Der Blick auf die Transformers-Spiele der letzten Jahre zeichnet ein klares Bild: Während die Umsetzungen der drei Kinofilme von bescheidener Qualität waren, überzeugten die beiden eigenständigen Episoden Kampf um Cybertron sowie Untergang von Cybertron. Welcher Kategorie gehört das neueste Blechbüchsen-Werk The Dark Spark an?
Der Krieg zwischen guten Autobots und bösen Decepticons auf dem Planeten Cybertron dauert an. Beide Parteien versuchen den sogenannten Dunkelspark in ihren Besitz zu bringen, denn die Kräfte des Artefakts können die Schlacht entscheiden. Eine der beiden Seiten wählen dürft Ihr jedoch nicht, stattdessen wechselt Ihr innerhalb der Kampagne immer wieder zwischen den Lagern der verfeindeten Roboter. Hüben wie drüben wird natürlich geschossen: Mit futuristischen Maschinengewehren, Raketenwerfern und Pistolen erledigt Ihr die Roboter-Soldaten der jeweils anderen Fraktion.
Während der Schießereien dürft Ihr Ironhide, Bumblebee, Starscream und Co. beinahe jederzeit in ihre jeweilige Fahrzeugform transformieren: Die Autobots verwandeln sich in der Regel in Sportwagen, die Decepticons hingegen bevorzugen die Veränderung zum Flugzeug. In den futuristisch-abstrakten Umgebungen von Cybertron kämpft Ihr meist gemeinsam mit KI-Kollegen. Jeder Roboter hat außerdem Zugriff auf besondere Fähigkeiten: Als Decepticon Soundwave ruft Ihr beispielsweise den Metallvogel Laserbeak herbei, der Feinde aus der Luft angreift. Die etwas steifen Feuergefechte werden von zahlreichen optionalen Herausforderungen begleitet: Macht eine bestimmte Anzahl Abschüsse mit einer Waffe, erledigt Feinde im Fahrzeug-Modus oder besiegt einen Zwischengegner per Tarnangriff.
Diese Aktionen wie auch normale Abschüsse belohnen Euren Transformer mit Erfahrungspunkten und Kisten, in denen nach dem Zufallsprinzip neue Extras und Charaktere für den Mehrspieler-Modus stecken nur mit Glück erhaltet Ihr alle 40 Charaktere. Die verschiedenen Waffen dürft Ihr in Kategorien wie Nachladezeit und Feuerrate verbessern, allerdings nur an Stationen innerhalb der Levels dort wechselt Ihr auch Eure beiden Kanonen, füllt Munition wieder auf und wählt Items wie eine Schildbarriere aus.
Der bereits erwähnte Mehrspieler-Modus heißt Eskalation: Mit Euren freigeschalteten Transformers bekriegt Ihr Gegnerwellen auf acht Karten. Baut z.B. Geschütztürme und Laserbarrieren, um insgesamt 15 Runden lang feindliche Roboter abzuwehren. Auf der Wii U fehlt dieser Modus.
Die 3DS-Version ändert das Spielkonzept von Action zur Strategie: Aufseiten von Autobots und Decepticons zieht Ihr rundenbasiert über ein Spielfeld. Trefft Ihr auf einen Feind, wechselt das Spiel in eine Action-Ansicht, wo Ihr über den Touchscreen Eure Attacken wählt allerdings müsst Ihr auch hier warten, bis Ihr an der Reihe seid. Jeder Transformer Eures Teams besitzt eine Spezialfähigkeit wie Fernangriff oder Reparatur, durch die etwas Taktik in den ansonsten sehr gleichförmigen Spielablauf gelangt. Die Geschichte dreht sich dabei, wie auf den anderen Konsolen auch, um den namensgebenden Dunkelspark.
Während die 3DS-Version eher zweckmäßige Grafik bietet, sieht der Shooter auf PS4 und Xbox One zwar scharf, aber auch unspektakulär aus Cybertron ist einfach kein schöner Ort.
Sascha Göddenhoff meint: Hm, irgendwie springt der Spark nicht über. Für mich liegt das am völlig spannungsarmen Spielverlauf: Abgesehen vom Wechsel der spielbaren Roboter passiert quasi nichts, was das Game irgendwie interessant machen würde. Aber die Schießereien funktionieren gut auch im kurzweiligen Mehrspieler-Modus. Die Runden-Strategie auf dem 3DS macht einen ordentlichen Job, schränkt den Spielablauf jedoch ebenso wie der große Konsolen-Bruder ziemlich ein.
- spielt in 14 Kapiteln sowohl Autobots als auch Decepticons
- Herausforderungen wie Schieße X Gegner mit Waffe Y ab
- Eskalation-Modus gegen Feindwellen
Routinierte Transformers-Action, der es an spielerischer Abwechslung mangelt. Die Rundenstrategie auf dem 3DS verläuft ebenso ereignisarm.
| Singleplayer |  | 67 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |