeitsgrade
- sehr stilsichere Präsentation
Sympathische Figuren, vertrackte Dungeons und durchdachte Spielsysteme geben sich beim feinen Rollenspiel die Klinke in die Hand.
| Singleplayer | ![]() | 87 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |
















