Conception II: Children of the Seven Stars – im Test (PSV)

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Weil überall in der Welt Aterra Monster ihr Unwesen treiben, wurde eine Akademie gegründet, die spirituell besonders gesegnete Jugendliche aufnimmt und sie zum Kampf gegen das dämonische Gezücht ausbildet. Der Clou: Besonders ”potente” Schüler können miteinander Sternenkinder zeugen – mächtige Wesen, die im Kampf gegen den Feind außerordentliche Dienste leisten. Dieser Akt ist mit verzückten Seufzern und posierenden Silhouetten so eindeutig zweideutig inszeniert, dass Missinterpretationen gar nicht aufkommen können. Passenderweise entpuppt sich der Held als ein solcher Potenzprotz, der sofort mit allen Mädels möglichst enge Bande knüpfen und viele knuffige Sternenkinder zeugen soll, um dann gemeinsam mit seiner knapp bekleideten Partnerin die Monster aufzumischen. Da werden feuchte Otaku-Träume wahr…

Abgesehen von der schlüpfrigen Grundlage ist Conception II, dessen Vorgänger 2012 ausschließlich in Japan für die PSP erschien, ein ziemlich gewöhnliches Dungeon-RPG mit moderatem Visual-Novel-Einschlag. Die Figuren decken die gängigen Klischees ab, das Kampfsystem funktioniert, verlangt aber nur selten von Euch, die gebotenen Feinheiten zu nutzen. Zudem fallen die Dungeons, in denen Ihr mit Euren Sternenkindern auf Monsterjagd geht, vergleichsweise dröge aus.

Inhaltlich sind die Versionen für 3DS und Vita identisch, technisch hat die Sony-Fassung aber die Nase vorn. Videos und die Artworks in den zahlreichen Dialogen wirken auf dem Vita-Screen ein ganzes Stück hübscher, als Ausgleich wird der zweite Bildschirm des 3DS für zusätzliche Informationen genutzt.

Thomas Nickel meint: Ja, die Prämisse ist schlüpfrig: Das Spiel lässt keine Gelegenheit aus, die Rundungen der sieben Damen in Szene zu setzen, auch an zweideutigen Sprüchen wird nicht gespart. Wer dagegen allergisch ist, sollte gleich einen Sicherheitsabstand waren. Die sozialen Elemente sind ansonsten ordentlich integriert, das spielerische Kernstück leidet aber unter Mängeln: Während das Kampfsystem durchaus komplex ist, sorgen immer gleiche Monsterbegegnungen in öde aufgebauten Dungeons für Ermüdungserscheinungen.

Solides Action-Rollenspiel, das vor allem durch die schlüpfrige Prämisse auffällt.

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