In erster Linie ist Entwickler Gust für die niedliche Atelier-Serie bekannt, hat mit Ar tonelico & Co. aber auch ein Sci-Fi-Eisen im Feuer. Ar nosurge ist ein Vorgänger zu dessen drei Episoden, spielt aber im Anschluss an die Japan-exklusive Lebenssimulation Ciel nosurge. Alle Klarheiten beseitigt? Gut.
Ar nosurge handelt von einer Zukunft, in der die Menschheit ihre Heimat verlassen musste und auf der Suche nach einer neuen Welt durchs All irrt. Ihr spielt zwei Gruppen: Auf der einen Seite stehen Delta und Casty, die nach einem magischen Lied namens Ciel no Protecta suchen. Auf der anderen Seite haben wir Earthes und Ion, die aus einer versiegelten Welt fliehen wollen Ereignisse, die mehr Sinn ergeben, wenn der Vita-Vorgänger hierzulande erschienen wäre. Delta und Earthes vermöbeln die Gegner im Kampf mit Waffengewalt, Cas und Ion müssen vor Angriffen beschützt werden und unterstützen die Frontkämpfer mit mächtiger Gesangsmagie. Wichtig ist das seelische Gleichgewicht Eurer Begleiterinnen: Immer wieder taucht Ihr in deren Psyche ab und versucht, Konflikte und Unsicherheiten zu beheben. Das passiert in Form von textlastigen, an einschlägige Visual Novels erinnernden Sequenzen. Zudem sollt Ihr Euch ausgiebig mit Gegenstand-Synthese und Purification-Mechanik beschäftigen. Bei Letzterer wechseln die Heldinnen für innige Gespräche zur knappen Badekleidung und lassen sich mit vorher erspielten Status-Verbessungen aufpeppen.
Thomas Nickel meint: Der Einstieg ist alles andere als einfach: Ihr werdet von viel Jargon und Textboxen erschlagen, es gilt, komplex-verschachtelte Systeme zu verstehen, und die Visual-Novel-Einlagen nehmen Tempo raus. Doch wer sich auf diese Mischung einlässt, wird belohnt: Die Handlung kommt gut in Fahrt, die Spielsysteme greifen durchdacht ineinander und die hervorragende Musik geht immer besser ins Ohr. All das macht Ar nosurge zu einem lohnenswerten Kauf für Anhänger verschachtelter Nischen-RPGs.
- anfangs 2 separate Handlungsstränge
- originelles Kampfsystem
- viele verzahnte Spielsysteme
- Handlung kommt später gut in Fahrt
- hervorragender Soundtrack
Sehr textlastiges Rollenspiel für Anhänger komplexer Japan-Kost, Visual-Novel-Einlagen und ansehnlicher Anime-Mädels.
| Singleplayer |  | 72 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |