Gemischte Gefühle weckte die Präsentation der einzigen echten Rennsimulation, die uns dieses Jahr noch erwartet (sofern man nicht nur auf Wii U um die Wette fährt). Was Slightly Mad mit Project CARS plant, hat nämlich Hand und Fuß, ist durchdacht und ließt sich auf dem Papier bzw. in einer Powerpoint-Präsentation prima: Anspruchsvolle Fahrphysik, authentisches Fahrverhalten, viele Boliden und Kurse, umfassende Einstellmöglichkeiten, zeitgemäße Optik und natürlich Dinge wie Wetter und Tageszeiten.
Der Haken: Bei der PS4-Fassung, mit der ich einige Runden gedreht habe, wirkt vieles davon schlicht zum aktuellen Stand noch unausgereift: 1080p und 60 Bilder pro Sekunde sind angepeilt, letztere aber ohne jede Frage noch nicht vorhanden. Visuelle Opulenz war zudem nicht augenfällig, aber wenn man ausgerechnet den Hockenheimring als Vorführstrecke wählt, überrascht das weniger. Problematischer könnte sein, dass der fahrbare BAC Mono sich mit dem PS4-Pad eher wie ein rasanter Backstein anfühlte – die frappierend unsensible Lenkung weckte in mir allerdings auch die Vermutung, dass vielleicht bei der Konfiguration etwas nicht ganz gepasst hat.
Die Hoffnung jetzt schon aufzugeben, wäre aber sicher eine Überreaktion, denn bei Slightly Mad weiß man eigentlich, wie gute Rennspiele grundsätzlich funktionieren – siehe etwa die beiden SHIFT-Teile, außerdem ist den Machern durchaus bewusst, was bei Test Drive Ferrari schief gelaufen ist. Also drücken wir die Daumen, dass sich bis November alles einrenkt und Sim-Fans angemessen bedient werden.







