Wer hinter die unsaubere Technik blickt, erlebt ein famoses Open-World-Abenteuer – Unity entzückt mit spannendem Schleichen und toller Spielwelt.
Matthias Schmid meint: Neben dem Android-Knobler Monument Valley ist Assassin’s Creed: Unity mein Spiel des Jahres. Natürlich weiß ich um die vielen technischen Unzulänglichkeiten und die zahlreichen (teils lustigen) Bugs (von denen mir persönlich aber kaum einer begegnet ist). Und ich weiß auch, dass viele Spieler weit weniger begeistert sind als ich – allerdings bin ich mir nicht immer sicher, ob das nicht die Freude am Ubi-Bashen und das Heulen mit der Menge ist. Denn inhaltlich ist Unity meiner Meinung nach sehr gelungen. Mit einer lebendigen stimmigen Spielwelt, die an den richtigen Stellen entschlackt wurde (Shops, Assassinen ausbilden) und die eine Vielzahl spannender Aufträge bereithält. Für Klettermaxe, für Sammler, für Detektive, für Kämpfer. Und natürlich für Schleicher – mit seinen großen Palästen, vielen Zugängen, aufmerksamen Wachen und optionalen Zielen ist Unity ein Fest für Pariser Assassinen. Auch die Zusatz-Levels in den anderen Epochen fand ich gelungen. Natürlich ist auch mir aufgefallen, dass Unity eine eher kleine Geschichte bietet – mit wenig Mehrwert zur Abstergo-Echtwelt-Mythologie. Aber mal ehrlich: Mindestens so viele Spieler, wie jetzt über den geringen Echtwelt-Anteil meckern, haben doch in den vorigen Teilen genau diesen Teil nur gespielt, wenn sie mussten. Zum Schluss ein Wort über Ingame-Käufe mit echtem Geld, über die Uplay-Kisten und die Companion-App-Kisten: Scheiß drauf! Ja sie sind manchmal nervig und ja, es war doof von Ubisoft, sie einzubauen, aber davon lass ich mir doch mein Spielerlebnis nicht kaputtmachen…
Philipp Frey meint: Es sollte der glanzvolle Einstieg Ubisofts auf den Next-Gen Konsolen werden. Und trotz seiner Probleme war es das für mich auch. Viele der grafischen Fehltritte kamen bei mir im Spiel nie vor, daher konnte mich größtenteils frustfrei am virtuellen Paris erfreuen – und wie erfreut ich war! Die riesige Spielwelt bietet eine Unmenge an Nebenaktivitäten und Erkundungsmöglichkeiten. Durch die zahlreichen Menschenmassen hatte ich das Gefühl mich durch eine lebendige Stadt zu bewegen und tatsächlich Teil der französischen Revolution zu sein.
Thomas Nickel meint: Ich hätte mir ja gewünscht, dass Ubisoft nach dieser doch sehr kontrovers angenommenen Episode Assassin’s Creed mal ein Jahr Pause gönnt. Aber nix gibts, die Kuh wird gemolken, bis sie zusammenbricht und im nächsten Jahr gehts wieder los. Ob’s dann vielleicht für etwas mehr Politur reicht..?
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