3DS:
- Code Name: S.T.E.A.M. – 39,99 Euro
3DS:
PlayStation 4:
PlayStation Vita:
| Spiel: | White Night |
| Publisher: | Activision |
| Developer: | Osome Studio |
| Genre: | Adventure |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4 |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 4 / 2015 |
2009 blickte unser freier Autor und Retro-Experte Winnie Forster tief in die Seele schwarz-weißer Videospiele und urteilte: Was in der Urzeit technische Restriktion war, ist heute Zeichen kreativer Freiheit. In der Tat scherte so mancher Titel der letzten Jahre beim Textur-Wettrüsten bewusst aus und setzte auf den Reiz des Kontrasts nicht umsonst kommt der Schwarz-Weiß-Fotografie auch heute noch große Bedeutung zu. Von Echochrome bis Mad World, von Limbo bis The Unfinished Swan immer wieder zog uns Hell-Dunkel-Software gerade wegen des Verzichts auf Farbe in ihren Bann. Das gelingt auch White Night aufs Vortrefflichste, zudem passt die Optik hier perfekt zu Story und Setting.
Das französische OSome Studio erzählt eine Spukgeschichte, die in Boston während der großen Depression spielt. Nach einem Autounfall verschlägt es die verletzte Hauptfigur in ein Anwesen, das so werden wir bald erfahren zwar menschenleer, aber trotzdem nicht unbewohnt ist. Wir lesen uns die Hintergrundgeschichte mittels zahlreicher Textdokumente an: Es geht um Alkoholismus, rauchige Jazz-Lokale und eine Mordserie. Dazu gesellen sich Themen wie Krankheit und Tod, große Hoffnungen und gescheiterte Träume. Harter Stoff also, der Euch schon mal runterziehen kann.
Auf der Suche nach dem Schwefelholz: Passend zur morbiden Geschichte lastet eine drückende Dunkelheit auf den Räumen des Adventure-Hauses. Die können wir für Sekunden vertreiben, indem wir ein Streichholz anzünden praktischerweise haben die alten Besitzer reichlich Schachteln liegen gelassen. Doch Vorsicht: Manchmal ist wie im echten Leben ein Rohrkrepierer unter den maximal zwölf Hölzchen, die Ihr mit Euch führt.
Mithilfe dieser mobilen Helligkeits-Oasen bringt Ihr buchstäblich Licht ins Dunkel des Hauses. Ihr durchstreift die Räume, betrachtet Gemälde, öffnet Türen und Truhen, sucht Schlüssel und ganz wichtig knipst Lampen an. Blöderweise ist mancher Stecker aus der Dose gerutscht, sodass vor der Erlösung durch die Lichtflut ein pechschwarzer Gang durchschritten werden muss.
Angst macht Euch White Night immer wieder: Die Tonkulisse schwillt an und aus dem Schatten schält sich ein schemenhafter Geist dann müsst Ihr rennen (kämpfen kann Eure Figur nicht) und hoffen, dass der nächste Lichtschalter funktioniert und die Helligkeit die Spukgestalt vernichtet. Aber auch ohne Geister wirkt die bloße Schwärze vielerorts belastend: Wer ohne Streichholz einige Sekunden im Dunkel steht, der fällt dem Wahnsinn anheim und muss zum letzten Speicherpunkt. Gespeichert wird übrigens an einigen Sesseln, die in mehreren Räumen stehen.
Gelegentlich reißt Euch White Night aus den beengten Fluren des Anwesens und wirft Euch in (Alb-)Traumsequenzen kleine Rätselhappen vor die Füße. Die treiben die Geschichte voran und liefern Hinweise auf ein eventuelles dunkles Geheimnis.
Matthias Schmid meint: Ich bin ein eher furchtsamer Spieler, der gut erzählte Geschichten liebt und damit perfekt geeignet für ein paar spaßige Stunden in der virtuellen Spukvilla. Die düstere Story um eine Jazz-Sängerin hat mich interessiert und bei Laune gehalten etwas knapperer Lesestoff und ein paar verwechselbare Namen weniger hätten aber nicht geschadet. Auch manchen Allgemeinplatz hätten sich die Franzosen sparen können: Geisterhafte Blondinen, Autounfälle wegen kleiner Mädchen und eine grausige Mordserie an Frauen sind mir schon zu oft begegnet. Dafür überzeugt der ausgewogene Mix aus Suchen, Fürchten und Rätseln. Die Atmosphäre in Kombination mit der großartigen Schwarz-Weiß-Optik ist schlicht genial in dieser Hinsicht ist meiner Meinung nach kaum Luft nach oben. Und angesichts der toll gewählten, festen Kamerawinkel verzeihe ich gern das ein oder andere nervige In-die-falsche-Richtung-Laufen bei den Perspektiv-Wechseln.
Melancholisches Grusel-Adventure in stylishem Schwarz-Weiß-Look.
| Singleplayer | ![]() | 8 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |
Konami lässt bekanntlich in jüngerer Vergangenheit kaum eine Gelegenheit aus, die alte Fangemeinde mit seinen Entscheidungen zu verprellen, da dürften auch die Aussagen des neuen CEO Hideki Hayamaka in japanischen Business-Medien (und inhaltlich zusammengefasst bei Polygon) keine Ausnahme machen.
Demnach wird Konami seine Strategie nämlich künftig eindeutig in Richtung Smartphones und Tablets – also Mobile Gaming – ausrichten.
So bezeichnet er diese als Plattform, die uns immer am nächsten ist und die Zukunft des Spielens liege im Mobile-Bereich. Bestätigt habe dies u.a. der Erfolg von Serien wie Winning Eleven und Power Pro, bei denen das Pay-as-you-Play-Modell erfolgreich war.
Zwar hofft Hayamaka schon auch, dass Metal Gear Solid V und PES weiterhin erfolgreich sein werden, aber wir denken immer darüber nach, wie wir unsere Marken auch auf Mobile bringen können.
Wie jeden Monat hat die NPD Group ihre Informationen zu den Hardware- und Softwareverkäufen in den USA veröffentlicht und wie jeden Monat haben wir keine genauen Zahlendetails, aber trotzdem interessante Daten und Fakten.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat der Umsatz im April 2015 um 3% auf 595,7 Millionen US-Dollar zugelegt, wobei Hardware um 4% sank und dafür Spiele um 13% zulegten. Verkäufe der alten Systeme sanken gleich um 55%, während die aktuelle generationstabil bleib und Handhelds um stolze 36% anstiegen. Das bezieht sich zudem alles auf die Geldwerte, in phyischen Zahlen gerechnet gingen 12% mehr Geräte über die Ladentische.
Einen Erfolg kann Microsoft verbuchen, denn im April lag erstmals in diesem Jahr die Xbox One vor der PS4 – die Zahlenmagier bei Gematsu haben aus den vagen Infos eine Stückzahl von um die 187.000 Exemplaren errechnet.
Sony wiederum sagt nur, dass die PlayStation-Familie insgesamt vorne liegt und Nintendo erfreut sich daran, dass in den ersten vier Jahresmonaten zusammen Wii U um 15% und 3DS um 65% zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum zugelegt haben – imposant, aber eben nicht auf den Monat runtegebrochen.
Und zum Abschluss die Top 10 der Spieleverkäufe, bezogen auf die physischen Versionen:
Nintendo Life berichtet, dass die silberne amiibo-Figur von Super Mario ab 29. Mai zum Preis von 12,99 Dollar in den USA erhältlich sein wird. Ein Deutschlandtermin wird leider nicht genannt, einen Veröffentlichung halten wir auch für reichlich unwahrscheinlich.
Im Gegensatz zur goldenen amiibo-Variante des berühmten Klempners, welche exklusiv bei Walmart erhältlich war, ist diese anscheinend nicht an eine bestimmte Kete gebunden und sollte somit zumindest theoretisch leichter zu erwerben sein.
Diese Spiele haben sich in Japan vergangene Woche am besten verkauft:
Und diese Konsolen gingen über den Ladentisch:
Wenn Konsolen-Abenteurer ab Anfang Juni in die Online-Welten von The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited auf PS4 und Xbox One aufbrechen, müssen sie zwar bekanntlich keine monatlichen Abo-Gebühren mehr bezahlen, aber völlig frei im Umgang mit dem erworbenen Spiel sind sie auch wieder nicht: Denn wie nun im offiziellen Forum klargestellt wurde, fällt die Option eines Gebrauchtverkaufs praktisch flach.
Genau gesagt bekommt Ihr für Euer Geld in der Packung die Blu-ray mit den Installationsdaten (was nahelegt, dass man danach ohne Disc spielen können sollte, aber das ist ohne Gewähr) sowie einen Code zur Anmeldung eines Kontos bei den Spieleservern – und letzterer ist natürlich nur einmal verwendbar.
Ob weitere Codes auch separat online erwerbbar sein werden, wurde in der Diskussion (noch) nicht erwähnt, ist aber denkbar – selbst dann ergibt es aber wohl keinen Sinn, eine Second-Hand-Fassung von The Elder Scrolls Online zu kaufen, weil man damit praktisch nur draufzahlen kann.
UPDATE: Da soll einer draus schlau werden – inzwischen hat ein Bethesda-Mann via Twitter wiederum gesagt, dass man doch keinen Key braucht. Wobei auch das auf verschiedene Weise interpretiert werden könnte. Mal abwarten, was es am Ende wirklich sein wird.
Siliconera berichtet, dass die von Kritikern gelobte Visual Novel Steins;Gate am 5. Juni in Europa für PS3 und Vita erhältlich sein wird. Ob man auch die PS4 mit einer Version versorgt, ist noch nicht klar.
Wer sich über Neuigkeiten zu dem Projekt auf dem Laufenden halten will, dem können wir auch dessen offizielle Facebookseite ans Herz legen.
| Spiel: | Inazuma Eleven GO Chrono Stones |
| Publisher: | Nintendo |
| Developer: | Level-5 |
| Genre: | Action-Rollenspiel |
| Getestet für: | 3DS |
| Erhältlich für: | 3DS |
| USK: | 6 |
| Erschienen in: | 4 / 2015 |
Fußball? Wer interessiert sich schon für Fußball? Zu Beginn der Flammenwall– und Donnerknall-Ausgaben (wie üblich mit separaten Starspielern, Extrateams und Nebenquests) von Inazuma Eleven GO Chrono Stones steht Held Arion Sherwind vor den Trümmern seines liebsten Hobbys. Keiner seiner ehemaligen Mitspieler erinnert sich überhaupt an den Sport mit dem runden Leder. Schnell kommt er einer Verschwörung auf die Spur: Böse Mächte rund um das Team Protokoll Omega wollen alle Erinnerungen an den Fußball aus den Köpfen der Menschen löschen. Arion begibt sich auf eine Zeitreise, um dies zu verhindern.
So viel zur neuen Story. Spielerisch geht Chrono Stones den Serienweg konsequent weiter: Ihr sammelt Mitstreiter, spielt mit Teams aus fünf Leuten Minibegegnungen, steigert Eure Werte, beschafft Euch neue Ausrüstung und arbeitet auf die Duelle elf gegen elf hin, welche die Story vorantreiben. Neue Spezialfähigkeiten sorgen für mehr taktische Abwechslung: Kampfgeister nutzt Ihr nicht mehr nur für Attacken, sondern auch als temporäre Rüstung im Zweikampf. Außerdem übertragt Ihr per Miximorph-Feature körperliche Merkmale und Spezialfähigkeiten von einem Spieler auf den anderen, um aus Eurem Mannschaftspool die ultimative Stammelf zu formen und den Fußball zu retten.
Tobias Kujawa meint: Ich liebe Fußball! Aber für Textzeilen der Marke Du bringst den Fußball zum Weinen bin ich einfach zu alt. Blende ich die kindgerechte Story aus, gefällt mir nach wie vor die Mischung aus Rasenschach und Fantasy-Rollenspiel mit Schutzgeistern und Superschüssen. Auch das Wiedersehen mit Mark, Axel und Co. ist schön. Allerdings leidet unter den wiederholten Begegnungen mit den Bösewichten von Protokoll Omega ein wenig die Abwechslung. Teil 1 und 2 taugen mir mehr.
Wer die Mischung aus zuckersüßer Story, Rollenspielmechaniken und Fußball mag, wird auch vom neuen Inazuma-Teil wieder gut bedient.
| Singleplayer | ![]() | 75 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |