Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 14 – Wolfenstein: The New Order

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Hervorragender und auf Next-Gen sauber laufender Solo-Ego-Shooter mit Old-School-Mechaniken, tollem Design und fiesen Feinden.

Tobias Kujawa meint: Überraschend, brachial, witzig, einfallsreich – Wolfenstein TNO hat mir so richtig Bock gemacht und mich an gute alte Ego-Shooter-Tage denken lassen. Das Waffenarsenal erfüllt jeden Wunsch, die Charaktere sind mir ausnahmsweise nicht egal und die Fokussierung auf den Storymodus begrüße ich – besser als Ressourcen auf einen lieblosen Mehrspieler-Part zu verschwenden. Sollte man meines Erachtens 2014 eher gespielt haben als CoD.

Philipp Frey meint: So wenig ich von Wolfenstein: The New Order erwartet habe, so sehr wurde ich weggeblasen. Die Story mit seinen vielseitigen Charakteren ist großartig erzählt und die Schauplätze eine willkommene Abwechslung zu restlichen Genrevertretern. Die brutale Atmosphäre, gespickt mit humorvollen Einlagen und fetten Waffen – ganz klar mein Shooter-Highlight 2014.

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20 Jahre PlayStation – Entwickler-Legenden

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Mit dem Erfolg der PlayStation gerade zu Anfangszeiten sind einige Entwickler und Publisher besonders eng verknüpft – hier stellen wir drei der Wichtigsten für Euch genauer vor.

Psygnosis

Fast ein halbes Jahr bevor die PlayStation offiziell angekündigt wird, übernimmt die Konzern-Filiale Sony Electronic Publishing im Mai 1993 den im englischen Liverpool beheimateten Spiele-Publisher und -Entwickler Psygnosis. Der hat bei der 16-Bit-Gemeinde wegen seiner grafisch aufwendigen und üppig ausgestatteten Spiele (Shadow of the Beast, Agony) einen hervorragenden Ruf und gehört spätestens seit der Veröffentlichung des DMA Design-Knoblers Lemmings zur ersten Liga in Europa. Auch die Arbeit an frühen CD-Konsolentiteln wie Microcosm und Novastorm weckt das Interesse Sonys: ”Psygnosis hat eine einmalige technologische Expertise, welche die Kreativität der Entwickler stimuliert und die Spielerfahrung aufwertet”, kommentiert der SEP-Chef Olaf Olafsson offiziell die Übernahme. Ab 1995 wird der Spielewelt klar, wie wertvoll der Deal für Sony ist: Die Sci-Fi-Raserei WipEout fasziniert beim Europastart der PlayStation, die G-Police– und Colony Wars-Serien bieten in den Folgejahren großartige futuristische Action, Bizarre Creations machen für Psygnosis zwei gelungene Formel 1-Titel, Reflections liefern die Bestseller-Marke Destruction Derby. Ende der 1990er wird Psygnosis als Marke abgewickelt, lebt aber bis Mitte 2012 als Studio Liverpool weiter, das sich um die WipEout– und Formel 1-Serien kümmert.

Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 15 – LittleBigPlanet 3

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Neuer Entwickler, noch mehr Kreativität: Mit drei frischen Jute-Helden und sinnvollen Editor-Erweiterungen begeistert das Jump’n’Run erneut.

Tobias Kujawa meint: Ich war skeptisch, ob Sumo Digital das Erbe von Media Molecule schultern kann. LBP3 zeigt, sie können! Oddsock, Toggle und Swoop bringen frischen Wind in das ultrakreative Jump’n’Run, Sackboys Power-ups machen Laune und die Herausforderungslevels halten mich nach der (viel zu kurzen) Story bei Laune. Schön auch, dass das Spielen von Community-Levels superflott geht. Nur der Kreativ-Modus bleibt für mich nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln, allerdings hat Sumo Digital hier mit erklärenden Levels ebenfalls nachgebessert.

Emily Schuhmann meint: Müsste ich mich zwischen allen Hüpf’n’Renn-Spielereihen entscheiden, würde ich fraglos immer bei LittleBigPlanet bleiben. Auch im dritten Teil begeistern mich die Level mit einzigartiger Optik, skurrilem Soundtrack und abwechslungsreichen Mechaniken. Besonders einer der drei neuen Charaktere, der Vierbeiner Oddsock, hat es mir angetan und dank des Kreativmodus wird er von mir noch einiges zu tun bekommen. Ich werde noch lange Zeit Spaß an diesem Spiel haben, soviel ist sicher!

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Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 16 – South Park: Der Stab der Wahrheit

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Vielleicht das lustigste Spiel des Jahres: Serienkenner erleben ein gut gemachtes, simples Rollenspiel gepaart mit dem brillanten Humor der Vorlage.

Matthias Schmid meint: Trotz der ärgerlichen Europa-Zensur (bei den Analsonden-Szenen) und der zusätzlichen deutschen Gängelung (bei den Nazi-Feinden) hatte ich mächtig viel Spaß mit dem Stab der Wahrheit. Das Kampfsystem hat immer gut funktioniert und hat einige sehr geile Special Moves parat; auch wenn viele Fights zu leicht und vor allem im letzten Spieldrittel mitunter zu lang ausfielen, wurde mir nie langweilig.  Außerdem wusste ich ja, dass nach jedem Kampf, hinter jeder Ecke und unter jedem Stein ein guter South Park-Gag wartet. Für jemand, der alle Folgen der brillanten Zeichentrick-Satire kennt, sind die zahllosen Insider-Gags und Anspielungen schon ziemlich geil. Trotzdem kommt das Spiel in puncto Humor nicht an die allerbesten Serienepisoden heran – für den Sonderpreis “Lustigstes Spiel 2015” reicht es trotzdem locker!

Kenneth Burgess meint: Zocker, welche die Serie NICHT kennen, müssen das Spiel nicht zwingend unter die Lupe nehmen, aber Serien-Fans haben mit diesem Titel eine würdige Videospiel-Hommage an den TV-Kult erleben dürfen. Gefühlt alle Charaktere, Orte und Insider-Witze aus knapp 18 Jahren South Park haben ihren Weg in das Spiel gefunden und sorgen permanent für niedriges Niveau und krampfhafte Lachanfälle.

Philipp Frey meint: Was die South Park-Schöpfer Matt Stone und Trey Parker hier geschaffen haben ist eher eine interaktive Episode mit Rollenspiel-Elementen – und das ist absolut als Kompliment zu verstehen. Das Spiel besitzt genau denselben derben Humor wie das Serienvorbild. Als Rollenspiel kränkelt Der Stab der Wahrheit zwar etwas an seinem sehr simplen und einseitigen Fähigkeitsbaum, doch wenn man als “Sir Douchebag” mit all den bekannten Charakteren gegen Rotschöpfe und Zombienazis kämpft ist das eh unwichtig.

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UK-Charts vom 15. bis 21. Dezember 2014

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Diese Spiele wurden auf der Insel in der vergangenen Woche am meisten gekauft:

  1. Grand Theft Auto V (PS4)
  2. Call of Duty: Advanced Warfare (PS4)
  3. Call of Duty: Advanced Warfare (XOne)
  4. Grand Theft Auto V (XOne)
  5. Assassin’s Creed: Unity (XOne)
  6. FIFA 15 (360)
  7. Driveclub (PS4)
  8. FIFA 15 (PS4)
  9. The Crew (PS4)
  10. Call of Duty: Advanced Warfare (360)
  11. FIFA 15 (XOne)
  12. Assassin’s Creed: Unity (PS4)
  13. Far Cry 4 (PS4)
  14. Just Dance 2015 (Wii)
  15. Minecraft: Xbox 360 Edition (360)
  16. The Crew (XOne)
  17. Minecraft: Xbox One Edition (XOne)
  18. Far Cry 4 (XOne)
  19. Minecraft: PlayStation 4 Edition (PS4)
  20. Call of Duty: Advanced Warfare (PS3)
  21. FIFA 15 (PS3)
  22. Destiny (PS4)
  23. Assassin’s Creed IV: Black Flag (XOne)
  24. Halo: The Master Chief Collection (XOne)
  25. LittleBigPlanet 3 (PS4)

20 Jahre PlayStation – Ken Kutaragi: Vater der PlayStation

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Dass Sony in den 1990ern in die Games-Branche einsteigt und wir uns seit knapp 20 Jahren auf PlayStation-Plattformen die Zeit vertreiben können, ist vornehmlich einem Mann zu verdanken: Ken Kutaragi. Der 1950 in Tokio geborene Elektroingenieur stößt nach seiner Universitätszeit 1975 zu Sony, wo er zunächst in der ”First Development Division” an LC-Displays und später an der Entwicklung einer 2-Zoll-Diskette arbeitet. Im Gegensatz zum Großteil seiner Chefs glaubt Kutaragi an die Zukunft digitaler Technologie, bastelt an Computern und programmiert sie. Über das Famicom seines Sohns kommt er mit Videospielen in Berührung, bei seiner Arbeit in Sonys ”Information Processing Research Center” erlebt er Mitte der 1980er die Faszination von 3D-Computergrafik. Durch die Arbeit an einem Soundchip für Nintendos SNES bringt Kutaragi seinen Konzern in Kontakt mit der Spielebranche – alles Weitere ist Geschichte, wie sie bereits im Text angerissen wird und ausführlich in Reiji Asakuras hervorragendem Buch ”Revolutionaries at Sony” nachgelesen werden kann. Kutaragi ist lange Jahre Chef von Sony Computer Entertainment und Leiter der PS2- sowie PS3-Entwicklung, wird Mitte 2007 aber, nach der Übernahme der Position durch den langjährigen SCEA-Manager Kaz Hirai, auf den Posten des Ehrenvorsitzenden abgeschoben, den er vier Jahre später aufgibt.

Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 17 – Persona Q: Shadow of the Labyrinth

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Knackige Labyrinth-Erkundungstouren gemixt mit den Persona-Teenies ergeben ein durchdachtes Rollenspiel für unterwegs.

Thomas Nickel meint: Der Charme der Persona-Protagonisten trifft auf den Suchtfaktor von Etrian Odyssey und die Mischung ist hochexplosiv. Gleich drei Faktoren halten den Spieler hier bei der Stange. Man will wissen, wie die Geschichte weitergeht und freut sich auf jedes neue Gespräch der enorm sympathischen Helden. Jeder Dungeon-Ausflug belohnt mit Erfahrungspunkten und Rohstoffen für neue Waffen und Ausrüstung. Und die selbstgezeichnete Karte wird ebenfalls von Tour zu Tour kompletter und jedes Stockwerk, das zu beginn noch unheimlich und bedrohlich wirkte, wird Stück für Stück vertrauter. Großartig!

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Games With Gold – die Gratisspiele im Januar 2015

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Xbox One:

  • D4: Dark Dreams Don’t Die

Xbox 360:

  • vom 1. bis 15. Januar: MX vs. ATV Alive
  • vom 16. bis 31. Januar: The Witcher II: Assassins of Kings

Zur Erinnerung: Die Spiele für die Xbox 360 bleiben auch nach Ende eines Gold-Abos dauerhaft im Besitz des Users. Die Spiele für die Xbox One funktionieren nur, solange das Gold-Abo aktiv ist (so wie Plus bei der PlayStation-Familie).

Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 18 – Donkey Kong Country: Tropical Freeze

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Knackiger als jede Banane: Donkey und Kollegen fordern die Spieler mit einer harten Hüpferei alter Schule.

Sascha Göddenhoff meint: Die Rückkehr des Affen hat meine Frusttoleranz an einigen Stellen kräftig auf die Probe gestellt. Das lag aber nicht an schlechtem Spieldesign, sondern eher am Gegenteil: Die Levels von Donkey Kong Country: Tropical Freeze erfordern perfektes Timing und eine ruhige Hand. Zu zweit wird das Jump’n’Run nicht leichter, schließlich wollen die unterschiedlichen Talente von Donkey, Diddy, Dixie und Cranky Kong kombiniert werden. Lange bei der Stange halten das Sammeln der Puzzleteile sowie Kong-Buchstaben, die teilweise sehr schwer zu erreichen sind. Unschaffbar ist keine Stelle innerhalb der abwechslungsreichen, insgesamt allerdings dezent ideenarmen Welten. Das ist auch meine einzige Kritik an der Affenbande – es fehlt ein Schuß von der berühmten Nintendo-Kreativität, außerdem hätte ich mir mehr tierische Helfer gewünscht. Dennoch erlebte ich mit der Gorilla-Gang ein optisch wie akustisch feines Hüpfspiel alter und darum harter Schule.

Oliver Schultes meint: Was habe ich noch in meinem Test-Meinungskasten geschrieben? “Kompetent und liebevoll gemacht”, “Paradies für frustgestählte Jump’n’Run-Profis”, es fehlt im Vergleich zu etwa Rayman Legends der “Mut zu ausgefallenen Levelkonstruktionen, frischen Charakteren oder überraschenden WTF!-Momenten”, die Kontrollen “überraschen” dagegen “mit Sperrigkeit und dem seltsamen Drücke-einen-Knopf-um-dich-an-der-Liane-festzuhalten-Feature” – kurzum: kein Geniestreich, aber gut gemachte Old-School-Unterhaltung.

Thomas Nickel meint: Bei der ursprünglichen Ankündigung des zweiten Donkey Kong von den Retro Studios war die Begeisterung eher überschaubar – man kennt die texanische Interpretation des Affen-Themas ja bereits von der Wii und hatte eigentlich auf ein neues Metroid gehofft. Kein Stück überrascht war man dann aber von der Qualität des eigentlichen Spiels, hier ziehen die Entwickler erneut alle Platformer-Register und protzen mit dynamischen Levels, wuchtiger Grafik und exzellenter Spielbarkeit. Hier fühlt sich einfach alles richtig an.

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Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 19 – Ys: Memories of Celceta

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Das Action-RPG besticht mit toller Geschichte, flotten Kämpfen und treibender Musik. Da stört es nicht, dass die Grafik eher auf PSP-Niveau liegt.

Thomas Nickel meint: Spiele von klassisch-japanischer Machart, also die Art von Spielen, die zu 16- und 32-Bit-Zeiten das Maß aller Dinge waren, finden sich heute nur noch selten. Und wenn, dann meist auf Handhelds. Falcoms Ys-Serie ist dabei eine der dienstältesten Reihen, schon auf MSX, NES und Master System erlebte Adol Christin seine ersten Abenteuer. Da ist es doch toll, dass die Ys-Reihe sich ihren Geist seitdem bewahrt hat. Anstatt blind aktuellen Trends hinterher zu hecheln, verfeinerte Falcom die Stärken mit jeder Episode. Klar, manche sind experimenteller als andere, aber gerade in den letzten Jahren hat sich Ys zu einer fest-verlässlichen Größe etabliert. Die Figuren sind sympathisch, die Musik rockt und die Spielbarkeit ist pfeilschnell. Okay, okay. Der Grafik merkt man an, dass die Entwicklung wohl auf der PSP begann. Dem Spaß tut’s keinen Abbruch.

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